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Archiv klassischer Werke


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Michel nach dem März Heinrich Heine
Solang ich den deutschen Michel gekannt,
War er ein Bärenhäuter;
Ich dachte im März, er hat sich ermannt
Und handelt fürder gescheuter.
Wie stolz erhob er das blonde Haupt
Vor seinen Landesvätern!
Wie sprach er - was doch unerlaubt -
Von hohen Landesverrätern.
Das klang so süß zu meinem Ohr
Wie märchenhafte Sagen,
Ich fühlte, wie ein junger Tor,
Das Herz mir wieder schlagen.
Doch als die schwarzrotgoldne Fahn',
Der altgermanische Plunder,
Aufs neu' erschien, da schwand mein Wahn
Und die süßen Märchenwunder.
Ich kannte die Farben in diesem Panier
Und ihre Vorbedeutung:
Von deutscher Freiheit brachten sie mir
Die schlimmste Hiobszeitung.
Schon sah ich den Arndt, den Vater Jahn -
Die Helden aus andern Zeiten
Aus ihren Gräbern wieder nahn
Und für den Kaiser streiten.
Die Burschenschaftler allesamt
Aus meinen Jünglingsjahren,
Die für den Kaiser sich entflammt,
Wenn sie betrunken waren.
Ich sah das sündenergraute Geschlecht
Der Diplomaten und Pfaffen,
Die alten Knappen vom römischen Recht,
Am Einheitstempel schaffen -
Derweil der Michel geduldig und gut
Begann zu schlafen und schnarchen,
Und wieder erwachte unter der Hut
Von vierunddreißig Monarchen.
versalia.de empfiehlt folgendes Buch: Heine, Heinrich - Deutschland. Ein Wintermärchen.
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Aus unseren Buchrezensionen


Ute Bauer: Die Wiener Flaktürme im Spiegel österreichischer Erinnerungskultur Ute Bauer
Die Wiener Flaktürme im Spiegel österreichischer
Erinnerungskultur
2003
Phoibos Verlag
115 Seiten
ISBN: 3-90123242-7
29.-
Von Jürgen Weber
„Niemals wurden in der deutschen Geschichte größere und
edlere Bauwerke geplant, begonnen und ausgeführt als in
unserer Zeit (...). Deshalb sollen diese Bauwerke nicht
gedacht …[...]
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| Malorny, Hartmuth: Noch ein Bier, Harry? Kumpel Malorny, lass jucken !
Heute möchte ich mal auf eine echte Entdeckung am
Literaturhimmel hinweisen. Es geht um Hartmuth Malorny, der
mit "Noch ein Bier, Harry?" einen ganz tollen
Roman vorgelegt hat, welcher im Dortmunder http://www.neon-verlag.de erschienen ist. Der Protagonist Harry dümpelt mit einer
extrem-lässigen …[...]
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Chlada, Marvin: Der Wille zur Utopie DAS ANDERE WOLLEN
Marvin Chlada, Der Wille zur Utopie
(Alibri Verlag, Aschaffenburg 2004) 253 S., € 16.-
Alles was utopisch war & ist in Phantasie & Realität bzw. in
quasi-spielerischer & quasi-seriöser Denk-/Wunsch-/Machart,
wird in diesem Buch vorgestellt. Der Autor (Jg. 1970) ist
Exper-te in Pop & Postmoderne - er beschäftigt …[...]
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| Schreiber, Karl-Heinz: Alyce oder das zaghaft Unheimliche Karl-Heinz Schreiber ist der Autor des 184 Seiten
umfassenden Bandes in
"lyryscher Prossa", der im Wiesenburg Verlag
erschienen ist. Vorweg sei
bemerkt, dass der Autor es sich vorgenommen hat, "sich
von allzu rigorosen
Sprachregelungen frei zu halten" und mit den Lesern
"das assoziative Lesen
zu …[...]
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