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Rezensionen


 
Birgit Kelle - Dann mach doch die Bluse zu. Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn
Buchinformation
Kelle, Birgit - Dann mach doch die Bluse zu. Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn bestellen
Kelle, Birgit:
Dann mach doch die Bluse
zu. Ein Aufschrei gegen
den Gleichheitswahn

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(Bücher frei Haus)

Dieses Buch der Kolumnistin Birgit Kelle wird für Debatten sorgen.

Denn das, was sich die 38- jährige vierfache Mutter hier von der Seele schreibt, ihr Aufbegehren gegen einen mainstream, der ihren eigenen Lebensentwurf als gescheiterte Existenz ansieht wird von vielen Frauen vor allem belächelt werden. Doch:
„Ich bin es leid, das immer wieder zu erklären, zu entschuldigen, zu rechtfertigen. Es ist mein gutes Recht, mein Leben so zu leben, wie es mich glücklich macht. Ich habe nur dieses eine. War der Feminismus nicht einst dafür eingetreten, dass ich genau das machen darf? Leben wie ich will?“

Doch es ist anders gekommen: „ Eine Frau, die sich als Mutter begreift, oder, Gott behüte, als Hausfrau, kann abdanken. Die einen werfen ihr vor, sie sei nicht emanzipiert, die anderen, sie sei faul, die Dritten, sie würde sich aus ihrer Eigenverantwortung als Frau stehlen und von einem Mann aushalten lassen. Nicht zuletzt bleibt sogar der Vorwurf, sie würde durch ihr rückständiges Verhalten die Emanzipation ihrer Geschlechtsgenossinnen verhindern.“

Und die Medien unterstützen das auf breiter Front. Dort „finden Mütter als überforderte Wesen statt, deren Lebensstil überwunden werden muss, hin zu einem befreiten Leben als Frau. Das Kind ist dabei logischerweise ein Klotz am Bein, wird aber dennoch händeringend gesellschaftlich gebraucht. Ein Dilemma. Aber als Lösung dafür bauen wir ja jetzt Krippen.“

Ähnlich wie Norbert Blüm das unlängst in einem Zeitungsartikel behauptet hat, dient dies alles letztlich dazu, das, was man früher unter einer Familie verstand, zu zerstören. Doch ohne Familie wird unsere Gesellschaft ärmer werden, davon ist nicht nur Birgit Kelle überzeugt, sondern auch der Rezensent, der vor zehn Jahren seinen Beruf aufgab und seitdem als Hausmann und Familienmanager einer Mehrgenerationenfamilie unter einem Dach gerne und mit viel Befriedigung arbeitet. Sie wird „ärmer an Zuwendung, ärmer an Mitgefühl, ärmer an Toleranz, ärmer an Liebe.“ Heute geben die Menschen ihre Kinder in die Krippe und übermorgen diese ihre Eltern in ein Heim.

Birgit Kelle hofft auf die Unterstützung der Männer, von denen „echte“ gebraucht würden. Denn immer mehr Männer begreifen, dass die Emanzipation der Frauen an vielen Stellen in eine andere Qualität sich verändert, nämlich dorthin, dass nun umgekehrt Männer benachteiligt werden. „Männer lassen sich zu Recht nicht einfach in Sippenhaft nehmen für die lange Unterdrückung der Frau. Sie sind eine neue Generation, sie haben keine Schuld abzuarbeiten und auch nichts wiedergutzumachen.“

Männer und Frauen sind unterschiedlich und Birgit Kelle weist mit vielen Beispielen immer wieder darauf hin. Und sie unterstützt eine Haltung, die auch der Rezensent in seinem Leben und seinem Lebensentwurf teilt:
„Es braucht nämlich keine Gleichstellung in allen Lebenslagen, kein Aufrechnen von Ämtern und Hausarbeit und auch kein Aufrechnen von Geld, wenn man mit Respekt und Wertschätzung zwischen Mann und Frau kommuniziert. Wir brauchen die Anerkennung der Unterschiede und keinen Gleichheitswahn, der alle dazu verleiten soll, das gleiche Leben zu führen, egal, ob Mann oder Frau. Wir brauchen keine Austauschbarkeit der Geschlechter, kein Gender-Mainstreaming, das uns einreden will, unsere angeborene Weiblichkeit sei nur ein Fehler unsere Erziehung und die angeborene Männlichkeit in der Regel ein Problem.“

Ich wünsche dem Buch nicht nur eine weite Verbreitung( es wird ja schon gut verkauft kurz nach seinem Erscheinen) sondern auch eine ernsthafte Rezeption.

Birgit Kelle, Dann mach doch die Bluse zu. Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn, Adeo 2013, ISBN 978-3-942208-09-3

[*] Diese Rezension schrieb: Winfried Stanzick (2013-09-03)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



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