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Philippe Margotin - Bob Dylan - Alle Songs - Die Geschichten hinter den Tracks
Buchinformation
Margotin, Philippe - Bob Dylan - Alle Songs - Die Geschichten hinter den Tracks bestellen
Margotin, Philippe:
Bob Dylan - Alle Songs -
Die Geschichten hinter
den Tracks

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(Bücher frei Haus)

„I ain`t gonna work on Maggie`s Farm no more“, sang Bob Dylan erstmals 1965 in dem gleichnamigen Song. Es beschreibt die harte Tagwerk der Arbeiter auf den Plantagen des Südens und baut auf Down on Penny’s Farm von den Bently Boys auf. Der Musikkritiker Tim Riley bezeichnete den Song als „Kriegsruf der Gegenkultur“, die sich damals erstmals zu manifestieren begann. Ist die Aussage von US-Präsident Barack Obama, dass er „diesen Song im Ohr habe, wenn ich manchen der politischen Phrasen zuhöre“ also als Bekenntnis zur amerikanischen Gegenkultur zu verstehen? Aber allein, dass ein Präsident einen Barden wie Dylan zitiert, zeigt wie sehr sein Werk nach über einem halben Jahrhundert schon in den amerikanischen Mainstream eingegangen ist und ganz einfach Teil der offiziellen Kultur wurde. Tatsächlich ist Maggie`s Farm aber auch genau das Lied, das bei dem legendären Newport Folk Festival im Zentrum der Aufmerksamkeit stand und Bob Dylan den Vorwurf des Verrats (an der Folk Musik) einbrachte. „Maggie`s Farm“ ist eigentlich ein Rock-Song, sehr ähnlich wie „Subterranean Homesick Blues“, nur einen Ton tiefer, und was fehlt ist lediglich ein für Rock-Songs typisches Gitarrensolo. Bob Dylan sollte seine Stratocaster übrigens niemals mehr aus der Hand legen. Auch wenn er heute immer noch vorwiegend als Folkmusiker und nicht Rockmusiker gesehen wird. Der veritable „elektrische Skandal“ von Newport wird in vorliegender Publikation in einem eigenen Artikel beschrieben.

Alle Lieder von Bob Dylan bis 2015
35 Studio Alben, mehr als 582 Songs, hat Bob Dylan seit dem Beginn seiner Karriere, 1961 in Greenwich Village/New York, veröffentlicht. Aber natürlich gibt es noch viele weitere Veröffentlichungen von Herrn Robert Allen Zimmermann wie etwa Bootlegs, Singles, Out-Takes, Box-Sets, Soundtracks und die berühmte „Bootleg-Series“ (Outtakes aus Alben von bisher nicht verwendeten Liedern). Der Folk und Popbarde, der sich seit damals quasi auf einer „Neverending Tour“ befindet hat ein beachtliches Werk geschaffen, das in vielen seiner bekanntesten Lieder wie „Blowin’ in the Wind“, „Lay Lady Lay“, „Like a Rolling Stone“, „Knockin’ On Heaven’s Door“ leicht zugänglich ist, in anderen aber sehr sperrig und unverständlich daherkommt. Das hier vorliegende Buch präsentiert erstmals die Geschichte aller Songs von Bob Dylan und zwar von der ersten self-titled LP 1962 bis einschließlich der Songs bis Februar 2015 aus dem Album „Shadows in the Night”.

Dylan nicht nur für Dylanologen
Das Repertoire des wohl einflussreichsten Musikers des 20. Jahrhunderts wird mit zahlreichen Fotos der bekanntesten Fotografen der Rockszene ausführlich und in Farbe illustriert und trägt so wesentlich zu einem gelungenen, allumfassenden Bob Dylan Standardwerk, das auch durch Zeitungsausschnitte der damaligen Zeit ergänzt wird, bei. Aber nicht nur Dylanologen kommen auf ihre Kosten, sondern auch einfache Fans erfahren viel Neues in dieser einzigartigen Kompilation an Hintergrundwissen über die Songs Dylans. Anekdoten rund um Studioaufnahmen, Aufnahmetechniken, Alben und Tourneen und Hintergründe zu den Songs und der Einfluss Dylans auf andere Musiker sowie wovon er beeinflusst wurde, Informationen hauptsächlich aus erster Hand und das sogar inklusive Quellenangaben.
Ironie am Rande: die oben erwähnte Stratocaster Sunburst des Newport Festivals wurde von Bob Dylan in einem Flugzeug vergessen. Der Pilot hob diese 50 Jahre lang auf und bei Christie`s erhielt das Stück am 6.Dezember 2005 sagenhafte 965 000 Dollar.

Bob Dylan – Alle Songs - Die Geschichten hinter den Tracks
2015, 704 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
166 Farbfotos, 266 S/W Fotos, 6 farbige Abbildungen, 2 S/W Abbildungen, Format 22 x 27,8 cm, Delius Klasing

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2015-10-20)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



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