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Rezensionen


 
Kirsten Claudia Voigt - Joseph Beuys liest Friedrich Nietzsche
Buchinformation
Voigt, Kirsten Claudia - Joseph Beuys liest Friedrich Nietzsche bestellen
Voigt, Kirsten Claudia:
Joseph Beuys liest
Friedrich Nietzsche

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(Bücher frei Haus)

„Wir aber wollen Die werden, die wir sind, - die Neuen, die Einmaligen, die Unvergleichbaren, die Sich-Selber-Gesetz-Gebenden, die Sich-selber-Schaffenden! Und dazu müssen wir die besten Lerner und Entdecker alles Gesetzlichen und Nothwendigen in der Welt werden: wir müssen Physiker sein, um in jenem Sinne, Schöpfer sein zu können.“ Ein Zitat von Friedrich Nietzsche, das der 1921 geborene Joseph Beuys gerne übernahm, wie auch viel anderes Gedankengut des Philosophen in das des Künstlers überging. Damit beschäftigt sich diese Studie der über Joseph Beuys promovierten wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und Lehrbeauftragten am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Kirsten Claudia Voigt studierte außerdem auch Kunstgeschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft.

Nietzsche als Quelle
Der Autorin und Herausgeberin Kirsten Claudia Voigt wurde Einblick in die von Beuys mit Randbemerkungen versehenen Spätschriften Nietzsches gewährt. Aufgrund der Einsicht in diese „Annotationen“ von Beuys wurde diese Untersuchung erst ermöglicht. Besonders die Gedichte Vogel Albatros, Der Tag klingt ab, Ecce Homo, Die Sonne sinkt und Ruhm und Ewigkeit sind mit Notizen versehen und können damit gesichert als „ikonographische und philosophische Quelle für Beuys’ bildnerische Arbeit und seine eigene Entwicklung ästhetischer und erkenntnistheoretischer Konzepte betrachtet werden“, schreibt Voigt, aber höchstwahrscheinlich hat Beuys natürlich noch viel mehr Werke Nietzsches studiert, so natürlich auch den berühmten „Zarathustra“, Nietzsches bekanntestes Werk.

...für Beuys’ Kunst
Kirsten Claudia Voigt konstatiert „Kongruenzen ihrer Perspektiven“, sogar bis ins Detail der Bienen-Metaphorik, die sie anhand eines Nietzsche-Zitates nachweist, indem es auch heißt: „(...)jedenfalls giebt es Niemanden, dem wir Rechenschaft schuldeten als uns selbst: Die Menschheit kann von nun an durchaus mit sich anfangen, was sie will.“ (Zitat im Original) Volker Gerhardt schrieb 1992 „Was Philosophie heute sein kann, versteht man nicht ohne Nietzsche“ und Figal fügte 1998 hinzu: „Was Kunst heute sein kann, versteht man nicht ohne Beuys“. Auch wenn in der „Rangfolge“ der Nennungen von Beuys Karl Marx quantitativ führte, war es doch die lange Auseinandersetzung mit Nietzsche, die Beuys am meisten prägte. Kirsten Claudia Voigt geht „von der These aus, dass Nietzsches Philosophie zur Genese von Beuys’ ästhetischen, kultur- und religionskritischen, kunst- und sozialpsychologischen Überzeugungen entscheidend und nachhaltig beitrug, und spürt strukturellen und stilistischen Mustern nach, die in den Äußerungen beider konstitutiv und einander verwandt sind.“

Kirsten Claudia Voigt
Joseph Beuys liest Friedrich Nietzsche
Schirmer/Mosel. Von der Artistenmetaphysik zur Freiheitswissenschaft. 304 Seiten, 90 farbige Abbildungen. Format: 16,5 x 23,5 cm, gebunden. Deutsche Ausgabe.
ISBN: 9783829607544

[*] Diese Rezension schrieb: Jürgen Weber (2017-04-21)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



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