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Archiv klassischer Werke


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Der Gott der Stadt Georg Heym
Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.
Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.
Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit
Die letzten Häuser in das Land verirrn.
Vom Abend glänzt der rote Bauch dem Baal,
Die großen Städte knieen um ihn her.
Der Kirchenglocken ungeheure Zahl
Wogt auf zu ihm aus schwarzer Türme Meer.
Wie Korybanten-Tanz dröhnt die Musik
Der Millionen durch die Straßen laut.
Der Schlote Rauch, die Wolken der Fabrik
Ziehn auf zu ihm, wie Duft von Weihrauch blaut.
Das Wetter schwelt in seinen Augenbrauen.
Der dunkle Abend wird in Nacht betäubt.
Die Stürme flattern, die wie Geier schauen
Von seinem Haupthaar, das im Zorne sträubt.
Er streckt ins Dunkel seine Fleischerfaust.
Er schüttelt sie. Ein Meer von Feuer jagt
Durch eine Straße. Und der Glutqualm braust
Und frißt sie auf, bis spät der Morgen tagt.
versalia.de empfiehlt folgendes Buch: Heym, Georg - Gedichte.
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Aus unseren Buchrezensionen


Wolf, Christa: Was bleibt In ihrer im Jahre 1990 veröffentlichten Erzählung "Was
bleibt" schildert die einstige DDR-Schriftstellerin von
internationalem Ruf, Christa Wolf (75), auf knapp 100
Seiten, wie sie in einem März Ende der 70er Jahre über
Wochen von der Staatssicherheit überwacht worden ist und vor
allem, welche Folgen dies auf ihre Psyche hatte. …[...]
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| Cioran: Vom Nachteil, geboren zu sein E.M. Cioran wurde 1911 in Siebenbürgen als Sohn eines
griechisch-orthodoxen Priesters geboren und studierte
Philosophie an der Universität von Bukarest.
Wie der Titel seines Buches bereits sagt, handelt es vom
Nachteil, geboren zu sein, also von einer Kritik an der
Geburt, die der Autor in kurzen, präzisen Sätzen, die als
Aphorismen, …[...]
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Wolf, Christa: Der geteilte Himmel "Der geteilte Himmel" ist bereits 1963 in der DDR
erschienen und wurde ein Jahr später auch in der BRD
verlegt. Diese Erzählung darf zu den ersten gerechnet
werden, die sich thematisch mit den Folgen des Mauerbaus
auseinandersetzten.
Heldin der Erzählung ist die 20-jährige Rita Seidel, die im
Jahr 1961 nach einem …[...]
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| Bernhard, Thomas: Holzfällen Holzfällen ist die Geschichte eines künstlerischen Abendessens in Wien, das von einem älteren Künstlerehepaar zu Ehren
eines Burgschauspielers veranstaltet wird. Erzählt wird
dieses Abendessen von einem literarischen Ich, das die
meiste Zeit in einem Ohrensessel aus den fünfziger Jahren
sitzt und als dessen kritischer Beobachter, der …[...]
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