Biographien Rezensionen Diskutieren im versalia-Forum Das versalia.de-Rundschreiben abonnieren Service für Netzmeister Lesen im Archiv klassischer Werke Ihre kostenlose Netzbibliothek

 


Rezensionen


 
M. Night Shyamalan - Wayward Pines - Season 1
Buchinformation
Shyamalan, M. Night - Wayward Pines - Season 1 bestellen
Shyamalan, M. Night:
Wayward Pines - Season 1

Bei amazon bestellen

(Bücher frei Haus)

Mit Matt Dillon, Juliette Lewis u.v.a
Matt Dillon ist in seiner Rolle als Ethan Burke deutlich gealtert, denn eigentlich hat der Schauspieler letztes Jahr gerade erst seine ersten 50 Jahre überschritten. Als Secret-Service-Agent macht er sich auf die Suche nach zwei verschwundenen Kollegen und gerät durch einen Autounfall in das Krankenhaus einer Kleinstadt namens Wayward Pines/Idaho, wo er aus dem Koma erwacht und eine aufdringliche, überfreundliche Krankenschwester ihm nur heuchlerische Antworten auf seine vielen Fragen gibt. Als er aus dem Krankenhaus abhaut stößt er auf seine Kollegin und ehemalige Geliebte, die mit einem Handwerker verheiratet, nun ebenfalls in Wayward Pines lebt. Der andere Kollege liegt tot und verwesend in einem verfallenen Haus am Stadtrand. Als er dies dem Sheriff Pope meldet gerät er selbst in Verdacht und wird vom Sheriff mit Bestrafung bedroht. „David Pilcher is a great man. He is the saviour of all humankind.“ Aber bis Ethan Burke diese Worte verstehen kann, begegnet er zuerst noch den Abbies, einer Art Abberation von der menschlichen Rasse.

Gefängnis: Leben
„These are dangerous times, for all of us. Everything we risked our lives for, will be destroyed. We’re entering a time of war, where new rules must be applied. Security must be tightened. (…) Stay alert! Stay vigilante! Report anything suspicious.“, sagt dieser Retter der Menschheit, David Pilcher, selbst über sein Versuchslaboratorium „Wayward Pines“. Denn diese Stadt ist abgeschottet vom Rest der Welt, einerseits durch Wald und Felsen, andererseits durch einen bewachten Zaun und die Abbies. Und wo es einen Zaun gibt, da gibt es auch solche, die ihn überwinden wollen, von innen und von außen. Die Verschwörer in Wayward Pines glauben David Pilcher und seiner Oligarchie nicht, sie glauben, dass sie eingesperrt werden, um an medizinischen oder sozialen Experimenten der Regierung teilnehmen zu müssen. Ganz so wie Ethan Burke versuchen auch sie, die Stadt zu verlassen, doch ersterer wechselt bald die Fronten, da er die Kraft der Abbies bald am eigenen Leib spürt. Wayward Pines – die Serie ist ein interessanter Versuch, mittels Film festzustellen, was mit Menschen passiert, die man in einer Stadt einsperrt. Ähnliche Experimente wurden in den Staaten ja tatsächlich gemacht, man denke etwa an das Stanford Prison Experiment. Beklemmend ist jedenfalls auch die Atmosphäre, die Wayward Pines hinterläßt. Sowohl die Signation mit den Eisenbahnerfiguren und der dazugehörigen Landschaft als auch die Schilderung der Situation und der innergesellschaftlichen Prozesse sind glaubwürdig und spannend zu betrachten. Einzig der hölzern wirkende Matt Dillon als Ethan Burke schreckt etwas ab und auch so manche Dialoge – etwa beim Schlussfight zwischen Chefideologin und Aufständischen – wirkt etwas aufgesetzt.

Leben: Aufstand
Dennoch schaffen es die Macher von Wayward Pines eine authentische Atmosphäre der Beklemmung herzustellen und diese über mehrere Episoden hinweg auch zu halten. Die meditativ-beschwörende Musik und die Farbgebung der Serie erzeugen zusätzliche Impulse, das Verlangen nach einer weiteren Folge zu verstärken. Die Dreharbeiten zu Wayward Pines fanden übrigens gar nicht in Idaho, sondern in der kanadischen Provinz British Columbia statt, sollte diese Serie tatsächlich so viele Touristen anziehen wie vor ihr Twin Peaks. Der Regisseur M. Night Shyamalan wurde mit „Sixth Sense“ und „Unbreakbale“ auch international bekannt und stand schon vor seiner Fernsehserie im Verruf etwas mystisch zu sein und somit an inhaltlicher Prägnanz zu verlieren. Alles in allem aber ein gelungenes Kammerspiel über Macht und Aufstand, Glaube und Loyalität sowie ein glaubwürdiges Szenario für unser aller Zukunft.

M. Night Shyamalan
Wayward Pines
Vereinigte Staaten, Englisch/Deutsch, 2015
FX Productions, 40–42 Minuten/Episode, 10 in 1 Staffel
Genre: Krimi, Mystery, Science-Fiction
KOCH HOME ENTERTAINMENT

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2015-12-14)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



-> weitere Bücher von M. Night Shyamalan ansehen

-> Möchten Sie eine eigene Rezension veröffentlichen?

[ weitere Rezensionen : Übersicht ]

 



Aus unseren Buchrezensionen


One Plus OneGodard, Jean-Luc:
One Plus One
Das 119. Studiolied aus dem Album „Beggars Banquet“ der Rolling Stones nimmt nicht nur Bezug auf eines der Werke der russischen Literatur („Meister und Margerita“ von Bulgakow, bitte sehen Sie die Rezension dazu auf unserer Seite), sondern ist auch in die Filmkunst eingegangen. Kein Geringerer als das französische Regie enfant [...]

-> Rezension lesen


 Mordkommission BERLIN 1Kren, Marvin:
Mordkommission BERLIN 1
Eine Leiche mit abgebissenem Fuß liegt im Krokodilbecken des Berliner Tiergartens. Als sich herausstellt, dass der Tote der Staatsanwalt Barnekow ist, ist Oberkommissar Lang sofort zur Stelle. Das Mordopfer war sein bester Freund. Gemeinsam wollten sie die Berliner Unterwelt der zwanziger Jahre aufs Kreuz legen. Die pulsierende Metropole [...]

-> Rezension lesen


Das große Bilderbuch der VulkanvaginasWimmer, Stefan:
Das große Bilderbuch der Vulkanvaginas
Der „König von Mexiko“ (so ein Vorgängerroman des Autors) legt nach „120 Tag von Tulúm“ ein neues explosives Werk vor, das ebenso eruptiv wie seine beiden Vorgänger vorrangig den Umgang der beiden Geschlechter miteinander im 21. Jahrhundert behandelt. Die einzelnen Kapitel werden von weiblichen Kurzbiographien unterbrochen [...]

-> Rezension lesen


 Was sich bewährt hatFriedl, Inge:
Was sich bewährt hat
Je komplexer, schneller und krank machender unsere Gesellschaft und unser ganzer Lebensstil werden, je mehr wachsen oft unklare und naive Sehnsüchte nach einem einfachen Leben, oder mindestens einem einfacheren als dem, unter die Menschen ächzen und stöhnen. Die Österreicherin Inge Friedl hat es sich seit vielen Jahren zur Aufgabe [...]

-> Rezension lesen


Anmelden
Benutzername

Passwort

Eingeloggt bleiben

Neu registrieren?
Passwort vergessen?

Neues aus dem Forum


Gedichte von Georg Trakl

Verweise
> Unser Buchladen
> Lyrikband seelengruende
> Neue Gedichte: fahnenrost
> Kunstportal xarto.com
> Suchmaschine z3ro.net



005 Micro Button 3  88x31 / SBS

Das Fliegende Spaghettimonster

netzbibliothek | Anti-Literatur | Buchladen | Topliste | FAQ | Impressum | Rechtliches | Partnerseiten | Seite empfehlen | Schlesien | RSS

Systementwurf und -programmierung von zerovision.de

© 2001-2017 by Arne-Wigand Baganz

v_v3.31 erstellte diese Seite in 0.015281 sek.