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Archiv klassischer Werke


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Nachtgesang Georg Heym
Mit spitzem Dolche in dem Bratenrocke
Die Mörder humpeln jetzt auf ihren Zehen.
In allen Winkeln sitzen sie und stehen,
Und ihre Augen werfen böse Blocke.
Von Lichtern scheint es hell im Freudenhause,
Gewaltig tönt und singet das Clavier.
Auf einem Sofa sitzt der Cavalier,
Und öffnet einem Mädchen wild die Blause.
Doch eine Frau stürzt traurig zur Rotunde.
Dort wird ein kleines Kind zur Welt gebracht,
Das stürzt von selber in den Lokusschacht.
Das ist der Lauf der Welt und keine Sunde.
Ein schönes Haus verbrennt mit Flammen hoch.
Und furchtbar tobt die große Feuerwehr.
Das Publicum, es steht und freut sich sehr.
Und jemand lacht sich einen Leistenbroch.
Ein Offizier wird plötzlich lebensmüd.
Er hängt sich auf mit seinem Lockenband.
Im kalten Tode spreizet seine Hand,
Die nimmermehr den schönen Säbel züht.
Der kahle Mond kommt aus dem Nebel feucht,
Und seine großen Backen hängen weich.
Die Fische aber steigen auf im Teich
Und blinzeln mit den Augen trüb gebläucht.
versalia.de empfiehlt folgendes Buch: Heym, Georg - Gedichte.
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Aus unseren Buchrezensionen


Klonovsky, Michael: Vom Schmerz der Schönheit. Giacomo Puccini (*1858 Lucca +1924 Brüssel) von Zweifeln
reinwaschen zu wollen scheint dem Laien ein müßiges
Unterfangen, gilt er doch gerade spätestens seit seinem
Jubiläumsjahr, 2008, als Operngenie. Doch Klonovskys
polemische Druckschrift wendet sich ja auch gar nicht an den
Anfänger, vielmehr haben wir es hier mit …[...]
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| Gorki, Maxim: Unter fremden Menschen "Unter fremden Menschen" (1916) ist der zweite
Teil von Maxim Gorkis autobiographischer Romantrilogie. Sie
schildert die Zeit von seinem 10. bis zum 15. Lebensjahr.
Gorki lebt als Waise wieder bei seinen Großeltern. Der
Großvater ist vom Geiz zerfressen, an der Großmutter nagt
der religiöse Schwachsinn - Gorki findet seine Ruhe …[...]
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Leopardi, Giacomo: Canti / Gesänge Wen der Pfeil des Schönen je getroffen ... - das wäre ein passender Einleitungssatz, wenn man vorhätte,
die Canti/Gesänge des Giacomo Leopardi (1798-1837) zu
besprechen und sogleich in die rechte Richtung zu weisen.
Oder man fängt mit einem anderen Platen-Zitat an "Der Pfeil der Liebe bohrt sich ein mit Gift!". Man kann es aber …[...]
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| Roubaud, Jacques: Der verlorene letzte Ball „Die edelsten Taten haben oft unvorhergesehene Folgen“,
schimpft John den kleinen, vierjährigen Laurent, aber
dieser ergriff keine Partei: Er mochte die Meisen, aber er
mochte auch die Katzen. Doch die räuberischen Absichten der
Katzen hatten wenigstens einen guten Grund: sie hatten
Hunger, ihr Instinkt verlangte es, zum Spieltrieb wurde …[...]
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