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Andreas Sawatzki - Der Blick fremder Augen
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Sawatzki, Andreas:
Der Blick fremder Augen

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(Bücher frei Haus)

Dieses neue Buch von Andrea Sawatzki, das genau wie ihre drei früheren Bücher mit Sicherheit im Laufe des Jahres 2016 verfilmt werden wird, ist viel mehr als ein klassischer Kriminalroman. Zwar gibt es mit Melanie Fallersleben eine Kommissarin, und es gibt auch einen Fall. Doch der Schwerpunkt des spannenden Buches liegt in der genauen Inspektion der Innenseiten und psychischen Biographien ihrer Protagonisten.

Sich in die Opfer genauso wie in die Täter hineinzuversetzen, geradezu zu verschmelzen mit ihrer Geschichte um sie zu verstehen, das ist für Melanie Fallersleben der schwierigste Teil ihrer Arbeit. Aber auch eine Dimension, die sie über die Maßen fasziniert und regelrecht gefangen nimmt.

Intime Akte sind für sie Begegnungen mit toten Opfern, in deren Leben sie im Rahmen ihrer Ermittlungen eintaucht. Und in der Verfolgung der Täter ist sie nicht weniger intensiv. Ihre Nachforschungen machen auch vor den tiefsten Abgründen der menschlichen Seele nicht halt.

Kein Wunder, dass sie, die selbst nach der Trennung von ihrem Mann noch unter den Folgen einer schweren Lebenskrise leidet, von der Ermittlung in ihrem neuen Fall bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit geführt wird. Denn sie tritt in einem Fall unendlicher Grausamkeit lange auf der Stelle. In einem klassischen Kriminalroman wäre das langweilig und würde die Spannung rausnehmen. Nicht so bei Andrea Sawatzki.

Mit ihrer auch sprachlich anspruchsvollen Beschreibung ungeahnter psychologischer Abgründe steigert sie mit jeder weiteren Seite eine Spannung, die auch durch die am Ende wenig überraschende Handlung nicht geschmälert wird und das Buch zu einer exquisiten Unterhaltung macht.

Man darf auf die Verfilmung ebenso gespannt sein wie auf Sawatzkis nächstes Buch. So langsam beginnt sie sich im illustren Kreis anspruchsvoller Krimiautoren zu etablieren.

Andrea Sawatzki, Der Blick fremder Augen, Droemer 2015, ISBN 978-3-426-28139-0

[*] Diese Rezension schrieb: Winfried Stanzick (2016-02-01)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



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