Biographien Rezensionen Diskutieren im versalia-Forum Das versalia.de-Rundschreiben abonnieren Service für Netzmeister Lesen im Archiv klassischer Werke Ihre kostenlose Netzbibliothek

 


Rezensionen


 
Barbara Frischmuth - Der unwiderstehliche Garten
Buchinformation
Frischmuth, Barbara - Der unwiderstehliche Garten bestellen
Frischmuth, Barbara:
Der unwiderstehliche
Garten

Bei amazon bestellen

(Bücher frei Haus)

Irgendwann erreicht jeder Gartenbesitzer ein Alter, wo ihm oder ihr die Lust zur Last wird. Nur - loslassen ist leichter gesagt als getan.
So ergeht es auch Barbara Frischmuth. Sie ist jenseits der 70 und will ihren Garten in Altaussee, wo sie wohnt und schreibt, verkleinern. Die Umsetzung bereitet allerdings Probleme: Gerade weil ihr ihr Garten im Laufe eines Vierteljahrhunderts so viel Arbeit und Kraft abverlangt hat (dieser Garten liegt auf 800 Meter Seehöhe und noch dazu in Hanglage), ist das Reduzieren, ist das Aufgeben des geliebten Gewohnten so schwierig.

Welche Blumen, welche Stauden sollen weg? Können bzw. dürfen nur solche bleiben, die möglichst wenig Arbeit machen? "Ich werde immer langsamer", schreibt sie an einer Stelle.

Es wäre nicht Barbara Frischmuth, würde nicht der Garten als Symbol für das menschliche Werden und Vergehen stehen: So wie der Garten reduziert wird, reduzieren sich mit zunehmendem Alter auch die diversen Funktionen. Man wird langsamer; viele Dinge bereiten mehr Mühe als in jungen Jahren. "Wie habe ich das eigentlich einmal geschafft?", fragt sie sich ehrlich. Dazu wird man unbeweglicher - es ist also an der Zeit, die körperliche Arbeit im Garten zu reduzieren, mehr zu schauen und den - wenn auch kleineren - Garten zu genießen.

"Der unwiderstehliche Garten" ist keine Roman, größtenteils eher ein Sachbuch mit schönen Illustrationen von Melanie Gebker. Der Leser erfährt viel über diverse Blumensorten und ihre lateinischen Namen, über die Vor- und Nachteile der Höhenlage des Gartens, über Gärtnereien und vieles mehr. "Wenn der Garten eines nicht ist, dann eine Idylle" schreibt Barbara Frischmuth abschließend. Irgendwie ernüchternd finde ich.

Barbara Frischmuth, Der unwiderstehliche Garten, Aufbau 2015, ISBN 978-3-35103585-3

[*] Diese Rezension schrieb: Winfried Stanzick (2015-05-26)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



-> weitere Bücher von Barbara Frischmuth ansehen

-> Möchten Sie eine eigene Rezension veröffentlichen?

[ weitere Rezensionen : Übersicht ]

 



Aus unseren Buchrezensionen


Das vergessene WunderRomstötter, Jörg:
Das vergessene Wunder
„Wie wir aus der Natur Kraft, Erfolg und Inspiration schöpfen“, das zeigt Jörg Romstötter in dem hier vorliegenden Buch. Eine eindringliche und überzeugende Erinnerung an viele Dinge, die wir Menschen eigentlich seit Generationen wissen, die wir aber ganz oder teilweise in der Hektik des modernen Alltags vergessen haben. Alles [...]

-> Rezension lesen


 Wie herrlich eine Frau zu seinBlasetti, Alessandro:
Wie herrlich eine Frau zu sein
Der Fotoreporter Corrado gespielt von Marcello Mastroianni macht auf einer Landstraße einen Schnappschuss von Antonietta (Sophia Loren), der es prompt auf die Titelseite einer Illustrierten schafft. Allerdings machte er dieses Foto ohne Antonietta um Erlaubnis zu fragen und so beauftrag sie zuerst ihren Verlobten, einen biederen [...]

-> Rezension lesen


Lesereise RomHöfferer, Christina:
Lesereise Rom
In ihrem letzten Buch „Bella Arcadia“ hatte die österreichische Kulturhistorikerin und Journalistin Christina Höfferer „das Italien der Literaten und Künstler“ regelrecht besungen mit ansprechenden Texten und faszinierenden Fotos, die den Leser sofort in den Bann zogen. Liebevolle und zärtliche Annäherungen waren das an ein [...]

-> Rezension lesen


 Als das Faultier mit seinem Baum verschwandScherz, Oliver:
Als das Faultier mit seinem Baum verschwand
In einem Urwald in einem fernen Land hängt das Faultier an seinem Baum, denn ein Faultier verlässt seinen Baum niemals. Nicht mal, wenn der Baum gefällt wird. Zusammen mit dem Faultier reist er über den Ozean, kommt in ein Sägewerk und wird zu einem Stuhl – an dem kopfüber das Faultier hängt. Niemals würde es seinen Baum [...]

-> Rezension lesen


Anmelden
Benutzername

Passwort

Eingeloggt bleiben

Neu registrieren?
Passwort vergessen?

Neues aus dem Forum


Gedichte von Georg Trakl

Verweise
> Unser Buchladen
> Lyrikband seelengruende
> Neue Gedichte: fahnenrost
> Kunstportal xarto.com
> Suchmaschine z3ro.net



005 Micro Button 3  88x31 / SBS

Das Fliegende Spaghettimonster

netzbibliothek | Anti-Literatur | Buchladen | Topliste | FAQ | Impressum | Rechtliches | Partnerseiten | Seite empfehlen | Schlesien | RSS

Systementwurf und -programmierung von zerovision.de

© 2001-2017 by Arne-Wigand Baganz

v_v3.31 erstellte diese Seite in 0.011379 sek.