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Literaturforum: Gibt es einen Gott ?


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Forum > Philosophie > Gibt es einen Gott ?
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 Autor
 Thema: Gibt es einen Gott ?
Persephone
Mitglied

115 Forenbeiträge
seit dem 24.02.2006

Das ist Persephone

     
10. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 08.11.2006 um 21:20 Uhr

Ich glaube nicht, dass diese Strategie mit dem geringstmöglichen Rückstand funktioniert. Soweit ich mich nämlich an meine christliche Erziehung erinnere, muss man ehrlich an Gott, und zwar an den einen ganz bestimmten Gott, im Fall des Christentums auch an die mögliche Erlösung durch Jesus Christus, glauben, um erlöst zu werden. und um Vergebung bitten und dann kommt der Heilige Geist über einen und man wird nie wieder sündigen (wollen), was aber eigentlich gar nicht wichtig ist.

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LX.C
Mitglied

1770 Forenbeiträge
seit dem 07.01.2005

Das ist LX.C

     
11. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.11.2006 um 23:28 Uhr

Im Mittelalter hat man dafür Erlasse verkauft (oder wie die Dinger hießen). Wer sich keine leisten konnte, sollte in der Hölle landen. Mit dieser Angst hat man auch den Ärmsten unter den Armen den letzten Taler aus der Tasche gezogen. Lieber verhungern, als in der Hölle landen.

Gibt es einen Gott, ist die Ausgangsfrage? Wenn es einen gibt, dann ist Gott für alle da, selbst für die, die nicht an ihn glauben, sonst wäre es nicht Gott.


.
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Herr Aldi
Mitglied

106 Forenbeiträge
seit dem 21.05.2005

Das ist Herr Aldi

     
12. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.11.2006 um 23:35 Uhr

Ich erinnere mich gerade an eine Bibelstelle... Da sagt Jesus: "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt." Vielleicht ist darauf die Ablasspraxis begründet, man wollte den Reichen dabei helfen, ihr Geld schnell loszuwerden, um ins Reich Gottes zu gelangen.

Die Ausgangsfrage ist (mal ganz sprachphilosophisch): Was verstehen wir unter Gott? Ich denke, man kann den Begriff jeder Weltsicht aufdrücken und so zurechtbiegen, dass selbst der überzeugteste Atheist ihn ohne Mühe in sein Weltbild eingefügt sieht.


Wie entwürdigt man den Tod am besten? Indem man den Willen hinterlässt, im Sarg auf den Bauch gelegt zu werden. (Wolfgang Hildesheimer)
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turmfalke
Mitglied

18 Forenbeiträge
seit dem 18.11.2006

Das ist turmfalke

     
13. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 18.11.2006 um 19:29 Uhr


Nein, es gibt keinen Gott.


Es ist das Meer aus dem wir steigen; Es ist das Land auf dem wir stehn; Es sind die Sterne die sich neigen; Wir sind nur Worte die vergehn
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Franklin Bekker
Mitglied

98 Forenbeiträge
seit dem 09.01.2005

Das ist Franklin Bekker

     
14. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 20.11.2006 um 09:48 Uhr

Ist es nicht eigentlich ein Glaubenbekenntnis zu sagen: Ich glaube nicht an Gott?


Komm schon, gieß mich in Bronze!
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schio
Mitglied

35 Forenbeiträge
seit dem 10.11.2006

Das ist schio

     
15. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 20.11.2006 um 21:47 Uhr

Diese Nachricht wurde von schio um 21:48:21 am 20.11.2006 editiert

„Der erste Schluck aus dem Becher der Natur führt zum Atheismus, aber auf dem Grund wartet Gott.“
(Werner Heisenberg)


dem kann ich mich nur anschließen

lg schio


Ich komme nicht dahinter, wo ich aufhöre und die Anderen anfangen. (William Blake)
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Kroni
Mitglied

145 Forenbeiträge
seit dem 21.08.2006

     
16. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 21.11.2006 um 13:21 Uhr

Stichwort Heisenberg:

Es gibt da diese Heisenberg´sche Unschärferelation, die ich genauso wie den Gödel´schen Unvollständigkeitssatz natürlich nicht darstellen kann. Is mir alles viel zu hoch - wer´s wissen will, soll mal bei Wikipedia gucken oder so.

Fakt (ostzonaler Lieblingsausdruck) ist aber: Heisenberg hat nachgewiesen, daß es Grenzen der naturwissenschaftlichen Erkenntnis gibt. Gödel hat bewiesen, daß es stets etwas gibt, was weder bewiesen, noch wiederlegt werden kann - solange wir logisch und widerspruchsfrei denken.

Damit ist die "Grundfrage der Philosophie" im Sinne des Marxismus-Leninismus beantwortet: es gibt Unerkennbares. Dem wissenschaftlichen Kommunismus ist damit das Fundament entzogen.

Es würde mich mal interessieren, wie Heisenberg und Gödel im real existierenden Sozialismus rezipiert worden sind - wie ist man damit umgegangen ? - Oder hat man´s schlicht ignoriert nach dem Motto: Um so schlimmer für die Tatsachen ?

Mit Heisenberg und Gödel beginnt im Grunde die Postmoderne - die ganze Scheisse geht wieder von vorne los, sozusagen.

Für den Kneipenthekenton entschuldigt sich mal

der Kroni

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schio
Mitglied

35 Forenbeiträge
seit dem 10.11.2006

Das ist schio

     
17. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 24.11.2006 um 20:11 Uhr

Diese Nachricht wurde von schio um 20:14:41 am 24.11.2006 editiert

Hallo Kroni,

ich empfehle Dir folgende Bücher -

"Der Verkehr mit der Geisterwelt Gottes. Seine Gesetze und sein Zweck. Selbsterlebnisse eines katholischen Geistlichen" von J.Greber

http://www.greber-christen.de/
ist woanders nicht mehr zubekommen, außer in den usa für 1.500 Dollar

"Dreißig Jahre unter den Toten " von Carl Wickland von Reichl

lg schio


Ich komme nicht dahinter, wo ich aufhöre und die Anderen anfangen. (William Blake)
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turmfalke
Mitglied

18 Forenbeiträge
seit dem 18.11.2006

Das ist turmfalke

     
18. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 25.11.2006 um 10:16 Uhr

Zitat:

Ich denke, man kann den Begriff jeder Weltsicht aufdrücken und so zurechtbiegen, dass selbst der überzeugteste Atheist ihn ohne Mühe in sein Weltbild eingefügt sieht.

Das möcht ich sehen.


Es ist das Meer aus dem wir steigen; Es ist das Land auf dem wir stehn; Es sind die Sterne die sich neigen; Wir sind nur Worte die vergehn
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bodhi
Mitglied

741 Forenbeiträge
seit dem 08.12.2004

Das ist bodhi

     
19. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 25.11.2006 um 23:35 Uhr

Zitat:

Ich brauchte tausend, also benannte ich tausend. Ich brauchte keinen, also gab es keinen.
Quelle unbekannt.

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