hibou
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 25 Forenbeiträge seit dem 15.01.2005

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| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 02.03.2005 um 00:09 Uhr |
WER?
WANN?
Seine spielerisch Haltung gegenüber dem Leben, die Unzahl
von Professionen, in denen er auftritt – vom Geiger bis zum
Börsenmakler – und sein ständiger Ortswechsel heben ihn klar
vom bürgerlichen Menschen ab. In seien Leben geht es ihm
weniger um das „Was“ als das „Wie“ Erleben als
Lebensaufgabe!
In den Metropolen haben wir es häufig mit hochmobilen,
flexiblen, urbanen und lebenserfahrenen Dilettanten zu tun,
deren Selbstbewußtsein nicht mehr darin besteht, einen
einzigen Beruf auszufüllen, sondern jeder Aufgabe gewachsen
zu sein. Sie fühlen sich wie er „zu allem fähig“.
...ihn zieht an den Frauen das besondere an..
Die Faszination, die er ausübt beruht wohl weniger auf
seinen körperlichen Vorzügen und seinem prächtigen Auftreten
als auf einer über seine Zeit weit hinausgehenden
avantgardistischen Haltung gegenüber dem anderen Geschlecht:
er behandelt die Frauen nicht als inferior. Er diskutiert
mit seinen Geliebten, die er sich oft zu wirklichen Freunden
macht, über Gott und die Welt und bereitet ihnen vergnügen,
das zur Bedingung seines eigenen Genusses wird. „Ich will
geliebt werden, das ist meine fixe Idee“
Er wird von widersprüchlichen Motivationen getrieben: einer
radikalen Freiheitsliebe zum einen, dem Wunsch nach
gesellschaftliche Anerkennung zum anderen. Er will
dazugehören, ohne sich zu binden, beliebt sein und
unabhängig zugleich.
Die Freiheitsliebe, die stärkere Seite seiner Motivation,
zeigt sich.....an den Reisen, an den vielen im letzten
Augenblick ausgeschlagenen günstigen Heiraten, an den
freimütigen Reden, die ihm Kerker einbringen, an der Lust,
sich willentlich dem Zufall zu überlassen und schließlich an
dem antiautoritären Bedürfnis, jedes Verbot zu übertreten.
Er ist ein entfaltetes Individuum, und das zu einer Zeit, da
Individualität eine bloße Idee ist.
Stierkampf, Jagd, Schlachtgetümmel, all diese männlichen
Freuden, sind ihm zuwider. Das Gros der Abenteurer überragt
er durch seine umfassende Bildung, seine Belesenheit, seinen
sprühenden Geist und darin, daß er weder kriminell noch
gewalttätig ist.
Als selbstbewußter Einzelgänger ist er nur vorübergehend
teamfähig und ohne Führungsinteresse, denn aus Führung,
Herrschaft und Unterdrückung bezieht er keine Lust. Sie
würden ihn ja die Unabhängigkeit und Freiheit kosten, die er
über alles stellt.
„Ich war vollkommen mein eigener Herr“, schreibt er stolz in
einer Zeit, da der Chevalier de Rohan den berühmtesten aller
Literaten, Voltaire, der ihn wegen einer Beleidigung
gefordert hatte, von seinen Domestiken verprügeln ließ.
Wer war dieser recht moderne Typ ? *g* *c*
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