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Daniela Kulot - Nasebohren ist schön
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Kulot, Daniela:
Nasebohren ist schön

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(Bücher frei Haus)

Schon 1996 ist dieses Bilderbuch von Daniela Kulot zum ersten Mal bei Thienemann erschienen. Zum 20. Geburtstag ihres Buches hat sie völlig neu illustriert. Schon in diesem frühen Buch hat sie mit ihrem fröhlichen und eigenwilligen Humor gezeigt, dass Bilderbücher auch etwas aufmüpfiges, Widerständiges und Erwachsenenkritisches haben können.
Denn „Nasebohren ist schön“ ist nur etwas für unerschrockene Eltern. Der Grund wird schon im Titel verraten. Immerhin bricht das Bilderbuch mit einem Tabu, mit dem auch unter Kindern immer gern gebrochen wird. Und es gibt durch eine überraschende Wende eben jenen Kindern die besten Argumente für den Tabubruch an die Hand.
Daniela Kulot macht das sehr hintersinnig. Denn sie hat sich einen überaus sympathischen Helden ausgesucht. So sieht man auf dem ersten Bild einen kleinen, fröhlichen Elefanten auf dem sonnendurchfluteten Teppich mit dem Finger genüsslich im Rüssel bohren. Dann folgt die Zeichnung einer glücklichen Maus aus der Nachbarschaft, die als Nasebohrerinstrument überaus erfinderisch ihren Schwanz benutzt. Anschließend sieht man einen geknickten kleinen Frosch, der liebend gerne in der Nase bohren würde. Aber dem Frosch hat es die Mama streng verboten.
Weil der Frosch aber nicht weiß, warum das Nasebohren verboten sein soll, macht er sich mit seinen beiden Freunden auf die Suche nach dem Grund. Wer den Finger in die Nase steckt, kriegt ihn „niiie wieder raus!“, erklärt Frau Frosch. Papa Maus droht mit einer schmerzhaften, gar „entsetzlichen Nasenspitzenwurzelentzündung“. Und die Elefanteneltern kontern auf die bohrenden Fragen der Kleinen mit der Gefahr von akutem Rüsselbruch. Aber dann gehen die Kinder weiter zu ihren Großeltern. Und die bohren selber in der Nase. Und bei denen ist alles heil geblieben und sie erfreuen sich bester Gesundheit und Laune.

Eltern die dieses Buch zulassen und sich seiner pädagogischen Gefährlichkeit aussetzen, sollten damit rechnen, dass das Nasebohren und seine soziale Ächtung von ihren Kindern als Beispiel genommen werden wird für die Infragestellung weiterer bislang unhinterfragter Regeln und Normen.

Viel Spaß beim Diskutieren!

Daniela Kulot, Nasebohren ist schön, Thienemann 2016, ISBN 978-3-522-45806-1

[*] Diese Rezension schrieb: Winfried Stanzick (2016-02-09)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



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