Biographien Rezensionen Diskutieren im versalia-Forum Das versalia.de-Rundschreiben abonnieren Service für Netzmeister Lesen im Archiv klassischer Werke Ihre kostenlose Netzbibliothek

 


Rezensionen


 
Ulrich Tukur - Musik für schwache Stunden
Buchinformation
Tukur, Ulrich - Musik für schwache Stunden bestellen
Tukur, Ulrich:
Musik für schwache
Stunden

Bei amazon bestellen

(Bücher frei Haus)

”Tu dici non ho niente/Ti sembra niente il sole!/La vita/l’amore/Meraviglioso/il bene di una donna/che ama solo te/meraviglioso/La luce di un mattino/l’abbraccio di un amico/il viso di un bambino/meraviglioso/meraviglioso…”, singt Ulrich Tukur in “Meraviglioso”, einem Cover von Negramaro, auf der bereits vierten CD mit den Rhythmus Boys. Und tatsächlich treffen diese Zeilen wohl auf jeden einzelnen der drei angegrauten Herren zu: Das Meer, die Sonne, eine Frau, die nur dich liebt, das Licht am Morgen, die Umarmung eines Freundes, das Gesicht eines Kindes…ist das Leben nicht wunderbar, meraviglioso?

Matrosen, Frauen und…Schwierigkeiten!
Bereits 1995 gründete Ulrich Tukur mit Kalle Mews, Ulrich Mayer und Günter Märtens die Tanzkapelle „Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys“. Die Band interpretiert seit nunmehr mehr als 16 Jahren mit großer Leidenschaft für Entertainment und Gesang neben Eigenkompositionen vor allem Evergreens, so auch auf „Musik für schwache Stunden“, das von Sven Bünger und Rüdiger Ladwig produziert wurde und bei Trocadero/Indigo im Vertrieb ist. „Marinai, donne e guai“ ist ein weiterer italienischer Gassenhauer auf der vorliegenden CD, der von Matrosen, Frauen und Schwierigkeiten zu berichten weiß: alle Matrosen entern die Mädchen und Cabarets und das bedeutet, „marinai, donne e guai“… Die Eigenkomposition „Fun on the titanic“ geht daneben auch gar nicht unter, sondern schöpft aus dem vollen, wenn es da heißt: „This year 1912 will be quite spezial, for I rented cabins on a ship, which is new and chic and so titanic, leaving for a classy virgin trip!“

Fun on the titanic
2012 im April jährt sich der Untergang der Titanic zum 100. Mal und da stimmt man umso lieber mit den Refrain Tukurs mite in: “We`re having fun on the `titanic´, it`s after all the novelty which is exciting, for the future is all for us, don`t you agree?!” Außer dem hier zitierten sind übrigens alle Lieder Cover von Charles Trenet aus den 40ern, Peter Kreuder aus den 30ern, Harold M. Kirschstein, oder Friedrich Schröder aus den 30ern und 40ern. Mit Ausnahme der beiden italienischen Liedern und „Titanic“ stammen als alle Lieder aus den Jahren zwischen oder während des Krieges und zeigen, dass es sich auch in harten Zeiten leicht dazu swingen ließ. „Ich liebe die Eleganz, die Leichtigkeit, die Gekonntheit der Musik und den Witz der Texte von Liedern aus dieser Zeit. Die gesamte Unterhaltungsbranche hatte in den 20er und 30er Jahren ein enorm hohes Niveau.“, meint der Sänger, Entertainer und Schauspiel Ulrich Tukur über das Repertoire der Rhythmus Boys. Musik zu der sich das Tanzbein schwingen lässt, gerade in Zeiten, wo nicht nur die Titanic, sondern eine ganze Gesellschaftsordnung baden geht.

Bald auch im Tanzpalast in Ihrer Nähe
Musikalisch reicht das Repertoire ohnehin vom Mambo bis zum Foxtrott über Swing und Italopop und ob eigene Stücke, unbekannte ältere Titel oder schmissige Gassenhauer, Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys bringen mit frischen Tönen Schwung in alte Musik und lassen neue richtig gut alt tönen. „Melancholie mit Schmiss und Pep“ so lautet die Eigendefinition, und wer den allgemeinen Trend hin zu Zwanzigern und Dreißigern immer noch nicht bemerkt hat, der dürfte spätestens durch die Rhythmus Boys darauf gebracht werden. Gemeinsam mit ihrem viel beschäftigten Sänger und Schauspieler Ulrich Tukur sind sie übrigens seit November in deutschen Landen unterwegs und kommen demnächst auch in Ihren Tanzpalast. Genauere Daten lassen sich übrigens – und das seit neuestem erst - von der gleichnamigen bandeigenen Homepage runterladen. „E’ vero/credetemi è accaduto/di notte su di un ponte/guardando l’acqua scura/con la dannata voglia/di fare un tuffo giù uh…”, ob es ein Engel wird, der da landet - wie es in “meraviglioso” so schön heißt – hängt dann nur mehr von der eigenen Interpretation ab.

Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys
Musik für schwache Stunden
CD im Digipack mit 24 S. Booklet

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2011-12-28)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



-> weitere Bücher von Ulrich Tukur ansehen

-> Möchten Sie eine eigene Rezension veröffentlichen?

[ weitere Rezensionen : Übersicht ]

 



Aus unseren Buchrezensionen


Das Buch der SnobsThackeray, William:
Das Buch der Snobs
Die Etymolgie des Wortes Snob ist wohl ebenso interessant wie der Schöpfer dieses Ausdrucks, William Makepeace Thackeray, der heute bereits seinen 200. Geburtstag feiern würde. Dien einen behaupten es würde sich um eine Kontraktion aus (lat.) „sine nobilitate“ oder (frz.) „sans noblesse“ handeln, wahrscheinlicher sei aber die [...]

-> Rezension lesen


 Tarot Basics: CrowleyFiebig, Johannes:
Tarot Basics: Crowley
Das vorliegende Tarot-Set mit Basics-buch und Original-Aleister-Crowley-Karten in Standardgröße ist 2008 erstmals beim Königsfurt-Urania Verlag erschienen und liefert zu jeder der mitgelieferten 78 Tarot-Karten eine genaue Erklärung der zehn wichtigsten Symbole. Da die Karten insgesamt sehr vielschichtig und mehrdeutig sind, kann die [...]

-> Rezension lesen


Michael Köhlmeiers Märchen-DekameroneKöhlmeier, Michael:
Michael Köhlmeiers Märchen-Dekamerone
“Wo das Erzählen noch geholfen hat”, nennt der begnadete Erzähler Michael Köhlmeier seine Einleitung zur „Weltreise in hundert Geschichten”, die er hier für den Diederichs Verlag neu herausgegeben hat. Der 1912 von Eugen Diederichs zusammen mit dem Germanisten Friedrich van der Leyden und dem Märchenforscher Paul Zaunert [...]

-> Rezension lesen


 Afrikanisches FieberKapuscinski, Ryszard:
Afrikanisches Fieber
Der Pole Ryszard Kapuscinski war ein Weltbürger par excellence. Nicht einer der vielen vermeintlichen dieser Sorte, die in Bars von Fünfsterne-Hotels abhängen, sich einen Screwdriver nach dem anderen vereinnahmen und hinterher in ihrer heimischen Provinz damit prahlen, welche wilden Abenteuer sie erlebt haben. Ryszard Kapuscinski ging [...]

-> Rezension lesen


Anmelden
Benutzername

Passwort

Eingeloggt bleiben

Neu registrieren?
Passwort vergessen?

Neues aus dem Forum


Gedichte von Georg Trakl

Verweise
> Unser Buchladen
> Lyrikband seelengruende
> Neue Gedichte: fahnenrost
> Kunstportal xarto.com
> Suchmaschine z3ro.net



005 Micro Button 3  88x31 / SBS

Das Fliegende Spaghettimonster

netzbibliothek | Anti-Literatur | Buchladen | Topliste | FAQ | Impressum | Rechtliches | Partnerseiten | Seite empfehlen | Schlesien | RSS

Systementwurf und -programmierung von zerovision.de

© 2001-2017 by Arne-Wigand Baganz

v_v3.31 erstellte diese Seite in 0.026089 sek.