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Archiv klassischer Werke


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Der Hunger Georg Heym
Er fuhr in einen Hund, dem groß er sperrt
Das rote Maul. Die blaue Zunge wirft
Sich lang heraus. Er wälzt im Staub. Er schlürft
Verwelktes Gras, das er dem Sand entzerrt.
Sein leerer Schlund ist wie ein großes Tor,
Drin Feuer sickert, langsam, tropfenweise
Das ihm den Bauch verbrennt. Dann wäscht mit Eis
Ihm eine Hand das heiße Speiserohr.
Er wankt durch Dampf. Die Sonne ist ein Fleck,
Ein rotes Ofentor. Ein grüner Halbmond führt
Vor seinen Augen Tänze. Er ist weg.
Ein schwarzes Loch gähnt, draus die Kälte stiert.
Er fällt hinab, und fühlt noch, wie der Schreck
Mit Eisenfäusten seine Gurgel schnürt.
versalia.de empfiehlt folgendes Buch: Heym, Georg - Gedichte.
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Aus unseren Buchrezensionen


Pavese, Cesare: Gespräche mit Leuko Mythen, so verrät es uns Pavese in seinen "Gespräche
mit Leuko" einleitenden Sätzen, sind Sammelbecken von
Sinnbildern. Greift man auf deren Inventar zurück, so wird
es möglich, in einem halben Satz "einen ganzen Organismus der Leidenschaft, des
menschlichen Seins, einen ganzen Gedankenkomplex" zu nähren und zu …[...]
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| Ostrowski, Nikolai: Wie der Stahl gehärtet wurde Nikolai Ostrowski (1904-1936) war ein früher Sympathisant
der Russischen Revolution und trat bereits im Jahre 1919 dem
Komsomol, der kommunistischen Jugendorganisation, bei. Auf
der Seite der Roten Armee kämpfend, wurde er 1920 schwer
verwundet. In den darauffolgenden Jahren verschlechterte
sich sein Gesundheitszustand stetig, so dass er …[...]
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Cioran: Gevierteilt Wohin bewegt sich der Mensch? Strebt er einem
bibel-ähnlichen Paradies entgegen, dem er dem christlichen
Mythos nach einst entsprungen sein soll, wo er sich aber zu
Tode gelangweilt und deswegen "eine wirkliche Sehnsucht nach der Hölle" (S.62) entwickelt hat? In "Gevierteilt" geht
Cioran dieser Frage nach und …[...]
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| Loest, Erich: Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene Die Finesse des Überlebens
Die Historizität von Literatur und ihre Deutung können
reichhaltige Erkenntnisse erschließen. In einem Jahr, in dem
sich das Ende der DDR zum zwanzigsten Male jährt ist es
daher nahe liegend, sich das Kompendium der DDR-Literatur
noch einmal anzuschauen, um zu sichten, was es wert ist,
noch einmal gelesen zu …[...]
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