Biographien Rezensionen Diskutieren im versalia-Forum Das versalia.de-Rundschreiben abonnieren Service für Netzmeister Lesen im Archiv klassischer Werke Ihre kostenlose Netzbibliothek

 


Rezensionen


 
Michelle MacLaren - Breaking Bad - Die fünfte Season
Buchinformation
MacLaren, Michelle - Breaking Bad - Die fünfte Season bestellen
MacLaren, Michelle:
Breaking Bad - Die
fünfte Season

Bei amazon bestellen

(Bücher frei Haus)

„You are a ticking timebomb and I don’t wann be around for the boom“, meint Mike lakonisch zu Beginn der 5. Staffel zu Walter White. Seine prophetischen Worte werden bald einen bitteren Nachgeschmack bekommen, denn in der TV-Serie des amerikanischen AMC-Senders kommt am Ende alles anders, als ursprünglich erwartet. In der 5. Staffel um den krebskranken Chemiker Walter White geht es zuerst vorrangig um die Beseitigung der Spuren, die den Mord an Gus Fring verraten könnten. Jesse und Walter können Mike Ehrmantraut, den Sicherheitsbeauftragten von „Los Pollos Hermanos“ überreden, ihr Unternehmen weiterzuführen und bald rollt der Rubel wieder unter dem Decknamen „Vamonos Pest“, einer Schädlingsbekämpfungsfirma, die sich ideal als joint venture eignet. Die Gewinne sind nicht schlecht, jedoch müssen sog. „legacy costs“ bezahlt werden, damit die Mitwisser, die im Gefängnis sitzen, nichts verraten. „Just because you shot Jesse James, doesn’t mean you become Jesse James.“, meint Mike noch frech zu Walter, aber bald spricht er als erster von zehn seine letzten Worte: „If you’d only known your place, Walter. Now shut the fuck up and let me die in peace.“

“Burying buddies and robbing trains“
„It will happen exactly how I say it. The only question is, if you are the right man to do it.“ Walter White’s Selbstbewusstsein wächst ins Unermessliche, als er einen rechts angehauchten Motorradclub mit der Ermordung von den weiteren Mitwissern beauftragt. White will alle Zeugen beseitigen, die wissen, dass er etwas mit Gus Frings Tod zu tun hat und sein Auftrag wird dann auch präzise wie ein Uhrwerk durchgeführt. Die Szene ist eigentlich eine Hommage an die „Godfather“-Trilogie. Walter schaut von der Dunkelheit seiner Wohnung aus auf den Swimmingpool im Garten, während auf seinen Befehl zehn Menschen in drei verschiedenen Gefängnissen ermordet werden. Durch die Connection mit Mike bekommen die drei eine weitere Verbündete in Lydia Rodarte-Quayle, einer Managerin bei Madrigal Electromotive, die die Rohstoffe günstig besorgen kann. Allerdings gibt es eine kleine Hürde zu bewältigen: ein spektakulärer Eisenbahnraub ganz in der Tradition von Jesse James. „We’re done when I say so.“ ist Walter White’s neue Maxime. Oder noch bessser: auf die Frage „How do we know?“ antwortet White einfach „Because I say so.“

“Life is good, Skyler“
Walter White findet auch eine gute Rechtfertigung dafür, mit seinem schmutzigen Geschäft weiterzumachen: „We do what we do for good reason. There’s no way to worry about. There’s no better reason than: family.“ Allerdings ist seine Frau Skyler alles andere als davon überzeugt, dass sie gute role models für ihre Kinder abgeben würden und so gibt sie die beiden in Pflege zu Hank und Marie Schrader. Skyler kann nicht akzeptieren, dass die Morde „shrugged away like `shit happens`“ werden und irgendwann steigt auch sie in den Pool und das ausgerechnet vor Marie und Hank an Walter’s 51. Geburtstag. Sie wünscht ihm sogar, dass der Krebs zurückkomme und raucht alleine im Wohnzimmer in seine Geburtstagstasse äschernd. Aber Walter ist ein Familienmensch, er tut seiner Ansicht nach alles nur für die Familie. Als er einmal mit Jesse nach getaner Arbeit vor dem Fernseher ein Bier trinkt, rät er diesem, seiner Freundin alles zu sagen. „If it feels right, it feels right. Secrets create barriers between people. She wants to share her life with you. You have to decide how much you share with her. If she loves you, she’ll understand.“

“Empire business“
„There’s gold in the streets just waiting for someone to scoop it up.“ Walter wird bei seiner Rasur seines Hinterkopfs gezeigt, Blut tropft ihm von den Fingern. „We‘re not rambling down“, motiviert er seine neuen Mitarbeiter und gegenüber Jesse, der aussteigen möchte, erwidert er: „Meth or Money business? No, I’m in the empire business.“ „This business is all I’ve got and you want to take it away from me.“, White will weitermachen weil er endlich „best at something“ ist, doch bald erwächst ihm sein stärkster Gegner in seinem Schwager Hank Schrader. Dieser beklagt sich kurz vor seiner Entdeckung von Walt’s Geheimnis mit den Worten über seine Jugend: Tagging trees was a lot better than chasing monsters.“ Und was nur in einer Fernsehserie wie Breaking Bad geschehen kann, ist, dass ein Hank Schrader die größte Entdeckung seines Polizisten-Lebens auf dem Klo macht: beim Lesen von Walt Whitman.

Mit großer Spannung wird auch im deutschsprachigen Raum das Finale der 5. Staffel von Breaking Bad erwartet, in der sich alles auf die Konfrontation zwischen Walt und Hank ausrichtet. Die letzten acht Folgen werden in den USA ab 11. August 2013 ausgestrahlt und wenig später auch in Europa, teilweise sollen sie sogar auch hier gedreht worden sein, nämlich in Prag.

Vince Gilligan
Breaking Bad
Staffel 5-die ersten acht Folgen

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2013-07-29)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



-> weitere Bücher von Michelle MacLaren ansehen

-> Möchten Sie eine eigene Rezension veröffentlichen?

[ weitere Rezensionen : Übersicht ]

 



Aus unseren Buchrezensionen


Zwei glorreiche HalunkenLeone, Sergio:
Zwei glorreiche Halunken
Die ersten 10 Minuten 36 Sekunden kommen bei diesem Western der Extraklasse ganz ohne große Worte aus. Die Spannung ist zum Bersten, man hört das Knirschen des Sandes, die Sporen der Cowboystiefel, Schüsse, eine Fensterscheibe die zerspringt und daraus tritt Tuco (Eli Wallach), il brutto, hervor, der sich auf einen Gaul schwingt und [...]

-> Rezension lesen


 Neil Young: GreendaleDysart, Joshua:
Neil Young: Greendale
„War das real? Werden diese Dinge geschehen? Oder sind sie wie Träume?“, frägt Sun Green ihre Urgroßmutter Mahalia, aber die uralte Frau, geboren 1898 hat nur Schelte für sie übrig: „Himmel, Kindchen. Fängst du immer gleich morgens an zu kläffen? Unglaublich. Waff Waff Waff. Wie ein kleiner Hund.“ Sie weiß mehr, als sie [...]

-> Rezension lesen


Liebling, ich werde jüngerHawks, Howard:
Liebling, ich werde jünger
„I’m beginning to wonder if being young is always cracked up to be. We dream of youth, we remember it as a time of nightingales and valentines. And what are the facts? Maladjustment, near idiocy and a series of low comedy disasters. That’s what youth is!“, sinniert der verrückte Professor Barnabas am Ende dieser beschwingten [...]

-> Rezension lesen


 Der Geschmack von ApfelkernenHagena, Katharina:
Der Geschmack von Apfelkernen
Dieses Buch der in Hamburg lebenden Autorin Katharina Hagena ist eines der schönsten, die ich im vergangenen Herbst gelesen habe. Sie erzählt darin die Geschichte von Iris, eine jungen Frau, die sich nach dem Tod ihrer Großmutter Bertha damit konfrontiert sieht, dass diese ihr das Haus vererbt hat, in dem sie lange lebte und das Iris [...]

-> Rezension lesen


Anmelden
Benutzername

Passwort

Eingeloggt bleiben

Neu registrieren?
Passwort vergessen?

Neues aus dem Forum


Gedichte von Georg Trakl

Verweise
> Unser Buchladen
> Lyrikband seelengruende
> Neue Gedichte: fahnenrost
> Kunstportal xarto.com
> Suchmaschine z3ro.net



005 Micro Button 3  88x31 / SBS

Das Fliegende Spaghettimonster

netzbibliothek | Anti-Literatur | Buchladen | Topliste | FAQ | Impressum | Rechtliches | Partnerseiten | Seite empfehlen | Schlesien | RSS

Systementwurf und -programmierung von zerovision.de

© 2001-2017 by Arne-Wigand Baganz

v_v3.31 erstellte diese Seite in 0.027191 sek.