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Archiv klassischer Werke


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Romanze zur Nacht Georg Trakl
Einsamer unterm Stenenzelt
Geht durch die Mitternacht.
Der Knab aus Träumen wirr erwacht,
Sein Antlitz grau im Mond verfällt.
Die Närrin weint mit offnem Haar
Am Fenster, das vergittert starrt.
Im Teich vorbei auf süßer Fahrt
Ziehn Liebende sehr wunderbar.
Der Mörder lächelt bleich im Wein,
Die Kranken Todesgrausen packt.
Die Nonne betet wund und nackt
Vor des Heilands Kreuzespein.
Die Mutter leis' im Schlafe singt.
Sehr friedlich schaut zur Nacht das Kind
Mit Augen, die ganz wahrhaft sind.
Im Hurenhaus Gelächter klingt.
Beim Talglicht drunt' im Kellerloch
Der Tote malt mit weißer Hand
Ein grinsend Schweigen an die Wand.
Der Schläfer flüstert immer noch.
versalia.de empfiehlt folgendes Buch: Trakl, Georg - Das dichterische Werk.
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Aus unseren Buchrezensionen


Pfoertner, André: Cogitative Erotik Gereimte Liebeslyrik
Wer in der zeitgenössischen Lyrik bisher vergeblich
romantische und gereimte Werke gesucht hat, hält hier das
richtige Büchlein in den Händen. Der Autor lotet in diesem
Werk spielerisch den Reichtum und die Möglichkeiten der
deutschen Sprache aus.
Die Hauptthemen sind Schönheit, Erotik und Liebe.
Die Gedichte …[...]
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| Mulisch, Harry: Siegfried Angekündigte oder tatsächliche Skandalbücher aus der
sicheren Distanz der Taschenbuchausgabe zu lesen hat schon
Einiges für sich. Ein Panoramablick im vorgegebenen Rahmen
ist möglich. Man/frau braucht nicht mehr in der Pause der
aus der Hüfte schießenden Kritiker/innen zu fallen. Auch
wenn diese Schnellschüsse unterschiedlicher nicht …[...]
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Bedor, Christian: Beichtgang Distanzierte Sensibilität würde ich die Haltung nennen, in
der Christian Bedor sich seinem Protagonisten Thomas Lehr
nähert.
Eine deutlich männliche Art der Annäherung, die Emotionen
eliminiert und stattdessen Äußeres, Umstände und
Notwendigkeiten fokussiert.
Die emotionale Verletzung des kleinen Thomas, dessen Leben
von der Geburt …[...]
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| Spicker, Thorsteiin: Ein leiser Traum Ich habe Mühe, eine Rezension zu schreiben. Nicht, weil das
Büchlein schlecht wäre, nein, im Gegenteil, weil es mich zu
persönlich anspricht. Kann das sein? Ja, wenn es so sehr
berührt, dass vieles gleich empfunden wird, kann das sein.
Dann kommt es mir selber so nahe, dass ich den nötigen
Abstand für eine Beurteilung nicht herstellen …[...]
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