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William Blake - Zwischen Feuer und Feuer
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Blake, William - Zwischen Feuer und Feuer bestellen
Blake, William:
Zwischen Feuer und Feuer

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(Bücher frei Haus)

Nicht nur die amerikanische Rockgruppe “The Doors” verdanken dem englischen Kupferstecher William Blake einiges an Inspiration „If the doors of perception were cleansed, every thing would appear to man as it is, infinite.“, war ein oftmals von Jim Morrison zitierter Ausspruch Blakes, den er wahrscheinlich bei Aldous Huxley aufgelesen hatte: „Wenn die Pforten der Erkenntnis geläutert würden, würde alles dem Menschen erscheinen, wie es ist: grenzenlos und unbeschränkt.“ (1964) Die bisher umfangreichste Werkausgabe in deutscher Sprache des Deutschen Taschenbuchverlages www.dtv.de zeigt William Blakes Texte im Parallelsatz mit den englischen Originaltexten und zudem mit 18 Illustrationen seiner grandiosen Arbeiten als Graveur und Illustrator, also fast so grenzenlos und unbeschränkt, wie die Pforten der Erkenntnis selbst. Und tatsächlicih liegt zwischen den Zeilen von „Zwischen Feuer und Feuer“ ein Haufen Erkenntnis, wie auch Patti Smith auf dem Album „Trampin`“ (2004) in dem Song „My Blakean year“ es verarbeitet: „So throw off your stupid cloak Embrace all that you fear/For joy shall conquer all despair In my Blakean year“.
Natürlich wäre die Liste der Einflüsse die Blake allein auf Rockmusik ausübte noch viel länger, aber ich in anderen Genres hat er viele Spuren hinterlassen, eben nicht nur in seiner eigentlich Professio nals Graveur. „Jetzt hoffe ich, daß die musikalische Artikulation von Blakes Lyrik vom elektronisch illuminierten demokratischen Ohr der Rockpopmusikmassenmedien erhört wird und einen ewigen Lyrikstandard setzen wird.“, so Allen Ginsberg, der ungekrönte König der Beat Generation, der „Howl“ ein Gedicht schrieb, das sich nur laut lesen läßt und fast schon nach Rockmusik klingt, as early as 1955: „I saw the best minds of my generation destroyed by madness, starving hysterical naked, dragging themselves through the Negro streets at dawn looking for an angry fix yacketayakking screaming vomiting whispering facts and memories and anecdotes and eyeball kicks and shocks of hospitals and jails and wars.“

William Blake (* 28. November 1757 in London; † 12. August 1827), der Zeitgenosse Goethes, Dichter & Kupferstecher, stellte schon zu seinen Lebzeiten ein Ausnahmeerscheinung dar, denn in seinen Schriften setzte er völlig unzeitgemäß Imagination, Ekstase und Energie über alle Vernunft. „In Blakes visionärem Kosmos agieren „Urizen“ (die abstrakte Vernunft), „Orc“ (die Rebellion) oder „Los“ (das Schöpferische) mit- und gegeneinander: eine private Mythenwelt, die geradezu psychedelische Wirkung hervorruft.“, wie der Verlag schreibt. William Blake, der im London des 18. Jahrhhunderts eine Lehre als Kupferstecher absolvierte und an der Royal Academy of Art studierte, sah Bild und Text als Einheit, und erfand auch eine neue Graviertechnik für seine Werke. „Wenn es je einen glücklichen Menschen unter den Intellektuellen gab“, so sein Biograph Peter Ackroyd, „dann war es dieser Künstler.“ Der London- (!) und Blake-Biograph Peter Ackroyd hat in seiner Birographie „William Blake – Maler, Dichter, Visionär“ auch Blakes letzte Worte zitiert. Noch auf dem Sterbebett habe er an einer neuen Version seines Gemäldes „Und Gott erschuf die Welt“ gearbeitet und gesagt haben: „Ich gehe in ein Land, das ich schon immer sehen wollte“. Wer seine Gemälde und Visionen, die auch in seinen Texten zum Ausdruck kommen, kennt, wird diesem letzten Satz wohl zustimmen können “Tyger, Tyger, burning bright,/In the forests of the night;/What immortal hand or eye./Could frame thy fearful symmetry?” . http://www.blakearchive.org

William Blake
Zwischen Feuer und Feuer
Poetische Werke
Zweisprachige Ausgabe
Aus dem Englischen neu
übersetzt und mit neuen
Anmerkungen herausgegeben
von Thomas Eichhorn
Mit einem Nachwort
von Susanne Schmid
Mit 18 Illustrationen
512 Seiten

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2012-01-13)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



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