Biographien Rezensionen Diskutieren im versalia-Forum Das versalia.de-Rundschreiben abonnieren Service für Netzmeister Lesen im Archiv klassischer Werke Ihre kostenlose Netzbibliothek

 


Rezensionen


 
Beatrice von Weizsäcker - JesusMaria. Christentum für Frauen
Buchinformation
von Weizsäcker, Beatrice - JesusMaria. Christentum für Frauen bestellen
von Weizsäcker, Beatrice:
JesusMaria. Christentum
für Frauen

Bei amazon bestellen

(Bücher frei Haus)

Die Forschungen und die entsprechenden Bücher von katholischen und protestantischen feministischen Theologinnen der letzten Jahrzehnte haben, wenn man etwa an Dorothee Sölle und Luise Schottroff und deren Arbeiten auf den Kirchentagen denkt, eine breite Wirkung hinein in die einzelnen Gemeinden gehabt.

Dennoch fühlen sich vielleicht mehr Frauen dem Glauben und der Bibel fremd, als vor dieser Zeit, als die feministischen Theologinnen begannen, die Bibel aus der Sicht der Frauen zu lesen. Zu sehr sind es vor allem in der katholischen Kirche die Männer, die die Lehre und die Verkündigung prägen.


Beatrice von Weizsäcker, Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages hat vor zwei Jahren mit ihrem authentischen Buch „Ist da jemand? Gott und meine Zweifel“ gezeigt, wie man ohne wissenschaftliche Sprache direkt Menschen in ihren Glaubensfragen erreichen kann.

In einer Sprache, die man versteht und mit Beispielen und Fragen, die viele Menschen, die glauben, sich auch schon gestellt haben, aber ohne eine (er)lösende Antwort geblieben sind, stellt die Autorin ihren eigenen Glauben auf den Prüfstand. Sie schlägt die Bibel immer wieder auf und beschreibt, was sie dort über den Glauben findet. Braucht man ihn heute noch? Braucht man einen Gott, braucht man die Verlautbarungen der Kirchen, die dogmatischen Vorstellungen von Sünde etwa und Schuld, aber auch die Verheißungen von der Erlösung und Vergebung?

Nun hat sie ihre Suche fortgesetzt und hat als moderne, fragende und zweifelnde Frau die Bibel und die Geschichte des Christentums studiert und ihre Ergebnisse in ein Buch für Frauen gefasst. Ihre Hauptthese, die schon die feministischen Theologinnen vertreten haben, lautet: Jesus hat nicht Konfessionen gekannt, und er hat auch kein männliches Christentum vertreten. Sein Ansatz, seine Lehre von Gott war eine zutiefst menschliche. Deshalb muss es in den Kirchen immer wieder gehen um Gleichberechtigung und um Ökumene.

Denn ohne Ebenbürtigkeit kann es keine Ökumene geben. Dass sich dies ändert, hat sie dieses bemerkenswerte Buch geschrieben, das wie auch ihr erstes geeignet ist, in breite Teile eines Kirchenvolkes zu wirken, die die Hoffnung auf eine ehrliche und schriftgemäße Erneuerung der Kirche nicht aufgegeben haben, erst nicht, seit Papst Franziskus bislang „unerhörte“ Probleme anpackt.

Beatrice von Weizsäcker, JesusMaria. Christentum für Frauen, Piper 2014, ISBN 978-3-492-05644-1

[*] Diese Rezension schrieb: Winfried Stanzick (2014-10-07)

Hinweis: Diese Rezension spiegelt die Meinung ihres Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung von versalia.de übereinstimmen.



-> weitere Bücher von Beatrice von Weizsäcker ansehen

-> Möchten Sie eine eigene Rezension veröffentlichen?

[ weitere Rezensionen : Übersicht ]

 



Aus unseren Buchrezensionen


Zwei oder drei Dinge, die ich dir nicht erzählt habeOates, Joyce Carol:
Zwei oder drei Dinge, die ich dir nicht erzählt habe
Die Quaker Heights Day School ist eine angesehene Privatschule in der Nähe von New York. Marissa, einer der Hautfiguren des neuen Jugendromans von Joyce Carol Oates zählt zu den besten Schülerinnen dort. Ihre Noten sind hervorragend, die Lehrer schätzen ihre fundierten Kommentare, und so wundert sich niemand, als Marissa schon vor [...]

-> Rezension lesen


 Die Geschenke meiner MutterEnger, Cecilie:
Die Geschenke meiner Mutter
Cecilie Enger, Die Geschenke meiner Mutter, DVA 2014, ISBN 978-3-421-04652-9 In Deutschland relativ unbekannt, ist die 1963 geborene Schriftstellerin Cecilie Enger in ihrem Heimatland Norwegen nicht nur eine bekannte Journalistin bei einer der führenden norwegischen Zeitungen, sondern auch eine erfolgreiche und mit vielen Preisen [...]

-> Rezension lesen


ArztromanMagnusson, Kristof:
Arztroman
Sein Roman „Das war ich nicht“, den er 2010 im Milieu der Finanzwirtschaft ansiedelte, überzeugte damals nicht nur die Kritik, sondern eine große Zahl von Lesern. Schon damals überzeugte Kristof Magnusson, der sich auch als Übersetzer einen Namen gemacht hat durch eine genaue Recherche des Gebiets, in dem er seinen Roman [...]

-> Rezension lesen


 Warum die Sache schiefgehtDuve, Karen:
Warum die Sache schiefgeht
Nein, mir hat dieses Buch nicht gefallen. Nicht weil die Argumente falsch wären, auch nicht, weil ich seine Grundtendenz (Generationengerechtigkeit, Sorge für die Zukunft unsere Kinder und Enkel) nicht teilen würde. Es ist der selbstgerechte Ton, das Besserwisserische, das am liebsten quasi diktatorisch (ex pressis verbis wird das [...]

-> Rezension lesen


Anmelden
Benutzername

Passwort

Eingeloggt bleiben

Neu registrieren?
Passwort vergessen?

Neues aus dem Forum


Gedichte von Georg Trakl

Verweise
> Unser Buchladen
> Lyrikband seelengruende
> Neue Gedichte: fahnenrost
> Kunstportal xarto.com
> Suchmaschine z3ro.net



005 Micro Button 3  88x31 / SBS

Das Fliegende Spaghettimonster

netzbibliothek | Anti-Literatur | Buchladen | Topliste | FAQ | Impressum | Rechtliches | Partnerseiten | Seite empfehlen | Schlesien | RSS

Systementwurf und -programmierung von zerovision.de

© 2001-2017 by Arne-Wigand Baganz

v_v3.31 erstellte diese Seite in 0.014200 sek.