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Literaturforum: Zur Kultur


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 Thema: Zur Kultur
LX.C
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10. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.11.2005 um 16:12 Uhr

Jetzt sei doch nich so streng mit mir, Arne, ich hab momentan Konzentrationsschwächen =P


.
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Jasmin
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11. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.11.2005 um 16:20 Uhr

Ich hab das gar nicht als streng empfunden, sondern eher als dezenten Verbesserungsvorschlag.

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Kenon
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12. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.11.2005 um 16:30 Uhr

Ich hätte es vielleicht besser in einer Privatnachricht anmerken sollen. Schade ist auf jeden Fall, dass das Ursprungsthema ruiniert ist. Vielleicht können wir noch einmal darauf zurückkommen?

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Jasmin
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13. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.11.2005 um 16:40 Uhr

Stimmt.

Ich hatte ja gefragt, ob man die im Eingangsbeitrag beschriebenen Symptome auch auf dieses Forum anwenden kann. Mein Verdacht war, dass es [auch] um das Forum geht und dann hätte man von diesem konkreten Beispiel ausgehend das Thema besprechen können.

Was ich auf jeden Fall anmerken möchte, [ich glaube, das hat bereits schon jemand getan, aber ich finde es wichtig, darauf einzugehen] - Kultur ist nicht gleich Kunst. Im Griechischen wird es auch mit Zivilisation konnotiert, Kultur ist also mehr als Kunst.

Im Übrigen gibt es mehr Menschen, die etwas über die Kunst oder ein Kunstwerk sagen können oder wollen, als Menschen, die in der Lage sind, ein Kunstwerk herzustellen.

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LX.C
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14. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.11.2005 um 16:44 Uhr

[Quote]Ich hab das gar nicht als streng empfunden[/Quote]
Ach was, ich doch auch nicht, deswegen die Zunge (=P) War halt n typischer "Arne" ;-)
Und nu zurück zum Thema bitte.
Die Anfangsthese lautete:
[Quote]Kunst zeichnet sich dadurch aus, dass mehr über als durch die Kunst gesagt wird, dass die Stimmen der Kritiker und Kunstkenner die der Künstler laut übertönen.[/Quote]


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LX.C
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15. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.11.2005 um 17:01 Uhr

Diese Nachricht wurde von LX.C um 17:03:33 am 12.11.2005 editiert

Die Kunst steht für sich, steht am Anfang. Geht man davon aus, dass auch ein Kritiker nur eine Stimme wie jeder andere Betrachter eine Meinung hat, dann sind dessen Worte nicht gewichtiger als die eines jeden anderen Betrachters. Da die Stimme des Künstlers sein Kunstwerk ist und Kunst meist jegliche Interpretationen offen lässt oder offen lassen will, spricht die Kunst selbst erst durch jede Betrachterstimme. Es könnte also sogar ein Ziel der Kunst sein, Stimmen zu bilden, um in der Masse der Stimmen aufzugehen. Nun hat der Kritiker die Möglichkeit seine Stimme publik zu machen, was den Anschein erweckt, seine Stimme könnte gewichtiger sein. Ich behaupte mal ganz einfach, sie ist nicht gewichtiger, sonder motiviert höchstens dazu, sich das Kunstwerk selber anzusehen und sich eine eigene Meinung zu bilden, und somit wieder eine neue Stimme, in der das Kunstwerk seine Wirkung entfaltet.


.
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Kenon
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16. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.11.2005 um 17:12 Uhr

Zitat:

Die Kunst steht für sich, steht am Anfang.

Stellen wir uns einen Menschen vor, der isoliert in einem riesigen Kunstmuseum aufgewachsen ist, dieses nie verlassen hat und auch nie direkten Kontakt mit anderen Menschen hatte. Was sieht er in den Kunstgegenständen, die ihm überall begegnen? Wird er diese Gegenstände nicht so betrachten wie wir einen Baum, einen Stein, also als naturgegeben?

Etwas wird Kunst, indem ein Betrachter in diesem Etwas Kunst erkennt.

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Jasmin
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17. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.11.2005 um 17:43 Uhr

Diese Nachricht wurde von Jasmin um 17:45:29 am 12.11.2005 editiert

Zitat:

Geht man davon aus, dass auch ein Kritiker nur eine Stimme wie jeder andere Betrachter eine Meinung hat, dann sind dessen Worte nicht gewichtiger als die eines jeden anderen Betrachters.

Man kann sie insofern als gewichtiger betrachten, wenn der Kritiker - um jetzt einmal bei der Literatur zu bleiben - so viele Werke gelesen hat, dass er an ein Buch anders heran gehen kann, als jemand, der nur zwei Bücher gelesen hat und nicht realisieren kann, wie kunstfertig der Autor des jeweiligen Buchs ist.

Wenn man selber versucht, literarisch zu schreiben, dann kann man noch mehr schätzen, was ein Dichter geleistet hat, wenn man sieht, dass er den genauen Ausdruck gefunden hat für etwas, das man selber nur nebulös im vorsprachlichen Bereich empfindet . Da, wo man verzweifelt nach Worten ringt, hat ein Genie bereits eine glasklare Sprache gefunden. Und ein belesener Kritiker wird sagen, ja, das ist gut, aber xy hat das schon vor tausend Jahren noch besser beschrieben.

Denn Kunst bedeutet auch, etwas Neues zu schaffen.

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LX.C
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18. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.11.2005 um 20:09 Uhr

[Quote]Man kann sie insofern als gewichtiger betrachten, wenn der Kritiker - um jetzt einmal bei der Literatur zu bleiben - so viele Werke gelesen hat, dass er an ein Buch anders heran gehen kann[/Quote]

Nein, denn deine eigene Meinung, die du dir selber bildest, egal wie du an ein Buch oder Kunstwerk herangehst, ist und bleibt für dich die wichtigste und maßgebliche. Auch wenn du sie sekundär vielleicht durch die Meinung eines Kritikers (genauso könnte man sagen, eines anderen x beliebigen Betrachters) stützt oder modifizierst.

Und nur um dein eigenes Urteil geht es, denn du stehst als Individuum dem Kunstwerk gegenüber, keiner kann für dich empfinden.


.
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Jasmin
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19. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.11.2005 um 22:30 Uhr

Diese Nachricht wurde von Jasmin um 22:31:03 am 12.11.2005 editiert

Zitat:

Nein, denn deine eigene Meinung, die du dir selber bildest, egal wie du an ein Buch oder Kunstwerk herangehst, ist und bleibt für dich die wichtigste und maßgebliche. Auch wenn du sie sekundär vielleicht durch die Meinung eines Kritikers (genauso könnte man sagen, eines anderen x beliebigen Betrachters) stützt oder modifizierst.

Ich meinte nicht, dass die Meinung eines Kritikers mehr Gewicht hat als meine eigene, sondern als die eines anderen x-beliebigen Betrachters. Du schriebst ja:

Geht man davon aus, dass auch ein Kritiker nur eine Stimme wie jeder andere Betrachter eine Meinung hat, dann sind dessen Worte nicht gewichtiger als die eines jeden anderen Betrachters.

Und für mich persönlich hat die Meinung eines belesenen Kritikers, der seine Meinung für
mich überzeugend begründet, mehr Gewicht, als die Meinung eines x-beliebigen Betrachters,
der keine Ahnung hat und nur sagt, find ich gut, find ich Schxxxe.

Zitat:

Und nur um dein eigenes Urteil geht es, denn du stehst als Individuum dem Kunstwerk gegenüber, keiner kann für dich empfinden.

Es gibt verschiedene Ebenen der Rezeption. Es gibt für mich nicht nur die primäre Empfindung, die ich füeinem Kunstwerk entgegen bringe. Für mich ist die Rezeption auch mit Wissen und Kennen verbunden. Je mehr ich etwas kennen lerne, je mehr ich darüber erfahre, desto mehr schätze und liebe ich es.

Oder auch nicht.

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