Biographien Rezensionen Diskutieren im versalia-Forum Das versalia.de-Rundschreiben abonnieren Service für Netzmeister Lesen im Archiv klassischer Werke Ihre kostenlose Netzbibliothek

 


Rezensionen


 
Meg Nolan - Italien für Verliebte
Buchinformation
Nolan, Meg - Italien für Verliebte bestellen
Nolan, Meg:
Italien für Verliebte

Bei amazon bestellen

(Bücher frei Haus)

Dieser Bildband führt an die Orte, die in Italien voller Luxus und Glamour sind und das in ganz Italien, egal ob Kampanien, Veneto, Emilia Romagna, Umbrien, Apulien oder Toskana, das Piemont oder das Latium, auch in die entlegendsten Regionen Italiens. Bei der ersten Station des Buches wird in dem quasi „exterritorialen Gebiet“ Italiens, auf der Insel Venedig, hinter der Salute-Kirche, eingekehrt. Hier befindet sich ein kleines, aber feines Hotel, das dem Besucher einen ganz besonderen Service bietet: einerseits ist es sehr zentral, andererseits liegt es auch sehr unscheinbar im Verborgenen, und das obwohl Sie einen direkten Zugang zu einer Vaporetto-Station am Canal Grande haben. Der Palast, in dem sich das Hotel befindet, stammt aus dem 16. Jahrhundert, aber den Luxus den man heute dort vorfindet, davon wussten selbst die Dogen nur zu träumen. Im Salon des Hotels findet man nicht nur einen marmornen Kamin und täglich wechselnde Blumenarrangements, sondern auch einen Zugang auf die Terrasse, die mit marokkanischen Designelementen gestaltet wurde. Von einem der Zimmer lässt sich übrigens die Salute und der Canale della Giudecca erspähen, und das vom Jacuzzi aus! Aber welches Zimmer das genau ist, wird hier natürlich nicht verraten! Sehr wohl aber der Name des Hotels: Ca` Maria Adele. „Ca`“ bedeutet eigentlich „casa“, also so viel wie „Haus“, doch diese Bezeichnung rühmt in ihrer Bescheidenheit den Besitzer, denn wie die Innenaufnahmen zeigen, würde sich durchaus auch ein Doge hier sehr wohl fühlen. Ein „Haus“ wie ein Königspalast also, der beide großen Kanäle Venedigs in den Fokus rückt.

Von Türmen und Stieren
Ganz in der Nähe des Veneto liegt auch die Toskana, nur etwas weiter südlich. Florenz, die einstige Hauptstadt Italiens und heutige der Toskana, ist in etwa drei Stunden zu erreichen. Mit den Zügen „Alta Velocita“ (also: Hochgeschwindigkeit) sogar ein bisschen schneller, wenn sie keine Verspätung haben, ist man tatsächlich eine halbe Stunde schneller vor Ort. Vielleicht kommt man dann in den Genuß von einem Pickup-Service des „Torre die Bellosguardo“, einem Hotel der Luxusklasse über den Dächern von Florenz. Der „Bellosguardo“ (Schönblick) ist eigentlich der Name des Hügels, der sich in Florenz befindet und dadurch eine der atemberaubendsten Aussichten auf die Stadt ermöglicht. Ich hatte an einem Sonntagnachmittag einmal das Glück diese Aussicht zu genießen, besonders gut ist von hier auch die Domkuppel Brunelleschis zu sehen, leider war ich aber nicht Hotelgast, sondern nur ein Besucher des ausgedehnten Anwesens, das nicht nur über einen Outdoor-Swimmingpool verfügt, sondern auch über einen wunderschönen Garten, der so groß ist, dass man sich leicht darin verirren könnte. Der „Torre di Bellosguardo“ stammt aus dem Jahre 1200 und war das Jagdschloss eines Freundes von Dante, Guido Cavalcanti. Selbstverständlich hat sich das ursprüngliche Schloss seither den zeitgenössischen Bedürfnissen immer mehr angepasst und so gibt es nicht nur einen Jacuzzi, sondern auch zusätzlich einen Indoorpool und einen Fitnessraum. Von den meisten Zimmern kann man natürlich Florenz sehen, in einem anscheinend sogar von der Badewanne aus. Die Fotos in diesem allein dem Luxusleben gewidmeten Fotoband zeigen nicht nur einen nächtlichen Blick auf Florenz, sondern auch das grün-goldene Himmelbett in einem der schönsten Zimmer, die „limonaia“ und das bezaubernde Entree des Hotels. Wer es noch nicht ist, wird sich hier mit Sicherheit verlieben, zumindest in den/die „Torre“. („La torre“ ist der Turm, aber „il torre“ der Stier. Das Hotel wird wohl nicht nur deswegen von Jungvermählten frequentiert.

Stylish, schick, sehr cool und mediterran
Wenn man noch eine weitere Station weiter südlich machen will, böte sich vielleicht Apulien an, die Stiefelspitze Italiens, die immer wieder durch ihre exzellente Küche und Delikatessen aufhorchen lässt. Auch hier findetn man in vorliegender Luxusbibel einige Hotels, deren Ursprung ein mittelalterlicher Turm darstellt, zum Beispiel die Masseria Torre Maiza. Eine „Masseria“ ist eigentlich ein Bauernhof, doch diese Masseria in Savelletri di Fasano (Puglia) ist ein bisschen mehr, „einer Oase in der Wüste nicht unähnlich“, schreibt die Autorin. Der Turm war Teil einer Verteidigungsanlage des Stauferkönigs Friedrich II., der sie im 13. Jahrhundert als Warnsystem gegen Sarazenen und Osmanen in jeweils zwei Kilometer Abstand errichten ließ. Die Mischung aus der Rustikalität einer Masseria und zeitgenössischem Design macht dieses Hotel besonders für jene Besucher, die Abwechslung lieben, wohl besonders interessant: „stylish, schick, sehr cool und mediterran“. Wer sich also bald mal zu verheiraten gedenkt, sollte sich vielleicht jetzt schon einen Ort für die Hochzeitsreise aussuchen. „Italien für Verliebte“ gibt einem die notwendigen Hinweise für die wohl schönste Zeit des Lebens (und wohl auch der Ehe): die Flitterwochen, „la luna di miele“, wie man in Italien sagt: Honigmond. Vielleicht kann man sich die Reise dann mit diesem Buch ja auch gemeinsam aussuchen, damit es dann auch wirklich passt, und beide zufrieden sind? Oder vielleicht doch lieber eine Überraschung? Die 250 Fotografien dieses Fotobandes werden einem die Wahl bestimmt erleichtern. Außerdem bekommen Sie die Hinweise für die Wahl des besten Zimmers in den jeweiligen Etablissements, von denen ich in dieser Rezension natürlich nichts erwähnt habe.

Meg Nolan ist eine Autorin und Redakteurin aus New York. Ihre berufliche Laufbahn begann sie als Producerin einer NBC-Show, bevor sie im Print-Journalismus Fuß fasste. Sie schrieb für Vanity Fair, Travel Leisure Golf, Italy Week¬ly, Golf for Women sowie Phila¬delphia/DC Style. Schließlich aber war es ihre Arbeit für das Mailänder Büro der International Herald Tribune, die sie ihrem eigentlichen Ziel einen Schritt näher brachte: So viel Zeit wie möglich in Italien zu verbringen. David Cicconi war Foto¬redak¬teur bei Travel Leisure. Als Fotograf arbeitete er auch für Conde Nast Traveller UK, Food & Wine sowie das „W“ Magazine. Im Jahr 2006 wählte ihn Photo District News zu einem der 30 vielversprechendsten Fotografen.

Meg Nolan / David Cicconi
Italien für Verliebte
Hotels. Villen. Landhäuser
Christian Brandstätter Verlag
2008
Übersetzt von Barbara Sternthal
208 Seiten
ISBN: 3850331962
€ 29,90

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2010-12-25)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



-> weitere Bücher von Meg Nolan ansehen

-> Möchten Sie eine eigene Rezension veröffentlichen?

[ weitere Rezensionen : Übersicht ]

 



Aus unseren Buchrezensionen


Animal´zBilal, Enki:
Animal´z
„Protokolliere. Meersalz versengt alles, was es berührt. Es dringt ein in Gewebe und Organe und lähmt alles, auch das Gehirn. Protokolliere weiter, man gewöhnt sich daran.“ Eine Klimakatastrophe, die sich großkotzig „Blutsturz“ nennt, hat die Erde zu einer einsamen salzigen Meereswüste verkommen lassen. Die Suche nach [...]

-> Rezension lesen


 Las Vegas / VenedigMacLean, Alex:
Las Vegas / Venedig
Las Vegas und Venedig haben vielleicht mehr gemeinsam, als man sich beim ersten Lesen des Titels denken würde. Beide Städte waren oder sind einst für ihre Casinos bekannt geworden und auf diese Weise bis in alle Ewigkeit verbunden. Beide Städte zehren von der Geschichte: die eine hat keine und errichtet künstliche Denkmäler [...]

-> Rezension lesen


Verbrechen und StrafeDostojewski, Fjodor:
Verbrechen und Strafe
Sankt Petersburg im Jahre 1860: Eine aus dem Nichts, genauer gesagt nach dem Willen eines Zaren in einem Sumpfgebiet entstandene Metropole. Umgeben von einer ins Unendliche fließenden Agrargesellschaft konzentriert sich hier die politische Macht, der Reichtum und das Kapital. Wenn es irgendwo im weiten Russland Kapitalismus gibt, dann [...]

-> Rezension lesen


 LIFERichards, Keith:
LIFE
„Ich erkannte dass ich mit Turbo unterwegs war und alle anderen nicht. Ich brannte während die anderen lediglich versuchten, den Anschluss nicht zu verlieren.“ An den Anfang seiner Autobiographie stellt Richards, der Gitarrist und Songwriter der ältesten Rock `n´ Roll Band seit seiner Geschichte, die Verhaftung auf der US-Tournee [...]

-> Rezension lesen


Anmelden
Benutzername

Passwort

Eingeloggt bleiben

Neu registrieren?
Passwort vergessen?

Neues aus dem Forum


Gedichte von Georg Trakl

Verweise
> Unser Buchladen
> Lyrikband seelengruende
> Neue Gedichte: fahnenrost
> Kunstportal xarto.com
> Suchmaschine z3ro.net



005 Micro Button 3  88x31 / SBS

Das Fliegende Spaghettimonster

netzbibliothek | Anti-Literatur | Buchladen | Topliste | FAQ | Impressum | Rechtliches | Partnerseiten | Seite empfehlen | Schlesien | RSS

Systementwurf und -programmierung von zerovision.de

© 2001-2017 by Arne-Wigand Baganz

v_v3.31 erstellte diese Seite in 0.031720 sek.