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Biographie: Federico García Lorca


 
(* 05.06.1898 – † 19.08.1936)
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(Bücher frei Haus)
Federico García Lorca wurde am 5. Juni 1898 in Fuente Vaqueros, Granada (Spanien) geboren und starb am 19. August 1936 nahe Granada. Er zählt neben Antonio Machado und Juan Ramón Jiménez zu den bedeutendsten spanischen Dichtern des 20. Jahrhunderts. Lorca widmete sich nicht nur der Lyrik, sondern auch der Dramatik, der Malerei, dem Klavierspielen und Komponieren.

Seine höhere Ausbildung begann Lorca im Jahre 1914 in Granada, wo er sich für das Studium der Rechtswissenschaft, Philosophie und Literaturwissenschaft eingeschrieben hatte. Von 1918 bis 1928 ließ sich Lorca in der Residencia de Estudiantes de Madrid, wo er unter anderem mit Luis Buñuel und Salvador Dalí bekannt wurde, ausbilden.

In Madrid entstanden Lorcas erste literarische Werke, darunter das Libro de poemas (1921). Seine Zigeunerromanzen (1928) wurden sein größter Publikumserfolg und seine zugänglichste Gedichtsammlung. Sie genießen in Spanien auch heute noch eine außerordentlich große Popularität. Lorcas Lyrik lebt vom häufigen Symbol- und Metapherngebrauch und bemüht sich um eine Versöhnung von traditionellen und modernen literarischen Elementen (neopopularismo).

1929 und 1930 hielt sich Lorca in den Vereinigten Staaten von Amerika auf, wo er sein Buch Dichter in New York verfasste, das unter anderem eine Ode an Walt Whitman enthält. Später im Jahre 1930 kehrte er dann nach Spanien zurück.

Lorca wurde zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs von spanischen Nationalisten, deren Hass er sich aufgrund seiner Homosexualität und offenen Gesellschaftskritik zugezogen hatte, gefoltert und ermordet.

Bis 1953 blieben Lorcas Werke unter dem faschistischen Franco-Regime vollständig verboten. Erst nach Francos Tod im Jahre 1975 konnte Lorcas Leben und Werk in Spanien wieder offen diskutiert werden.

Werke
Impresiones y paisajes (1918)
Libro de poemas (1921)
Oda a Salvador Dalí (1926) (Ode an Salvador Dalí)
Romancero Gitano (1928) (Zigeunerromanzen)
El público (1930) (Das Publikum)
Poeta en Nueva York (1930) (Dichter in New York)
Poema del cante jondo (1931)
Amor de don Perlimplín con Belisa en su jardín (1933)
Bodas de sangre (1933) (Bluthochzeit)
Yerma (1934)
Llanto por Ignacio Sánchez Mejías (1935)
Doña Rosita la soltera o el lenguaje de las flores
La casa de Bernarda Alba (1936) (Bernarda Albas Haus)
Comedia sin título (inacabada) (1936) (Komödie ohne Titel)
Diván del Tamarit (1936) (Diwan des Tamarit)
Sonetos del amor oscuro (1936) (Sonette der dunklen Liebe)

Literatur
David Johnston: Federico García Lorca. Leben hinter Masken. Biographie. Düsseldorf und Zürich 2003.
Ernst Rudin: Der Dichter und sein Henker? Lorcas Lyrik und Theater in deutscher Übersetzung, 1938-1998. Kassel 2000.

Film
Lorca - Mord an der Freiheit. 105 min. Sony Pictures 1996.


Diese Biographie schrieb: Redaktion (2006-05-19)

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