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Literaturforum: Zur Kultur


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 Autor
 Thema: Zur Kultur
Jasmin
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406 Forenbeiträge
seit dem 21.11.2004

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20. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.11.2005 um 22:32 Uhr

Diese Nachricht wurde von Jasmin um 22:33:34 am 12.11.2005 editiert

Zitat:

Nein, denn deine eigene Meinung, die du dir selber bildest, egal wie du an ein Buch oder Kunstwerk herangehst, ist und bleibt für dich die wichtigste und maßgebliche. Auch wenn du sie sekundär vielleicht durch die Meinung eines Kritikers (genauso könnte man sagen, eines anderen x beliebigen Betrachters) stützt oder modifizierst.

Ich meinte nicht, dass die Meinung eines Kritikers mehr Gewicht hat als meine eigene, sondern als die eines anderen x-beliebigen Betrachters. Du schriebst ja:

Geht man davon aus, dass auch ein Kritiker nur eine Stimme wie jeder andere Betrachter eine Meinung hat, dann sind dessen Worte nicht gewichtiger als die eines jeden anderen Betrachters.

Und für mich persönlich hat die Meinung eines belesenen Kritikers, der seine Meinung für mich überzeugend begründet, mehr Gewicht, als die Meinung eines x-beliebigen Betrachters, der keine Ahnung hat und nur sagt, find ich gut, find ich Schxxxe.

Zitat:

Und nur um dein eigenes Urteil geht es, denn du stehst als Individuum dem Kunstwerk gegenüber, keiner kann für dich empfinden.

Es gibt verschiedene Ebenen der Rezeption. Es gibt für mich nicht nur die primäre Empfindung, die ich einem Kunstwerk entgegen bringe. Für mich ist die Rezeption auch mit Wissen und Kennen verbunden. Je mehr ich etwas kennen lerne, je mehr ich darüber erfahre, desto mehr schätze und liebe ich es.

Oder auch nicht.

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LX.C
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21. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.11.2005 um 15:08 Uhr

[Quote]Geht man davon aus, dass auch ein Kritiker nur eine Stimme wie jeder andere Betrachter eine Meinung hat, dann sind dessen Worte nicht gewichtiger als die eines jeden anderen Betrachters.[/Quote]

Ja, das war vielleicht zu schwammig ausgedrückt. Das war rückführend auf die eigene Ebene gemeint. Für dich kann die Meinung eines Kritikers nicht gewichtiger sein als die eigene. Für mich auch nicht. Für Herrn oder Frau X,Y,Z auch nicht. Und so ergibt sich, dass jeder seine eigene gewichtige Stimme hat. Sicher werden andere Stimmen, die zur Modellierung der eigenen Meinung herangezogen werden bewertet, auch aber nicht nur nach Fachkompetenz. Ein ganz X-beliebiger Mensch, der vielleicht in einer Galerie neben dir steht, kann dir durch seine Betrachtungsweise Impulse geben, ebenso bei Literatur, dabei spielt seine Fachkompetenz nur sekundär eine Rolle, primär musst du empfänglich dafür sein. Wir modifizieren unsere eigene Meinung nur in dem Maße, wie unsere eigene Meinung es selbst zulässt, also in einem bestimmten Toleranzbereich.


.
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Jasmin
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22. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.11.2005 um 17:09 Uhr

Zitat:

Wir modifizieren unsere eigene Meinung nur in dem Maße, wie unsere eigene Meinung es selbst zulässt, also in einem bestimmten Toleranzbereich.

Es kommt auch darauf an, wie sehr wir unserer eigenen Meinung vertrauen. Es kann vorkommen, dass man von seinem Naturell her, anderen Meinungen mehr vertraut, sodass man im Extremfall ein Buch, das man gestern noch gut fand, heute nicht mehr gut findet. Man hat es sich madig machen lassen. Andererseits kommt man schwerlich über die ersten zwanzig Seiten eines Buchs hinaus, auch wenn man noch so gute Kritiken gelesen hat, zieht es einen nicht in seinen Bann. Sich von einem Buch gefangen nehmen lassen, die Nacht durchlesen, auch wenn einem die Augen zufallen - dazu bringt einen kein Kritiker dieser Welt.

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Undine
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29 Forenbeiträge
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23. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.11.2005 um 17:39 Uhr

Ich frage mich, inwieweit ein Kritiker überhaupt das Recht hat, zu kritisieren. Gut, kritisieren kann jeder, jeder nach seinen Maßstäben. Allerdings sollte jeder Kritiker immer im Hinterkopf haben: Er wird den Künstler nie ganz verstehen, wird nie die Dinge sehen, wie er sie sieht. Daraus ergibt sich für mich die Frage: Inwiefern ist es gerechtfertigt, über ein Werk zu urteilen? Vor allem wenn der Urteilende selbst kein Künstler (Dichter,...) ist. Natürlich, man kann seine eigene Meinung zu etwas abgeben. Aber mehr als eine Meinung wird es nicht.

Die Meinung eines Kritikers ist für mich auch nur insofern höher zu schätzen als die eines beliebigen "x", als er womöglich mehr vom "Handwerk" an sich, von den Mitteln und Werkzeugen mehr Ahnung hat; und vielleicht auch mehr Vergleiche heranziehen kann. Doch der wahre Wert eines Kunstwerkes, das, was man fühlt, wenn man es betrachtet, das, was man zwischen den Zeilen zu lesen vermag- darüber ist meiner Meinung nach zu sagen, dass erstens in dem Fall die Meinung eines "x" vielleicht sogar mehr hergibt als jene eines geübten Kritikers, denn zu fühlen ist jeder im Stande; und zweitens sollte man darüber vielleicht erst recht noch weniger urteilen als über die Form, die äußere Erscheinung...

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LX.C
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24. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.11.2005 um 17:42 Uhr

Diese Nachricht wurde von LX.C um 17:43:41 am 13.11.2005 editiert

[Quote]Es kann vorkommen, dass man von seinem Naturell her, anderen Meinungen mehr vertraut, sodass man im Extremfall ein Buch, das man gestern noch gut fand, heute nicht mehr gut findet. Man hat es sich madig machen lassen.[/Quote]

Das wäre sehr bedauerlich. Derjenige wäre dann wohl sehr leicht zu manipulieren. Sicherlich nicht der Normalfall.


.
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Undine
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29 Forenbeiträge
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Das ist Undine

     
25. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.11.2005 um 17:47 Uhr

Ach, kommt öfter vor als man denkt.
Es gibt wirklich überraschend viele Menschen, die sich von der einen Meinung in die andere stürzen, ich denke Ursache dafür ist schlicht und einfach Unsicherheit, oder einfach die Unfähigkeit, eine eigene Meinung zu bilden.

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LX.C
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1770 Forenbeiträge
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Das ist LX.C

     
26. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.11.2005 um 18:13 Uhr

Man kann immer mal seine Meinung mäßigen oder revidieren, wenn man sich bei etwas von vornherein nicht ganz sicher ist. Aber wenn man anderen Meinungen mehr Vertraut, vielleicht auch noch, weil sie mit Fachkompetenz protzen, und deshalb gemochtes, bewundertes plötzlich verwirft, das ist in meinen Augen einfach nur bedauerlich oder bedauernswert.


.
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Undine
Mitglied

29 Forenbeiträge
seit dem 29.09.2005

Das ist Undine

     
27. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.11.2005 um 18:24 Uhr

Die Gründe für ein solches Verhalten liegen, so weit ich es beobachtet habe, wie viele andere Verhaltensgrundlagen, an der Erziehung.
Menschen, die anderen alles rechtmachen wollen, die es nicht aushalten, wenn sie jemandem gegen den Strich gehen.
Leider schaffen es viele nicht, das erlernte Verhalten abzulegen.
Auch eine interessante Frage wäre, inwieweit man die Prägungen der Erziehung, die erlernten Verhaltensweisen, überhaupt los werden kann. Aber das gehört nicht zum Thema =)

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tekkx
Mitglied

64 Forenbeiträge
seit dem 04.11.2001

Das ist tekkx

     
28. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.11.2005 um 19:23 Uhr

Zitat:

Kultur zeichnet sich dadurch aus,

dass es sie nicht mehr gibt.

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Jasmin
Mitglied

406 Forenbeiträge
seit dem 21.11.2004

Das ist Jasmin

     
29. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.11.2005 um 21:11 Uhr

Zitat:

Zitat:

Kultur zeichnet sich dadurch aus,

dass es sie nicht mehr gibt.

Ist sie bereits untergegangen?

Was machen wir hier bloß?

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