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Rezensionen


 
Jean Negulesco - Wie angelt man sich einen Millionär?
Buchinformation
Negulesco, Jean - Wie angelt man sich einen Millionär? bestellen
Negulesco, Jean:
Wie angelt man sich
einen Millionär?

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(Bücher frei Haus)

Ein Film der mit einem Orchester anfängt und endet? Hat man das schon mal wo gesehen? Mehr als fünf Minuten spielt die Musik und die Überleitung in das New Yorker Apartment der drei Schönen Lobo, Pola und Schatze geschieht ebenso überraschen, wie das Orchester wieder verschwindet, um am Schluss des Filmes nochmals aufzutauchen. So gibt man einem klassischen Thema einen klassischen Rahmen, denn die drei Fotomodels haben einen ganz bestimmten Plan. Ganze 2000.- Dollar blättert Schatze (Lauren Bacall) dem Vermieter für das smooth & creamy Studio-Apartment hin. Die Skyline im Hintergrund der Terrasse ist zwar aufgeklebt, aber dennoch bekommt man das Gefühl hoch über der Stadt zu schwebe. Aber bald wird das gemütliche Apartment zu einem leeren Studio, denn die Mädels verkaufen alle Möbel, um sich die Miete weiterhin leisten zu können. Ihr Plan, einen Millionär zu bekommen, will einfach nicht gelingen. Da nützt auch die noble Adresse nichts.

„Listen, Schatze!“
Als endlich ein älterer Herr bei Schatze anbeißt und die drei auf eine Party mitnimmt, wittern alle drei endIich die große Chance auf ein Leben in Reichtum. „Wealthy men are never old“ meinen sie übereinstimmend zueinander im „Powder Room“ (sic) des Restaurants und schon bald soll geheiratet werden. Doch dann verliebt sich Loco (Betty Grable) in einen Ranger und Pola (Marilyn Monroe) in den Vermieter, der selbst nur Schulden hat. Auch Schatze scheint Pech zu haben, denn ihr Millionär will plötzlich nicht mehr, da er Depressionen aufgrund des Altersunterschiedes zwischen den beiden bekommt. Er hält Schatze für 25, auch wenn sie vorgibt 40 zu sein. „I believe nothing could be more wonderful for me than marrying you and nothing worse for you“, sagt Mr Hanley zu ihr, doch Schatze beschwichtigt ihn: „I’m crazy for old man. I’ve always loved them. Look at Roosevelt, Churchill or look at what‘s his name in African Queen…“. Die kleine Referenz an ihren Ehemann im wirklichen Leben, Humphrey Bogart (*1899), ist deswegen so amüsant, weil die beiden zum Zeitpunkt des Films 54 und 27 Jahre alt waren, also tatsächlich einen Altersunterschied von 27 Jahren hatten. „I was travelling a lot. Then i bought a boat and was loafing around the world. But there is no use. There’s only one cure against loneliness: human companionship“, meint Mr Hanley dann und will sie schließlich doch heiraten.

I fell in love with a…gas pump junkie
„When the chips go down man is the master of his own fate, the captain of his destiny.“ Der reiche Witwer Mr. Hanley beißt endlich an und auch bei Pola und Loco läuft es gut. „Your quite a strudel“, meint der Verehrer von Pola, als sie endlich ihre Brille aufsetzt. „You have even more mystery, the glasses give you more distinction, you look even more interesting with galsses.“ Doch dann macht der von Schatze als „gas pump junkie“ bezeichnete Tom „comme ci, comme ca“ Brookman einen kräftigen Strich durch die Rechnung und es kommt alles anders als geplant. „One of the few advantages of age: disappoitnements become a normal part of life.“ Eine Komödie über die Frage aller Fragen: will sie mich nur meines Geldes wegen, oder liebt sie mich wirklich? Dieser Film gibt eine amüsante Antwort auf eine unmöglich lösbare Fragestellung. Und am Ende spielt das Orchester…

Jean Negulesco
Wie angelt man sich einen Millionär?
(How to Marry a Millionaire)
USA Englisch 1953 95 Minuten
Mit Betty Grable, Marilyn Monroe, Lauren Bacall
Twentieth Century Fox

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2013-09-16)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



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