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Bücher > Bücher von Fred Wander



Leben wär eine prima Alternative: Tagebücher und Briefe (suhrkamp taschenbuch)

Leben wär eine prima Alternative: Tagebücher und Briefe (suhrkamp taschenbuch)

Erschienen: 2009-05-18 bei Suhrkamp Verlag
Format: Taschenbuch. ISBN: 3518460854

Viel Lebensweisheit ...
Das Buch ist eine Sammlung von Tagebuchaufzeichnungen und Briefen der Maxi Wander, das posthum nach Ihrem Tod im Herbst '77 erschienen ist. Es beginnt mit Tagebucheintragungen und Briefen zu dem Zeitpunkt, als Maxi Wander in die Berliner Charité eingeliefert wird, um sich einen Tumor aus der Brust entfernen zu lassen. In ihren Erzählungen schildert sie ihre Behandlung, ihren Weg durch verschiedene Kliniken. Sie berichtet über die Menschen die ihren Weg kreuzten und über die ihr beistehenden Verwandten und Freunde. Ein fesselndes Buch einer sehr offenen und mittelungsbedürftigen Frau mit großen Erwartungen und Gefühlen. Ihre ehrlichen und authentischen Dokumentationen zeigen auf, wie schwierig es sein kann, die eigenen Vorstellungen vom Leben mit dem Alltag zu verbinden. Ihre Erkenntnisse über den Sinn des Lebens, Äußerungen über das Glück, aber auch Trauer und Ratlosigkeit vermittelten mir eine große Nähe zu deren Urheberin.


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Der siebente Brunnen. Roman

Der siebente Brunnen. Roman

Erschienen: 2001-01-31 bei Wallstein Verlag
Format: Gebundene Ausgabe. ISBN: 389244837X

An jedem Menschen hängt eine ganze Geschichte
Fred Wander Der siebente Brunnen

Über Millionen Tote kann man nichts sagen, aber über drei oder vier kann man eine Geschichte erzählen.
Das ist das Motto dieses Romans, der nicht so sehr ein Roman ist, sondern vielmehr eine episodenhafte Anreihung von Erzählungen, die locker miteinander verknüpft sind.
Der Ich-Erzähler spielt im Grunde gar nicht mit, er übernimmt nur die Rolle einer Kamera, die ihren Blick auf einzelne Gesichter, Menschen und deren Geschichte lenkt.
Hinter jedem Toten steckt eine ganze Geschichte, und die erzählt uns Fred Wander.
Alle Gestorbenen bekommen ein Denkmal in Form einer Erzählung.
Nicht so sehr das Schreckliche steht im Vordergrund, sondern das Staunen über das Leben an sich, und die vielfältigen Formen, die es annehmen kann.
Den Titel dieses Buches, der als Überschrift einer Geschichte in dieser Sammlung durchaus Sinn macht, finde ich jedoch als Buchtitel unpassend und nichtssagend.
Viel besser als Titel hätte zum Beispiel "Gesichter" gepaßt.
Fred Wander erzählt poetisch, manchmal sprunghaft. So lange man noch eine Geschichte erzählen kann, lebt man noch.
Manchmal wird der Versuch unternommen, den Menschen zu erklären, herauszufinden, warum der Mensch ist wie er ist, doch dieser Versuch wird gleich wieder gebrochen.
Die Täter bleiben Stiefelträger oder Gestiefelte. Ihnen ein Gesicht, geschweige denn eine Geschichte zu geben, lohnt nicht.
Sie wanken als bloße Randfiguren durch die Handlung. Unwichtige Staffage in einer komplizierten Choreographie.
Wie Fred Wander einmal seiner Frau Maxi schrieb, ist dieses Buch nicht für jeden. Einigen erschließt es sich, andere bleiben verständnislos davor stehen.
Der Versuch, den Schlüssel zu diesem schönen und traurigen Buch zu finden, lohnt aber auf jeden Fall.
Das Nachwort ist von Ruth Klüger, deren Buch Weiter leben ebenfalls sehr empfehlenswert ist.


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Ein Leben ist nicht genug: Tagebuchaufzeichnungen und Briefe (suhrkamp taschenbuch)

Ein Leben ist nicht genug: Tagebuchaufzeichnungen und Briefe (suhrkamp taschenbuch)

Erschienen: 2007-10-29 bei Suhrkamp Verlag
Format: Taschenbuch. ISBN: 3518459635

Maxie Wander
Maxie Wander war eine Wienerin, die nach ihrer Heirat mit dem Schriftsteller Fred Wander in Ost-Berlin lebte und arbeitete.
Sie gab ein Buch über Frauen in der DDR heraus ("Guten Morgen, du Schöne"), dessen großen Erfolg sie leider nicht mehr miterleben konnte. Sie starb 1976 an Krebs.
Diese Tagebuchaufzeichnungen und Briefe sind aus früheren Jahren, die nicht so bewegend sind, wie die des Bandes "Das Leben, dieser Augenblick". Aber sie geben einen Einblick in Maxie Wanders Leben, ihre Gedanken, ihre Gefühle. Sie beschreibt Reisen nach Paris, die Arbeit an einem Fotoband über die Stadt der Liebe und die Erschwernisse, die es für solche Vorhaben in der DDR gab.


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Das gute Leben: oder Von der Fröhlichkeit im Schrecken Erinnerungen

Das gute Leben: oder Von der Fröhlichkeit im Schrecken Erinnerungen

Erschienen: 2009-04-01 bei Deutscher Taschenbuch Verlag
Format: Taschenbuch. ISBN: 3423137495

Ein leises, großartiges Buch über das Leben
Es ist nicht das Buch eines Mannes, der die Schrecken des Konzentrationslagers beschreibt. Vielmehr bildet dieses dunkle Kapitel in Fred Wanders Jugend den Auftakt eines vielschichtigen und mit so viel Feingefühl präzise beobachteten Lebens. Dabei steht nicht der sentimental verklärte Rückblick im Geschehen, sondern die leise gefühlvolle Darstellung. Besondere Stellung nimmt die gemeinsame Zeit mit seiner Frau Maxie ein, eine wunderbare Darstellung einer real existierenden Beziehung mit Charme, Witz, Nüchternheit und nie hervorgehobener, aber beim Lesen immer spürbaren Liebe der Beiden.
Es ist das vorgetragene Leben inmitten der politischen Neuorientierung des Nachkriegseuropas, das vom Wagnis und Zögern Fred (und Maxie) Wanders geprägt wird und rührend so ein Schicksal in die Hände des Lesers legt.

Ich wünschte, dieses Buch hätte 1000 Seiten. Es projiziert vieles auf das eigene Leben, lässt viele Parallelen darin erkennen und ist definitiv nichts für Schnellleser. Man sollte sich während des Lesens viel Zeit zum Nachdenken gönnen. Es lohnt sich.


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Hotel Baalbek

Hotel Baalbek

Erschienen: 1994 bei Fischer (Tb.), Frankfurt
Format: Taschenbuch. ISBN: 3596119723

"Denn nur im zweifachen Erinnern, vorwärts und rückwärts, sind die Ereignisse zu erkennen"
Fred Wander, der bis 1947 seinen jüdischen Namen Fritz Rosenblatt trug, ist ein Schriftsteller, dessen Werk erst spät die ihm gebührende Aufmerksamkeit erhalten hat. Sein Buch "Der siebente Brunnen" , 1971 zum ersten mal veröffentlicht , wurde 2005 nach einer entsprechenden publikumswirksamen Empfehlung, zu einem heimlichen Bestseller und hat sicher vielen jüngeren Leserinnen und Leser einen Einblick in die Geschichte jene Menschen jüdischer Herkunft gebracht, die den Holocaust und den Schrecken der Vernichtungslager überlebt haben. In einer Zeit, in der die Namen und die Bücher von Jean Amery, Primo Levi und anderen leider schon wieder fast vergessen ( sie haben die Auseinandersetzung meiner Generation mit dem Holocaust stark geprägt), ist es gut, das Wanders Buch Jahrzehnte nach seiner Erstveröffentlichung in Deutschland wieder neu rezipiert wird.

Leider ist seinem 1991 zum ersten Mal erschienenen Roman "Hotel Baalbek" den der Wallstein Verlag dieses Jahr nach dem großen Erfolg von "Der siebente Brunnen" neu aufgelegt hat, kein solcher Erfolg beschieden. Die Rezeption ist schwach, was das Buch nicht verdient hat.

Fred Wander erzählt, von eigenen Erfahrungen in der Emigration beeinflusst, die Geschichte von Flüchtlingen in Marseille. Sie leben im "Hotel Baalbek", wo sich quasi täglich die Nachrichten und Gerüchte überschlagen über den Vormarsch der deutschen Truppen in Frankreich. Erste Botschaften von den Vernichtungslagern im Osten finden unter den mehrheitlich intellektuellen Bewohnern des schlichten Emigrantenhotels kaum Gehör; zu unglaublich erscheint ihnen eine solche Unmenschlichkeit.

Der Ich-Erzähler des Buches berichtet aus der Perspektive des Überlebenden mit den Erfahrungen eines Menschen, der gesehen hat, was Menschenaugen niemals sehen durften". Fred Wander gelingt es in diesem wirklichen Kunstwerk von Buch mehrere Erzählebenen zu verknüpfen und experimentiert mit ihnen.

" Denn nur im zweifachen Erinnern, vorwärts und rückwarts gewandt, sind die Ereignisse zu erkennen. Wir leben nicht in der Gegenwart, leben in einem Nebel aus geronnener Zeit, gefrorenem Blut."

Bücher wie die von Fred Wander sind Vermächtnisse von Menschen, die erlebt, erlitten und bezeugt haben, zu welchen Taten Menschen fähig waren. Sie sind Zeugnisse, wie deren Opfer überlebt haben, an der Hoffnung, der humanitas festhielten, durch manche politischen und menschlichen Irrungen und Wirrungen hindurch. Sie sind bleibende Belege dafür, dass das Diktum von Theodor W. Adorno, nach Auschwitz können man keine Gedichte mehr schreiben, ein totaler und auch überheblicher Irrtum war.



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Hôtel Baalbek: Roman

Hôtel Baalbek: Roman

Erschienen: 2010-07-01 bei Deutscher Taschenbuch Verlag
Format: Taschenbuch. ISBN: 3423138998



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Doppeltes Antlitz

Doppeltes Antlitz

Erschienen: 1966 bei Verl. Volk u. Welt
Format: Gebundene Ausgabe. ISBN:



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Das gute Leben oder Von der Fröhlichkeit im Schrecken. Erinnerungen

Das gute Leben oder Von der Fröhlichkeit im Schrecken. Erinnerungen

Erschienen: 2002-02-28 bei Wallstein Verlag
Format: Gebundene Ausgabe. ISBN: 3892448558

Ein leises, großartiges Buch über das Leben
Es ist nicht das Buch eines Mannes, der die Schrecken des Konzentrationslagers beschreibt. Vielmehr bildet dieses dunkle Kapitel in Fred Wanders Jugend den Auftakt eines vielschichtigen und mit so viel Feingefühl präzise beobachteten Lebens. Dabei steht nicht der sentimental verklärte Rückblick im Geschehen, sondern die leise gefühlvolle Darstellung. Besondere Stellung nimmt die gemeinsame Zeit mit seiner Frau Maxie ein, eine wunderbare Darstellung einer real existierenden Beziehung mit Charme, Witz, Nüchternheit und nie hervorgehobener, aber beim Lesen immer spürbaren Liebe der Beiden.
Es ist das vorgetragene Leben inmitten der politischen Neuorientierung des Nachkriegseuropas, das vom Wagnis und Zögern Fred (und Maxie) Wanders geprägt wird und rührend so ein Schicksal in die Hände des Lesers legt.

Ich wünschte, dieses Buch hätte 1000 Seiten. Es projiziert vieles auf das eigene Leben, lässt viele Parallelen darin erkennen und ist definitiv nichts für Schnellleser. Man sollte sich während des Lesens viel Zeit zum Nachdenken gönnen. Es lohnt sich.


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Der siebente Brunnen: Roman

Der siebente Brunnen: Roman

Erschienen: 2006-09-01 bei Deutscher Taschenbuch Verlag
Format: Taschenbuch. ISBN: 3423134887

An jedem Menschen hängt eine ganze Geschichte
Fred Wander Der siebente Brunnen

Über Millionen Tote kann man nichts sagen, aber über drei oder vier kann man eine Geschichte erzählen.
Das ist das Motto dieses Romans, der nicht so sehr ein Roman ist, sondern vielmehr eine episodenhafte Anreihung von Erzählungen, die locker miteinander verknüpft sind.
Der Ich-Erzähler spielt im Grunde gar nicht mit, er übernimmt nur die Rolle einer Kamera, die ihren Blick auf einzelne Gesichter, Menschen und deren Geschichte lenkt.
Hinter jedem Toten steckt eine ganze Geschichte, und die erzählt uns Fred Wander.
Alle Gestorbenen bekommen ein Denkmal in Form einer Erzählung.
Nicht so sehr das Schreckliche steht im Vordergrund, sondern das Staunen über das Leben an sich, und die vielfältigen Formen, die es annehmen kann.
Den Titel dieses Buches, der als Überschrift einer Geschichte in dieser Sammlung durchaus Sinn macht, finde ich jedoch als Buchtitel unpassend und nichtssagend.
Viel besser als Titel hätte zum Beispiel "Gesichter" gepaßt.
Fred Wander erzählt poetisch, manchmal sprunghaft. So lange man noch eine Geschichte erzählen kann, lebt man noch.
Manchmal wird der Versuch unternommen, den Menschen zu erklären, herauszufinden, warum der Mensch ist wie er ist, doch dieser Versuch wird gleich wieder gebrochen.
Die Täter bleiben Stiefelträger oder Gestiefelte. Ihnen ein Gesicht, geschweige denn eine Geschichte zu geben, lohnt nicht.
Sie wanken als bloße Randfiguren durch die Handlung. Unwichtige Staffage in einer komplizierten Choreographie.
Wie Fred Wander einmal seiner Frau Maxi schrieb, ist dieses Buch nicht für jeden. Einigen erschließt es sich, andere bleiben verständnislos davor stehen.
Der Versuch, den Schlüssel zu diesem schönen und traurigen Buch zu finden, lohnt aber auf jeden Fall.
Das Nachwort ist von Ruth Klüger, deren Buch Weiter leben ebenfalls sehr empfehlenswert ist.


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Nicole

Nicole

Erschienen: 1971 bei Verl. Neues Leben
Format: Pappbilderbuch. ISBN:



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