Biographien Rezensionen Diskutieren im versalia-Forum Das versalia.de-Rundschreiben abonnieren Service für Netzmeister Lesen im Archiv klassischer Werke Ihre kostenlose Netzbibliothek

 


Rezensionen


 
Michael Schofield - Ich will doch bloß sterben, Papa. Leben mit einer schizophrenen Tochter
Buchinformation
Schofield, Michael - Ich will doch bloß sterben, Papa. Leben mit einer schizophrenen Tochter bestellen
Schofield, Michael:
Ich will doch bloß
sterben, Papa. Leben mit
einer schizophrenen
Tochter

Bei amazon bestellen

(Bücher frei Haus)

Ein kleiner Kurzschluss im Gehirn, möglich auch schon bei kleinen Kindern, wie dieses bewegende und erschütternde Buch zeigt, und ein Mensch ist an Schizophrenie erkrankt. Dass dies jeden von uns zu jeder Zeit treffen kann, ist eine so schreckliche Vorstellung, dass sie abgewehrt werden muss. Michael Schofield, Vater der mit fünf Jahren an Schizophrenie erkrankten Jani, hat das mehr als einmal erlebt. Seine Tochter sei von Dämonen besessen, sagten die einen und viele andere waren davon überzeugt, dass hier ein Missbrauch vorliegen müsse. Doch all diese Erklärungen, so deckt Schofield auf, haben nur die eine Funktion, Angst zu binden. Denn eine reale und dennoch unerklärliche Krankheit – das darf nicht sein, das löst zu große Ängste aus.

Dieses Buch, das ich mit oft angehaltenen Atem, tief erschüttert und oft zu Tränen gerührt gelesen habe, ist nicht nur eine bewegende Krankengeschichte eines an Schizophrenie erkrankten fünfjährigen Mädchens. Es ist auch die Geschichte einer Ehe und Beziehung, die an dieser Belastung fast zerbricht. Und es ist ein Dokument dafür, wie rat- und hilflos eine Gesellschaft und ihre Medizin mit einem solchen Fall umgeht.

Alle drei Faktoren stehen in dieser beispiellosen Geschichte in einem verborgenen Zusammenhang, beeinflussen sich immer wieder gegenseitig. Der Leser, bewegt und über vieles auch zornig, gerät hinein in einen Strom, der ihn nicht mehr loslässt und gefangen nimmt bis zum Ende.

Ein Buch, das eine tiefe Menschlichkeit ausstrahlt und ein Zeugnis dafür ist, dass elterliche und väterliche Liebe Mauern überwinden können.

Michael Schofield, Ich will doch bloß sterben, Papa. Leben mit einer schizophrenen Tochter, Kösel 2014, ISBN 978-3-466-30994-8

[*] Diese Rezension schrieb: Winfried Stanzick (2014-04-08)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



-> weitere Bücher von Michael Schofield ansehen

-> Möchten Sie eine eigene Rezension veröffentlichen?

[ weitere Rezensionen : Übersicht ]

 



Aus unseren Buchrezensionen


Wirst du mich immer lieb habenLeblanc, Catherine:
Wirst du mich immer lieb haben
Als der kleine Bär sich beim Spielen seine Jacke zerrissen hat, hat er Angst, was wohl seine Mama dazu sagen wird. Als sie ihm ohne zu schimpfen die Jacke flickt, fragt er sie: „Hast du mich trotzdem noch lieb?“ „Aber natürlich“, antwortet die Mutter. Und nun ist die Neugier des kleinen Bären geweckt, aber auch seine [...]

-> Rezension lesen


 Das dunkle HausEdwardson, Ake:
Das dunkle Haus
Es begann mit dem Buch „Tanz mit dem Engel“ als Ake Edwardson mit seinem jungen Kommissar Erik Winter eine ganz neue und in der Folge immer tiefgründiger werdende Ermittlerpersönlichkeit in die Krimilandschaft einführte. Ich habe die dann noch folgenden neun Bände alle gelesen und schrieb nach dem vorletzten: "Wieder [...]

-> Rezension lesen


The Look of LoveWinterbottom, Michael :
The Look of Love
„I wasn`t bloody nude. I wore a G-string“, beschwert sich eine der Tänzerinnen von Paul Raymond’s Varietéshow über die ungerechte Medienberichterstattung der englischen Zeitungen. Eigentlich habe er ja als Gedankenleser angefangen, sagt Paul Raymond in einem Interview, und er habe in den Gedanken der englischen Männer gelesen, [...]

-> Rezension lesen


 Mercedes-Benz – Classic LifeEarbooks:
Mercedes-Benz – Classic Life
„Oh lord, won’t you buy me, a Mercedes Benz“, sang einst eine amerikanische Bluessängerin und tatsächlich war es auch eine Frau, die erstmals den Benz Patent-Motorwagen fuhr, nämlich Bertha Benz, und vielleicht gerade deswegen dem Automobil so viel Aufmerksamkeit einbrachte. Der Macho-Mythos des Autos wird damit also ebenso in [...]

-> Rezension lesen


Anmelden
Benutzername

Passwort

Eingeloggt bleiben

Neu registrieren?
Passwort vergessen?

Neues aus dem Forum


Gedichte von Georg Trakl

Verweise
> Unser Buchladen
> Lyrikband seelengruende
> Neue Gedichte: fahnenrost
> Kunstportal xarto.com
> Suchmaschine z3ro.net



005 Micro Button 3  88x31 / SBS

Das Fliegende Spaghettimonster

netzbibliothek | Anti-Literatur | Buchladen | Topliste | FAQ | Impressum | Rechtliches | Partnerseiten | Seite empfehlen | Schlesien | RSS

Systementwurf und -programmierung von zerovision.de

© 2001-2017 by Arne-Wigand Baganz

v_v3.31 erstellte diese Seite in 0.013000 sek.