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Rezensionen


 
Tony Black - Geopfert
Buchinformation
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Black, Tony:
Geopfert

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(Bücher frei Haus)

Die Edinburgh - Krimis des schottischen Schriftstellers Ian Rankin um seinen Inspector John Rebus haben in der Vergangenheit Standards gesetzt in der Krimiliteratur aus Schottland. Nun schickt sich seit Jahren schon in Schottland der 1972 geborene Journalist Tony Black an, mit einer dort überaus erfolgreichen Reihe in dessen Fußstapfen zu treten.

Mit dem hier vorliegenden ersten Roman "Geopfert" beginnt der Zsolnay Verlag, der für Krimireihen als erste Adresse gelten kann ( Friedrich Ani, Veit Heinichen u.a.) die Veröffentlichung der deutschen Übersetzungen der Bücher von Tony Black.

Er hat mit dem versoffenen und alkoholabhängigen ehemaligen Journalisten Gus Dury eine Figur erschaffen, der sich ähnlich wie John Rebus in Edinburgh gut auskennt, besonders in den zwielichtigen Kreisen der Halbwelt und der Unterwelt. Natürlich hat er seinen Job ( und auch seine Frau) wegen des Whiskys verloren, den er in Unmengen trinkt und der ihn umbringen wird, wenn er nicht bald eine Lösung seines Alkoholproblems findet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Tony Black ihn in den weiteren Bänden dieser neuen Reihe weiter so saufen lassen wird, wie in dem hier zu besprechenden ersten Band, in dem Gus Dury, parallel zur Haupthandlung des Buches, quasi selbsttherapeutisch, einem wesentlichen Grund seiner Misere und seines bisher doch arg verkorksten Lebens auf die Spur kommt, seinem Vater, der es als Fußballspieler bis in den WM-Kader der schottischen Nationalmannschaft gebracht hat, und der zeitlebens für seinen Sohn neben seiner Verachtung nur brutale Gewalt in Form von Schlägen und Prügel übrig hatte. Da den Vater im Laufe des Buches das Zeitliche segnet, wird er in den nächsten Bänden vielleicht den Kopf frei haben für sein eigenes Leben. Man wird sehen.

Die Handlung ist kurz erzählt: der Sohn von Durys Freund Col, dem Wirt einer Kneipe, die für Gus zum zweiten Zuhause geworden ist, ist brutal umgebracht worden. Die Polizei spielt es als Selbstmord herunter. Col, der seinen Sohn gut kennt, und auch um seine Kontakte in der Unterwelt weiß, glaubt das nicht und bittet seinen Freund, zu recherchieren und herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Das kann er nach wie vor gut, und mit viel Mut stürzt er sich in eine Welt, in der er nach wie vor viele Kontakte hat. Es geht um Mädchenhandel und um Korruption bis in höchste Ministerkreise. Trotz einer sehr harten Sprache, an die man sich gewöhnen muss, in die auf Dauer nicht mein Fall ist, liest sich das Buch, dessen Handlung auf wenige Tage beschränkt ist, spannend bis zu seinem schrägen und überraschenden Ende.

Man darf die nächsten Bände mit Spannung erwarten. Vor allen Dingen interessiert mich, wie Tony Black seinen Protagonisten sich weiter entwickeln lässt.

Tony Black, Geopfert, DTV 2013, ISBN 978-3-423-21467-4

[*] Diese Rezension schrieb: Winfried Stanzick (2013-09-09)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



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