Biographien Rezensionen Diskutieren im versalia-Forum Das versalia.de-Rundschreiben abonnieren Service für Netzmeister Lesen im Archiv klassischer Werke Ihre kostenlose Netzbibliothek

 


Rezensionen


 
Günter Krenn - Romy & Alain. Eine Amour fou
Buchinformation
Krenn, Günter - Romy & Alain. Eine Amour fou bestellen
Krenn, Günter:
Romy & Alain. Eine Amour
fou

Bei amazon bestellen

(Bücher frei Haus)

Das Traumpaar des europäischen Kinos wird von Günter Krenn als wahre Amour fou beschrieben, denn gerade aufgrund der Kürze ihrer Beziehung – sechs Jahre – lässt sich dieser Ausdruck vortrefflich anwenden. Hinzugesagt werden muss aber, dass die beiden auch nach dem Ende ihrer Beziehung, immer noch eine lebenslange Freundschaft verband, denn Alain half Romy in allen ihren Krisenzeiten bis zu ihrem verfrühten Tod mit Rat und Tat. „Das, was der Verliebte liebt, ist die Liebe. Eine sehr schöne Droge zwar, doch das richtige und bescheidene Leben beginnt genau da, wo das Märchen endet. Jenseits der Prinzen und Prinzessinnen“, zitiert Krenn den heiligen Antonius gleich in seinem Vorwort um die Tragik des Traumpaares noch zu unterstreichen, denn sie hatten die Gelegenheit zum „bescheidenen Leben“ erst gar nicht, da die Medien schon von Anfang an belagerten.

Die Ostmärkerin (Romy wurde nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich geboren) soll sich ihren Filmpartner für Schnitzlers „Liebelei“ sogar selbst ausgesucht haben, weiß Krenn in seiner Biographie zu berichten. Der homme de coeur habe ihr anfangs aber dann doch nicht gefallen, jedenfalls benahm sie sich ihm gegenüber entsprechend. „Immer wieder wird er auf die Verschiedenartigkeit ihrer Welten verweisen, darin so manche Ursache für spätere Zerwürfnisse sehen“, so fasst Krenn Blatzheims (der Mann von Romys Mutter) Analyse zusammen. Alain kam aber auch nicht wirklich aus „einfachen Verhältnissen“, sein Vater war immerhin Direktor eines Regina-Kinos und seine Mutter Apothekerin. Der kleine Alain wuchs aber bei Pflegeeltern auf und vielleicht veranlasste ihn dieser Umstand zu seinem späteren Rebellentum. Als junger Mann kämpft der dann in der Marine in Indochina, sieben lange Jahre lang und das dürfte sicherlich einen tiefschürfenden Eindruck auf seiner Seele hinterlassen haben.

Nachdem sich die beiden 1958 bei den Dreharbeiten für „Christine“ kennenlernten, brach die junge Romy mit ihrer Familie. Sie wollte nicht mehr die „Sissi“ der Vergangenheit sein und Delon half ihr dabei, sich als Schauspielerin und Frau zu entwickeln. Das wohlbehütete Mädchen zog zu ihm nach Paris und war das erste Mal in ihrem Leben frei von allen Verpflichtungen.

Günter Krenn
Romy & Alain.
Eine Amour fou
Gebunden mit Schutzumschlag, 312 Seiten
Aufbau Verlag
978-3-351-03551-8
19,99€ *) / 28,90 Sfr

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2013-10-19)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



-> weitere Bücher von Günter Krenn ansehen

-> Möchten Sie eine eigene Rezension veröffentlichen?

[ weitere Rezensionen : Übersicht ]

 



Aus unseren Buchrezensionen


Richard Wagner Ein denkwürdiges LebenMarcuse, Ludwig:
Richard Wagner Ein denkwürdiges Leben
„Nie sollst Du mich befragen,/noch wissend Sorge tragen,/woher ich kam der Fahrt,/noch wie mein Nam` und Art“, droht Lohengrin seiner Angebeteten, denn er weiß, dass wenn sie es tut, er wieder zurückkehren muss in seinen Kahn, der von einem Schwan weitergezogen wird in unbekannte Gefilde. 1963, im Jahr von Richard Wagners 150. [...]

-> Rezension lesen


 Vintage & Classic Style GuideBraun, Jessica:
Vintage & Classic Style Guide
„A man can wear what he wants – he will always be a woman’s accessory” soll Coco Chanel einmal gesagt haben und diese nette Umkehrung der Realität zeichnet wohl auch einen der Trends des vergangenen und gegenwärtigen Jahrhunderts aus: Vintage! Gemeinhin mit Nostalgie für die Vergangenheit assoziiert, ermöglicht Vintage doch [...]

-> Rezension lesen


Samson und DelilahDeMille, Cecil B. :
Samson und Delilah
„I don’t want to be armed with the weapon to destroy you“, ruft Delila und drückt ihre Hand auf die Lippen Samsons. Erst fragte sie nach dem Geheimnis seiner Kraft, doch dann will sie es nicht erfahren. „It wouldn’t be a weapon if you really loved me“, antwortet Samson gutgläubig und erzählt ihr in einem Gleichnis die ganze [...]

-> Rezension lesen


 Der erste MenschCamus, Albert:
Der erste Mensch
„Die Sonne lehrte mich, dass die Geschichte nicht alles ist“, soll der vor 100 Jahren geborene Albert Camus einmal gesagt haben. Es ginge ihm mehr darum, wie man „richtig leben könne“, als um die großen Erklärungen des Lebens. Während Jean Paul Sartre zähneknirschend den Stalinismus verteidigte, weil er an ein [...]

-> Rezension lesen


Anmelden
Benutzername

Passwort

Eingeloggt bleiben

Neu registrieren?
Passwort vergessen?

Neues aus dem Forum


Gedichte von Georg Trakl

Verweise
> Unser Buchladen
> Lyrikband seelengruende
> Neue Gedichte: fahnenrost
> Kunstportal xarto.com
> Suchmaschine z3ro.net



005 Micro Button 3  88x31 / SBS

Das Fliegende Spaghettimonster

netzbibliothek | Anti-Literatur | Buchladen | Topliste | FAQ | Impressum | Rechtliches | Partnerseiten | Seite empfehlen | Schlesien | RSS

Systementwurf und -programmierung von zerovision.de

© 2001-2017 by Arne-Wigand Baganz

v_v3.31 erstellte diese Seite in 0.018167 sek.