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Literaturforum: Russland und der freie Journalismus


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Forum > Politik & Gesellschaft > Russland und der freie Journalismus
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 Autor
 Thema: Russland und der freie Journalismus
LX.C
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1770 Forenbeiträge
seit dem 07.01.2005

Das ist LX.C

     
Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 07.10.2006 um 22:11 Uhr

Immer wieder in der Kritik, und auch wenn man über die Hintergründe nur spekulieren kann, nun das:

[Quote]Die russische Journalistin und Regierungskritikerin Anna Politkowskaja ist in Moskau ermordet worden. Eine Nachbarin habe sie im Lift ihres Wohnhauses erschossen aufgefunden [...] Die 1958 geborene Politkowskaja hatte sich durch ihre kritischen Reportagen über den Tschetschenien-Krieg weltweit einen Namen gemacht. [...] Unter anderem schrieb sie ein Buch über Präsident Wladimir Putin und dessen Vorgehen in der Kaukasusrepublik. [...]
Wegen ihrer Reportagen geriet Politkowskaja oft ins Visier von Politikern und manchmal auch der Sicherheitsdienste. [...]
Auf Deutsch erschienen sind Politkowskajas Bücher "Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg" (2003) und "In Putins Russland" (2005).

Quelle: Tagesschau.de: Russische Journalistin in Moskau ermordet
[/Quote]


.
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Kroni
Mitglied

145 Forenbeiträge
seit dem 21.08.2006

     
1. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.10.2006 um 18:14 Uhr

Mit stößt es jedesmal etwas komisch auf, wenn über den Tod von Journalisten dieses Aufhebens gemacht wird - was ist denn so wertvoll an so einem Schreiberling, daß es verlohnt, seinen Tod über denjenigen hinaus zu erheben, der alltäglich zehntausende ereilt - genauso gewaltsam, genauso grausam, aus genau denselben niedrigen Beweggründen ?

Stehen diese Schreiberlinge unter einem ganz besonderen Schutz des Allmächtigen ? Etwa wie die Priester ? Daraus hat man ja auch immer so ein Aufhebens gemacht, wenn ein Priester ermordet wurde - in Staaten, die Diktaturen genannt wurden. Das Aufhebens wurde regelmässig ausserhalb dieser Staaten erhoben.

Natürlich: es sind die Journalisten, die die Artikel und Beiträge schreiben und lancieren, in denen vom Tot von Journalisten die Rede ist. Und immer ist die Rede von Pressefreiheit und Demokratie. Freie Presse sei unglaublich wichtig.

Ist sie das ?

Ich bekomme gelegentlich mit, was Journalisten so treiben, wenn sie nicht gerade bis zum letzten Blutstropfen für die Demokratie kämpfen - sie schreiben einen Haufen Bullshit zusammen, weil sie von nichts eine Ahnung haben, nur die Hälfte mitbekommen, wovon sie die Hälfte vergessen, und von dem, was übrig bleibt, wird die Hälfte irgendwie "redaktionell bearbeitet". Was rauskommt hat häufig mit dem, was passiert ist, nicht mehr arg viel zu tun.

Wenn ich diese Arbeitsweise und ihre Ergebnisse extrapoliere auf den Kampf von Journalisten für die Demokratie pp., dann frage ich mich wirklich, ob es sowas wie Unterdrückung und Diktatur wirklich gibt, oder ob sich das nur irgendwelche Leute zusammenfaseln.

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Wolff
Mitglied

64 Forenbeiträge
seit dem 19.01.2006

Das ist Wolff

     
2. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.10.2006 um 18:45 Uhr

Diese Nachricht wurde von Wolff um 18:51:24 am 10.10.2006 editiert

Wenn ich in die Verlegenheit käme, Dein Statement "redaktionell zu bearbeiten", lieber Kroni, bliebe vermutlich nur das hier übrig: Bullshit.

PS: Was macht Dich eigentlich so frustriert?

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LX.C
Mitglied

1770 Forenbeiträge
seit dem 07.01.2005

Das ist LX.C

     
3. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.10.2006 um 18:56 Uhr

Das kann doch alles nicht wahr sein. Mir fehlen diesmal echt die Worte.


.
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Kenon
Mitglied

847 Forenbeiträge
seit dem 02.07.2001

Das ist Kenon

     
4. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.10.2006 um 19:33 Uhr

Zitat:

Freie Presse sei unglaublich wichtig.

Ja, sie ist unglaublich wichtig. Freie Presse, freie Meinungsäußerung: Menschen müssen möglichst barrierefrei kommunizieren, um miteinander auskommen zu können.

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LX.C
Mitglied

1770 Forenbeiträge
seit dem 07.01.2005

Das ist LX.C

     
5. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.10.2006 um 19:59 Uhr

[Quote]Mit stößt es jedesmal etwas komisch auf, wenn über den Tod von Journalisten dieses Aufhebens gemacht wird - was ist denn so wertvoll an so einem Schreiberling, daß es verlohnt, seinen Tod über denjenigen hinaus zu erheben, der alltäglich zehntausende ereilt[/Quote]

Weil das nicht nur ein Mord ist, sondern weil damit das Symbol schlechthin für die Freie Meinungsäußerung vernichtet wird.


.
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Nash D.Hendriks
Mitglied

11 Forenbeiträge
seit dem 17.01.2006

Das ist Nash D.Hendriks

     
6. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.10.2006 um 21:30 Uhr

Mir reicht´ s jetzt.
Ich bin nicht nur Journalist, sondern habe den Beruf auch von der Pike auf gelernt und nicht mehr die geringste Lust, mich mit solchen unmöglichen Äußerungen auseinander zu setzen.


Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
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Kroni
Mitglied

145 Forenbeiträge
seit dem 21.08.2006

     
7. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 11.10.2006 um 15:43 Uhr

Zitat:

Weil das nicht nur ein Mord ist, sondern weil damit das Symbol schlechthin für die Freie Meinungsäußerung vernichtet wird.

Für wen ist der Schreiberling das Symbol der Freien Meinungsäusserung - ausser für die Schreiberlinge ?

Flugschriften, Zettel, Pamphlete - Kampfschriften eben, geschrieben, gedruckt (oder sonst wie vervielfältigt) und irgendwie unter die Leute gebracht als "Zeitung" - das ist die historische Wurzel.

Da sollte nichts mitgeteilt - reportiert - werden, sondern etwas ganz anderes getan werden: Skandal geschrieen werden, Aufruhr geschürt werden, Menschenauflauf mit Sensen und Dreschflegeln.

Es gibt einen Unterschied zwischen der Meinung, ihrer Freiheit und der Presse - bei diesem Wort schon assoziiere ich "Erpressung".

Eine Meinung haben kostet nix, sie zu äussern auch recht wenig - aber eine Druckerpresse kostet schon gewaltig viel, und eine Zeitung ein ziemlich beträchtliches Vermögen.

Meinung wird geBILDed - der neudeutsche Begriff der Medien ist ein Euphemismus wie der des Ministeriums für Liebe.

Pressfreiheit ist nichts anderes als das Privileg der Manipulation.

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Sophie
Mitglied

10 Forenbeiträge
seit dem 15.08.2006

Das ist Sophie

     
8. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 11.10.2006 um 17:11 Uhr

Kroni, mich gruselt´ s vor Dir. Ich fühle mich wie in einer schwer rechtslastigen, dogmatischen Geisterbahn und sehe den Lichtschein vom Ausgang nicht, während der Typ am Mikrofon mir nimmer müde seine Agitationsschleife ins Ohr brüllt.
Hallo, hallooo, da draußen am Hebel, könnte mal jemand das Ganze stoppen?! Mir ist schlecht, und ich will raus.


In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon wieder ein Irrsinn für sich. (Voltaire)
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Kenon
Mitglied

847 Forenbeiträge
seit dem 02.07.2001

Das ist Kenon

     
9. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 11.10.2006 um 17:29 Uhr

Zitat:

Pressfreiheit ist nichts anderes als das Privileg der Manipulation.

Ganz von der Hand zu weisen ist das nicht; aber ohne Pressefreiheit manipuliert halt nur der die Meinungen, welcher die Pressefreiheit beschränkt oder aufgehoben hat.

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