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Literaturforum:
MetaPhon


Forum > Medienkritik & Kommunikation > MetaPhon
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Autor
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Thema: MetaPhon
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Matze
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| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 26.12.2006 um 13:30 Uhr |
Seit der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts sieht die
Literatur auch die neue Form der Arbeit, zwischen Bestellung
des Landes durch das Volk und Repräsentanz der Herrschaft:
die kollektivierte Arbeit zur Herstellung von Waren, die
Arbeit des Menschen mit der Maschine und die Arbeit des
Menschen als Maschine. Nicht daß sich die neugierige
Literaturproduktion nicht vorher schon mit Webstühlen,
Baugerüsten oder Manufakturen auseinandergesetzt hätte, aber
das geschah vorwiegend mit einem enzyklopädisch kalten
Blick. Die Literatur konnte Arbeit erst darstellen, als sie
den Arbeiter als ihr menschliches Subjekt und vorwiegend als
ihr Opfer zu sehen gelernt hatte. Und damit, natürlich,
begannen auch schon die Probleme. Zu dieser Zeit war die
Literatur dabei, ihre politische Ökonomie vergleichsweise
radikal zu verbürgerlichen. Sie war ein entscheidendes
Mittel der Distinktion, nicht nur nach oben, gegen die
Repräsentationsform des Adels, sondern auch nach unten,
gegen etwas Diffuses, Unbekanntes, eine neue Klasse, deren
Blut, Schweiß und Tränen, Reichtum und Distinktion des
Bürgertums erst ermöglichte. Einerseits also mußten
sozusagen die neue Arbeit und der neue Arbeiter mit den
Mitteln eines bürgerlichen Codes dargestellt werden,
andererseits war die neue, industrielle Arbeit von
vorneherein mit Elend, Entfremdung, Ausbeutung und Kampf
verbunden. Kunst, die Arbeit und ihre Bedingungen zur
Kenntnis nimmt, ist gleichsam automatisch dissident, es sei
denn, sie folgt den bürgerlichen Prinzipien von
Allegorisierung, Heroisierung, Idylle oder Exotik. Mit der
Industrialisierung begann das Zeitalter der Kurzgeschichte.
Damit war die Geschichte des bürgerlichen Bildungsromans
beendet.
Wenn die Geschichte der Medien die Geschichte einer
Konkurrenz ist, begann sie mit einem Vorsprung. Die Dichter
hatten die Montage entdeckt, als die ersten Photographen
noch Stunden brauchten, um ein einzelnes Bild zu entwickeln.
Es war, als hätte die Literatur den Film erahnt und als er
kam, genossen sie gemeinsam den Rausch der sich
überstürzenden Eindrücke. Das Drehbuch wurde erfunden,
später der Rundfunk mit dem Hörspiel begrüßt. Als das
Fernsehen sich breit machte, fand es die Schriftsteller
schon in skeptischer Distanz. Multimediales Spiel mit Video,
Performances und Installationen dachten Maler und Musiker
sich aus, deren Zaungäste manchmal auch Dichter waren.
Der Videoclip, ein durch Bildschnitt und Rhythmus bestimmtes
Medium, überholte sie alle. Trotzdem verweigert sich die
Wortkunst seiner Inspiration. Es scheint, daß sich die
Literaten vom flüchtigen ästhetischen Reiz nicht den langen
Atem rauben lassen wollen. Uns ist diese kurze Form einen
Versuch wert. Schon weil sie sich an einem anderen Ende der
Welt ganz unverdächtig bewährt hat: im japanischen Haiku.
Haikus sind einfache Sätze. Beobachtungen, in denen fast
nichts passiert. Nur daß gerade ein Frosch ins Wasser
springt. Der Haiku bedeutet nichts und wirkt trotzdem.
Zwischen der Leere des Zen-Spruchs und dem hysterischen
Rhythmus des Videoclips ist eine Form zu entdecken, die sich
hören lassen kann. Nur so kann Literatur, will sie auf die
veränderten medialen Verhältnisse und die dadurch erzeugten
Wirklichkeiten reagieren, einen innovativen Input erhalten
und letztlich eine weitere Existenzberechtigung.
Es hat etwas länger gedauert, bis sich Brechts
‚Radio-Theorie“ im Internet in mediale Praxis verwandelt
hat. Neben Bloggern und Podcastern ist hier eine neue
Spielart eines sekundären Marktes entstanden, der einer
Menge an Zwischenhändlern via eBay schon einmal zum Start
verholfen hat. Die digitale Revolution verblüfft ihre Kinder
mit immer neuen Volten und zeigt, worin der Erfolg der neuen
Medien bestehen kann. Die Community kann direkt Einfluss auf
die Seiteninhalte in Form von Artikeln und Bewertungen zu
nehmen, darüber hinaus können die Benutzer selbst Änderungen
an der Datenbank vorzunehmen. Neben einem Forum hat man bei http://www.hoerspiel-labor.de die Möglichkeit Hörspiele herunterzuladen. Seitdem Hörspiele
ständig und überall herunterladbar geworden sind, schwimmt
auch die zuständige Kritik öfter im "Ocean Of
Sound" – und taucht manchmal unter. Zumal die
allgemeine Herunterladbarkeit von Hörspielen, die
Veränderung der Hörgewohnheiten, die mit dem großen
stilistischen Durcheinander auf Festplatten einhergeht,
längst auch auf die Hörspielproduktion selbst durchschlägt.
Nicht nur die Grenzen zwischen verschiedenen Stilen sind
durchlässig geworden, auch der Unterschied zwischen
Vergangenheit und Gegenwart ist längst verwischt. Dem muß
man sich stellen. Das mag heißen, daß man mit den Beinen
strampelt, daß man um Hilfe ruft oder daß es einem gelingt,
auf den Wellen surfen und elegant über die Schaumkronen des
"Ocean Of Sound" zu reiten. Am Ende kommt es
darauf an, so wenig Wasser wie möglich zu schlucken. Mit der
Digitalisierung beginnt das Zeitalter des Literaturclips.
In den 12 Download-Angeboten der Reihe „MetaPhon“ werden bei
http://www.hoerspiel-labor.de Hörspielmacher aus der Rhein/Ruhr-Region vorgestellt.
Zu hören sind die Hörspielmacher: Mario Giordano, Helge
Schneider, Jens Neumann, Marina Rother, A.J. Weigoni, u.a.
Und die Komponisten: Peter Brötzmann, Eva Kurowski, Franz
Halmackenreuther, Alexander Perkin, Volker Förster, Tom
Täger, u.a.
IP: geloggt Ich bin ein Amateur, weil in dem Wort Amateur das Wort Amour steckt.
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Matze
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Abgeschickt am: 14.05.2007 um 12:50 Uhr |
MetaPhon I
n der Reihe "MetaPhon hat man bei http://www.hoerspiel-labor.de die Möglichkeit Hörspiele herunterzuladen. Ab Januar gibt es
in dieser Reihe das Hörspiel »Zur Sprache bringen...«. Und
außerdem wird dieses Hörspiel verlost.
Bei dem O-Ton-Hörspiel »Zur Sprache bringen...« machen
"Menschen mit Möglichkeiten" Sprache als
Geschichte sichtbar, als ihre Geschichte. Sie verfügen über
ein individuelles Repertoire, das einer besonderen,
einfühlsamen Begleitung und Förderung bedarf. Diese
Kreativen verfeinern übend, erforschend ihren Umgang mit den
Mitteln Artikulation und Musik. In ihrer überwältigenden
Mehrheit strahlen die Bewohner des Benninghofs eine
lebensbejahende spielerische Fröhlichkeit aus, eine enorme
Vielfalt, Erfindungsreichtum und erfrischende
Unbekümmertheit.
Diese Collage ist ein Platz für Geschichten außerhalb
normierter Sprachregularien, ein Oszillieren zwischen
Eigenart und Eigensinn. Man muß diese Menschen lieben, um in
das eigentümliche Wesen jedes Einzelnen einzudringen, es
darf einem keiner zu gering, keiner zu häßlich sein, erst
dann kann man sie verstehen.
Es geht nicht darum, auf der Armseligkeit der Menschen
herumzutrampeln und sich über sie lustig zu machen. Sondern
eher darum, das wahre Leben abzubilden und zu zeigen, welche
liebenswürdigen, tragikomischen Seiten das so genannte
einfache Leben haben kann. Die Bewohner des Benninghofs sind
interessant, weil sie anders sind als man selbst oder die
Menschen, mit denen man zu tun hat. Und in ihrer Andersheit
sind sie den "Normalen" in manchem doch gleich.
Das verbindet.
Die O-Ton-Collage mit Bewohnern des Benninghofs zeigt einen
Einblick in den Alltag behinderter Menschen. Diese
"Menschen mit Möglichkeiten" versuchen den
schweren Dingen Leichtigkeit zu geben und die Wortfolge:
Selbstbestimmung, Assistenz und Integration mit Inhalt zu
füllen, ohne dass der Zuhörer auf den Spaß verzichten muß.
Und dieser Spaß geht nicht etwa auf Kosten der behinderten
Menschen, sondern transportiert sich mit ihrer Hilfe.
Die Zurückhaltung von Tom Täger bei dieser Hör-Collage »Zur
Sprache bringen...« weist ihn als Produzenten aus, der eine
avancierte digitale Tontechnik nicht als Selbstzweck
vorführt, sondern sich in vornehmer Zurückhaltung ganz in
den Dienst einer Arbeit stellt, ohne ganz dahinter
verschwinden.
Matthias Hagedorn
Link: Zur literaturpädagogischen Arbeit = http://www.vordenker.de/weigoni/mpaed.htm
Die CD "»Zur Sprache bringen...«" ist nurmehr in
wenigen Exemplar erhältlich:
info@tonstudio-an-der-ruhr.de
IP: geloggt Ich bin ein Amateur, weil in dem Wort Amateur das Wort Amour steckt.
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Matze
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Abgeschickt am: 14.05.2007 um 12:51 Uhr |
MetaPhon II seit dem 19. Februar 2007
Das Beruhigende an Science-Fiction-Stoffen ist die
Erfahrung, dass andere Welten zwar anders aussehen, trotzdem
aber genauso funktionieren wie die unsere. Andererseits ist
es betrüblich, wenn man immer wieder feststellen muss, dass
sich eine bessere Welt bisher nirgends durchsetzen konnte.
Kult wäre der falsche Begriff, um dieses Phänomen zu
benennen; die Serie "Raumpatrouille" ist echtes
nationales Kulturgut, ein absolut authentisches Stück
bundesdeutscher 1960-erjahrekultur. Der Mythos vom
Bügeleisen auf dem Kontrollboard hat diese Gratwanderung
zwischen dem Seriösen und dem Ironischen verdrängt. Ob der
"Rücksturz ins Kino", die aufgepeppte Kinoversion,
sie nun ins Bewusstsein rückt, ist befragbar.
Einen Remix zu basteln ist in der Popmusik üblich. Weigoni
hat das selbe gemacht mit der Tonspur der Fernseh–Serie
Raumpatrouille… ein Pop–Song–Spaß! Bei Täger, Spezialist für
Tonträger der anarchischen Aufnahmezelle Tonstudio an der
Ruhr mit vieltönendem Output… dient dieses Patchwork als
akustisches Fanzine und sollte als solches die harrende
Gemeinde finden. Das Hörspiel ist quasi die achte Folge der
siebenteiligen Fernsehserie "Raumpatrouille Orion
Die Hörspielversion "RaumbredouilleReplica"
liefert auf verschärft humorvolle Weise einen
Reflexionsboden, von dem aus Trivial- und Technomythen
liebevoll demaskiert werden. A.J. Weigoni und Tom Täger
zeigen uns noch einmal die Zukunft aus dem Blickwinkel der
Vergangenheit des bürgerlich-vermieften Wohnzimmers der
1960-er, in dem man sich, verschreckt durch beginnende
Studentenunruhen und dem Ende des Wirtschaftswunders, dem
Thrill einer ungewiss-gewissen Zukunft aussetzt, in der der
Weltenraum - entsprechend dem Sicherheitsbedürfnis
begrenzter Kulturen - scheinbar unspektakulären Patrouillen
zugänglich ist. Die hohe Kunst von Tom Täger und A.J.
Weigoni besteht darin, nicht hinter dem Reflexionsgrad des
Originals zurückzubleiben.
Dazu ein GSD-Geheimpapier: http://www.vordenker.de/gsd/bred.htm
Was für "Raumschiff Enterprise" zunächst die
Klingonen, waren die Frogs für "Raumpatrouille
Orion", der deutschen Science-Fiction-Serie mit
Kultstatus und Heimwerkerappeal: Bügeleisen dienten dem
hochtechnisierten Raumschiff als Schaltgeräte und brennende
Tennisbälle flogen durch die wolkenlose Weite des Himmels.
Legendär auch das Raumfahrerkasino, in dem nach geglückter
Mission zukunftsweisend Rücken an Rücken getanzt wurde. Die
neu aufbereitete Tonspur dieses Straßenfegers hält ein
weiteres ungeahntes Abenteuer mit Wolfgang Völz, Claus Holm,
Charlotte Kerr u.v.a. bereit. Wie meinte Dietmar Schönherr
nach bestandenem Abenteuer: "Rücksturz zur Erde".
Seit langem beschäftigt sich A. J. Weigoni mit
Trivialmythen, die sich in Groschenheften, in der
Schlagermusik, im Kino und in Fernsehserien manifestieren,
und als Medienautor ist A. J. Weigoni ein Spieler, den die
technischen Entwicklungen der Medien faszinieren, weil sie
schier unendliche Möglichkeiten der Neuordnung von Formen
und Zeichen eröffnen.
Seine Hörspielcollage "Raumbredouille Replica"
geht unter anderem von der Raumschiff-Enterprise-Utopie der
60er Jahre aus: "Es gibt keine Nationalstaaten mehr, es
gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im
Weltraum." Der alte Topos der Science-Fiction von der
Bedrohung der Erde durch eine Invasion von Aliens und die
Errettung der Menschen durch die Helden der Raumfahrt wird
in diesem Hörspiel ergänzt durch die Chiffren der
Pop(musik)kultur.
Bei der Realisierung dieser Autorenproduktion arbeitete A.J.
Weigoni mit Tom Täger zusammen, dem Produzenten der Alben
von Helge Schneider und der Misfits.
Eine Hörprobe der "RaumbredouilleReplica" findet
sich am dem 19. Februar unter: http://www.hoerspiel-labor.de
IP: geloggt Ich bin ein Amateur, weil in dem Wort Amateur das Wort Amour steckt.
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Matze
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Abgeschickt am: 14.05.2007 um 12:52 Uhr |
MetaPhon III seit dem 19. März 2007 mit »Texte« von Peter
Meilchen
Peter Meilchens Kunst ist die literarische Negativ– und
Doppelbelichtung. Gestochen scharf wirken seine imaginären
Erinnerungsbilder aus Linz am Rhein, doch pulst in ihnen
auch der Schrecken. Seine skeptisch–ironische Weltsicht
einerseits, sein poetisches Engagement anderseits bringen
viele Werke hervor, die verschiedene Positionen beziehen.
Sowohl als bildender Künstler, wie auch als Autor ist Peter
Meilchen ein Beobachtungsvirtuose, der viele Preziosen zu
bieten hat, Wahrnehmungen, die vielleicht nicht unbedingt
lebenswichtig sind, aber gerade in ihrer Fokussierung des
Nebensächlichen dem Leser Aha–Erlebnisse und
Wiedererkennungseffekte verschaffen. Er nimmt sich und
seinen Figuren kein Blatt vor den Mund, die Brutalitäten in
Wort und Bild können uneingeschränkt defilieren. Auch das
gehört spätestens seit Rabelais zur Lust am Grotesken,
dieses destruktiv–schöpferische Sich–gehen–Lassen, die
verbale Ausschweifung. Reich an Adjektiven, an Partizipien
und an sich windenden, immer in neue Ecken spähenden Sätzen
sind diese ausgefeilten Stücke. Vor allem Farbeindrücke
nehmen darin breiten Raum ein. Zwischen Schwarz und Grün
bewegt sich eine »Beobachtung eines Unsichtbaren«. Die
Rückkehr ins Rheinland steht bei »Schimpfen« im Zeichen von
Gelbtönen, die so schnell vom Satt–Schönen ins Erdige
umschlagen. Und natürlich geht es bei »Texte«, die so
intensiv und bilderreich das Ineinandergreifen von
gegenwärtigen und vergangenen Sinneswahrnehmungen
ausleuchtet, auch um die Augenblicke, da das Wahrnehmen in
das Verlangen umschlägt, das Wahrgenommene schreibend zu
fixieren. Peter Meilchen porträtiert in seinem Werk eine
untergehende Welt – und überwand sie. Opulenz, Würde und
Gesellschaftsanalyse verbindet er wie kein anderer. Wer von
seinem Leben erzählt, erzählt immer eine Erfolgsgeschichte.
Wer erzählt, lebt. Schon das ist ein Triumph. Wer erzählt,
ist der geworden, der erzählen kann. Wer erzählt, ist nicht
allein. Er gehört in eine Welt, die seine Welt geworden ist.
Ganz auf die Ablagerungen der eigenen Biographie setzend und
ohne Attitüde benennt Peter Meilchen so die Quelle seiner
reichen und doch nie vagen »Texte«.
Eine Hörprobe der »Texte«. findet sich ab dem 19. März
unter: http://www.hoerspiel-labor.de
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Matze
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Abgeschickt am: 14.05.2007 um 12:53 Uhr |
4. MetaPhon IV seit dem 6. April 2007 mit Rhapsodie für
Rahsaan von der CD »Ohryeure«
Das Hörspiel beginnt mit einer Original-O-Ton-Montage des
Multi-Instrumentalisten Rahsaan Roland Kirk, dem dieses
Hörspiel gewidmet ist.
Hauptinstrumente des im Alter von zwei Jahren erblindeten
Musikers waren das Tenorsaxophon sowie zwei historische
Varianten des Saxophons, nämlich Manzello (eigentlich ein
umgebautes King-Saxello) und Stritch (eigentlich ein
Buescher eB Altsaxophon in gerader Bauform, ausgestattet mit
Extraklappen für sein Einhandspiel und vergrößertem
Schalltrichter). Diese drei spielte er häufig gleichzeitig.
Seine Musik ist gekennzeichnet durch die nahtlose und
scheinbar selbstverständliche Verbindung sowohl
traditioneller als auch sehr moderner Spielweisen des Jazz
wie etwa einerseits Boogie-Woogie und andererseits Free
Jazz.
Das Hörspiel »Rhapsodie für Rahsaan« erzählt die Geschichte
eines Schallplattensammlers, der sich auf die Suche nach der
Geschichte eines Jazz-Musikers macht. Es beginnt auf einem
Flohmarkt. Dort lernt Florin nicht nur die Musik von Rahsaan
Roland Kirk kennen, sondern auch Fatima. Eine folgenschwere
Begegnung. Folgenschwer wie jede Liebschaft. Durch einen
Zufall gewinnt Florin im Fussballtoto 25.000 Mark und kann
sich einen langgehegten Traum erfüllen: nach New York
fliegen.
In N.Y. trifft er den Taxifahrer Josh und gewinnt durch
Zufall einen Freund. Der verschrobene Josh hilft ihm bei
seiner Suche noch Informationen über Rahsaan und zeigt ihm
die Jazzszene. Heimweh mischt sich mit Neugier und
Verliebtsein und dem Gefühl immer zur richtigen Zeit am
falschen Ort zu sein. Um sich abzulenken stellt Florin
Nachforschungen an, trifft Musiker, die mit Rahsaan
zusammengespielt haben und schließlich auch den ehemaligen
Produzenten von Rahsaan.
Der Cast:
Rhapsodie für Rahsaan
ein literaturpädagogisches Hör–Spiel–Projekt von A.J.
Weigoni
Musik: Rahsaan Roland Kirk
Ton & Technik -Volker Förster
Figuren:
Florin, Jazzliebhaber – Holger Haas
Fatima, seine neue Freundin – Heike Stürmer
Josh, Taxifahrer – Agis-Garcib Nicolas
Stan Dun, Musiker – Kasra Arzideh
Hal Wilner, Musiker – Almar Kaid
Joel Dorn, Produzent – Rolf Vinnemeier
Bika Bele, Flohmarkthändler –
Sportreporter im Radio – Johannes Schmidt
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Matze
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Abgeschickt am: 14.05.2007 um 12:54 Uhr |
Die Meta-Ebene zu Metaphon
In der Reihe Metaphon werden bei http://www.hoerspiel-labor.de Hörspielmacher aus der Rhein/Ruhr-Region vorgestellt. Zu
hören sind die Hörspielmacher: Mario Giordano, Helge
Schneider, Jens Neumann, Marina Rother, A.J. Weigoni, u.a. –
Meine Beziehung zu Weigoni wird durch die geheime Abmachung
geprägt, sich nie zu nahe zu treten; dahinter steht ein
Selbstverständnis, das Heinrich von Kleist folgendermaßen
ausgedrückt habe: „Ich weiß nicht, was ich Dir über mich
unaussprechlichen Menschen sagen soll.“. Daher ein Interview
per e-mail.
HAGEDORN: Für die Reihe Metaphon hat mir das Tonstudio an
der Ruhr dankenswerterweise digital restaurierte Aufnahmen
zur Verfügung gestellt. Das war quasi eine
medienarchäologische Arbeit...
WEIGONI: Es läßt sich kaum noch von der Hand weisen: Wie
leben die totale Kommunikation bei zunehmender
Sprachlosigkeit. Das Wissen ist schneller und vollständiger
verfügbar. Dies führt immer seltener zu Reaktionen. Archive
sind ein Luxus. Ich wage die Prognose, daß von dieser Zeit
kaum etwas Verwertbares übrig bleiben wird, weil sich die
Speichermedien alsbald selbst auflösen. Als Täger* und ich
für eine Ausstellung den Hörfilm »Das kleine Helferlein« von
DAT (das war einmal eine avancierte digitale Technologie)
auf CD-R übertragen wollten hatten wir damit beim Kopieren
große technische Probleme.
HAGEDORN: Obwohl ihr das inhaltlich genau zum Thema gemacht
habt.
WEIGONI: Mit der freundlichen Unterstützung von Klaus Urbons
vom ‚copymuseum’. Die Halbwertszeit der sogenannten „Neuen
Medien“ ist atemberaubend. Die ‚Würde’ des Genres Hörspiel
erweist sich darin, daß man es wie ein Kaleidoskop
betrachten kann: Je nach Blickwinkel läßt es
unterschiedlichste Brechungen zu. Heute fürchten sich die
Menschen vor Aids und vor der Vogelgrippe, die man früher
„Geflügelpest“ nannte. Kulturen werden überlagert und
stürzen ineinander, Grenzen werden aufgebrochen – nationale
ebenso wie materielle, technologische, psychologische.
Hybride Kreationen und Kreaturen, Identitäten und Kulturen
entstehen aus den Rekombinationen unserer grundlegenden
Codes – den digitalen, den genetischen und den atomaren.
Letztlich ist das digitale Hörspiel selbst ein Hybrid aus
den Verbindungen von Kunst und Technologie. Es akkumuliert
das gesamte Spektrum an Ausdrucksformen und erfordert ein
Crossover von Expertisen und Kompetenzen.
HAGEDORN: Dies führte zum Iconic–Turn…
WEIGONI: Alles Quatsch! Was das Hören seit der Steinzeit
ausmacht, ist, daß es uns in direkten Kontakt mit dem Sein
bringt. Mit der Geschichte des Überlebens, kommen seit jeher
alle Sinne ins Spiel, mit denen wir das Sein erfahren –
Geschmack, Tastsinn, Hörsinn. Es ist das Gegenteil von
Abstraktion. Es ist das, was man vor dem Einschlafen hört,
den Herzschlag und das Rauschen des Blutes – auch wenn es
sich fürchterlich pathetisch anhört: Der Sound des Lebens.
HAGEDORN: Das möchte ich gern im Zusammenhang mit deiner
literaturpädagogischen Arbeit thematisieren.
WEIGONI: Nö!
HAGEDORN: Aber...
WEIGONI: Sorry, das kann man bei Interesse unter
"Produktorientiertes medienpädagogisches Arbeiten mit
Jugendlichen" auf http://www.vordenker.de/weigoni/mpaed.htm - nachlesen.
HAGEDORN: Okay, Themenwechsel. Deine politische
Sozialisation ist erfolgt, als sich die Künstler mit den
Arbeitern verbünden wollten. Welche politische Wahrheit gilt
für dich?
WEIGONI: Was das Literarische angeht, weiß ich nicht, ob
‚politisch’ das angemessene Wort ist. Es ist nicht alles
richtig, nur weil man sich selbst für politisch hält. Ich
versuche einfach, so ehrlich und aufrichtig wie möglich zu
sein. Zu mir selbst wie zu den Menschen, mit denen ich
arbeite. Aufrichtig, höflich und nicht egoistisch.
HAGEDORN: Man erkennt souveräne Geister auch daran, daß sie
Tabus ebenso höflich zu ignorieren pflegen wie die ihnen
entsprechenden Moden. Du gehörst du zu den Außenseitern, die
eine Gesellschaft braucht, um sich zu bestätigen.
WEIGONI: Mit dem Beruf des Schriftstellers assoziieren viele
Menschen die Illusion von Freiheit. Dagegen versuche ich
anzuschreiben: Niemand ist als selbstständiges Individuum
ausgegrenzt und verloren. Nur ein Schriftsteller, der sich
seine Verletzlichkeit bewahrt, kann überzeugen. Der Klang
der Sprache ist von großer Bedeutung, aber für mich ist auch
die Geschichte eine absolute Notwendigkeit. Es gibt es
nichts, was demokratischer ist als das Erzählen von
Geschichten. Schreiben bedeutet so besehen, in der
Möglichkeitsform zu leben - und jedes Hörspiel entwirft
einen Kosmos aus Ich-Fiktionen, für die das wirkliche Leben
nichts als den Stoff hergibt.
HAGEDORN: Weil du als Lyriker, Romancier und Dramatiker
arbeitest, hast du dich als vielseitig verkrachte Existenz
bezeichnet...
WEIGONI: Mir bereitet es große Freude, wenn das Wort zu
Fleisch wird. Da komme ich mit meiner Arbeit mehr vom
Hörspiel, also einem Medium, das bereits 70 Jahre alt ist,
da steht das Wort häufig im Mittelpunkt. Allerdings betone
ich das Wort Spiel im Hörspiel. Das Spielen scheint mir der
Königsweg zum Verständnis der neuen Medien zu sein.
Computer, Studios und Software sind keine Werkzeuge, sondern
Spielzeuge, wobei die alten Medien als Navigationshilfen
dienen. Ich denke, daß die sogenannten neuen Medien die
Alten lediglich ergänzen und nicht ablösen werden. Bei der
LiteraturClips-CD haben wir zum einen arrièregardistische
Arbeiten gemacht, zum anderen ein altes Aufnahmemedium, den
Kunstkopf mit einer zu dieser Zeit neuen Aufnahmetechnik,
sprich DAT gekoppelt. Damit konnten wir dann praktisch
Road-Radio machen und jeden Raum in ein Aufnahmestudio
verwandeln. Wir erarbeiteten Soundscapes um der Poesie neue
Klangräume zu eröffnen. Die Notwendigkeit der
Literaturclip-CD ergab sich damals schon aus dem Verfall der
klassischen Hörkultur (Stichwort ‚Begleitprogramm’) und dem
fortschreitenden Verdrängungsprozess auf dem durch
Hochtechnologie geprägten Medienmarkt. Daraus entstand dann
in der Abfolge zwangsläufig das Live-Hörspiel Fünf - oder
die Elemente, das 1993 im Veranstaltungssaal des
Gutenberg-Museums im Rahmen der Mainzer-Minipressen-Messe
uraufgeführt worden ist.
HAGEDORN: Lange bevor Andreas Ammer Apokalypse-Live in
München aufführte.
WEIGONI: Wir haben den „Anstalten des öffentlichen Rechts“
im deutschsprachigen Raum dieses Live-Hörspiel-Projekt
bereits im Herbst 1992 zur Kooperation angeboten, damals
bestand nach Auskunft der Dramaturgien kein Bedarf...
HAGEDORN: Das Spannungsfeld Bühne / Elektronik / Studio hat
dich seit den 1980-ern nicht losgelassen.
WEIGONI: Unlängst hatte ich den Auftrag, für die Reihe
„Forum“ in Düsseldorf ein Libretto zu schreiben, aus dem
Texte der »Letternmusik« stammten. Der Komponist Thomas
Blomenkamp setzte die Gedichte kammermusikalisch für die
Uraufführung in der Reihe forum 20 im Ibach-Saal um.
»Letternmusik im Gaumentheater« ist eine tonale Komposition
mit sprachlichen Mitteln. Lyrik, das ist meiner Ansicht nach
auch Performance. Nirgendwo entfalten sich Gedichte so, wie
auf der Bühne, einem Stück Theater.
HAGEDORN: Es war dir immer wichtig mit bildenden Künstlern
zu arbeiten.
WEIGONI: »Schland« ist die mir wichtigste Arbeit, weil hier
Bildende Kunst, Komposition und die Darstellende Kunst
sinnfällig ineinander gegriffen haben. Auch hier ein
ähnliches Problem, die Produktion war auf S-VHS
dokumentiert, danke Tägers Hilfe gibt es nun ein Remaster
von Super-8 auf DVD.
HAGEDORN: Den Glauben an die Poesie hast du nicht verloren?
WEIGONI: Ich befrage sie, nach wie vor. Beispielsweise in
dem Langgedicht »Señora Nada«, hier erprobe ich eine
Sprache, deren lyrische Qualität liquid und zugleich
beweglich ist, als müßte sie auf die unruhigen Wasser der
Lagune antworten.
HAGEDORN: Deine CDs sind ein ungeheuer facettenreiches
Klang-Inferno, dies wird besonders deutlich bei deiner CD
Top 100, die, wenn man sie den gängigen Hörbüchern
gegenüberstellt, deutlich macht, wie unterschiedlich und
dennoch ähnlich wirkungsvoll Literatur musikalisch umgesetzt
werden kann.
WEIGONI: Diese Vielfalt sehe ich als großen Vorteil.
Momentan verfügen wir über die ganze Bandbreite an
künstlerischen Möglichkeiten, die sich vor allem technisch
umsetzen lassen. Auf Top 100 finden sich Techniken und
Arbeitsweisen aus 70 Jahren Hörspielgeschichte...
HAGEDORN: Kannst du zur Erläuterung einige Beispiele nennen?
WEIGONI: Da prallt das Sampling eines legendären Walter
Ruttman-O-Ton-Stücks auf eine klassische Sprech-Stimme, die
gegen ein rückwärts laufendes Band anspricht und auf einen
Proloriff kracht, der mit Streetsound gekreuzt wird... bis
hin zu einer Hommage an Orson Welles; und natürlich alle
digitalen Leckereien, die auf dem damaligen Stand der
Technik möglich waren. Diese Werkgruppen sind ineinander
verflochten. Es findet sich das Hörspiel als Bagatelle,
Triviale Maschinen sind ebenso zu hören wie Streetsounds,
das Hörspiel als Rough’n’Roll und eben das Hörspiel als
Spiel.
HAGEDORN: Warum so kurz?
WEIGONI: Auftrag an die unterschiedlichen Komponisten und
Schauspieler war die Maßgabe, ein Hörspiel zu gestalten, das
kürzer als eine Minute sein sollte. Die meisten
Audiokünstler haben sich daran gehalten. Weiterer Auftrag
war, Hörspiel so zu gestalten, wie sich die
unterschiedlichen Komponisten und Schauspieler das Genre
Hörspiel vorstellen. Daher die Vielfalt des Dargebotenen.
HAGEDORN: Du arbeitest du dich an Trivialmythen ab. Zuerst
waren es sogenannte Gossenhefte, später kam
»RaumbredouilleReplica«...
WEIGONI: Ein Hörspiel als Pop-Song, ein Popsong als
Hörspiel, ein Hörspiel, das sich tanzen läßt... „Was heute
noch wie ein Märchen klingt...“
HAGEDORN: So haben sich die Deutschen in den 1960-er Jahren
die Zukunft vorgestellt, als autoritären Staat...
WEIGONI: ... in dem die Akteure in einem Rhythmus reden, der
als Vorläufer des heutigen Rap bezeichnet werden kann. „Es
gibt keine Nationalstaaten mehr, es gibt nur noch die
Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.“
HAGEDORN: Bei der runderneuerten Hörspielcollage
»RaumbredouilleReplica« geht es um alles: Die Bedrohung der
Erde. Einen gesteuerten Schnelläufer. Eine Invasion und
natürlich: Die Rettung der Erde.
WEIGONI: In Tom Täger habe ich den optimalen
Kooperationspartner gefunden. Täger, der in seinem Tonstudio
an der Ruhr die ersten Alben von Helge Schneider produziert
oder die Misfits begleitet hat, hat ebenfalls ein Faible für
Trash.
HAGEDORN: Die »RaumbredouilleReplica« berücksichtigt die
Anforderung des klassischen Science-Fiction (Bedrohung der
Erde, Rettung derselbigen) und ergänzt sie um Chiffren der
Popkultur. Einen Remix herzustellen ist in der Popmusik
normal. Ihr habt das Selbe mit der Tonspur der Fernseh–Serie
Raumpatrouille gemacht.
WEIGONI: Für mich gehört das O-Ton-Hörspiel noch lange nicht
zu den Akten. Bei der Produktion »Zur Sprache bringen…«
kommt uns zugute, daß Radio–Machen ist ein Medium ist, bei
dem man Behinderung nicht sieht. Bei dem Hör–Spiel–Projekt
steht das Geschichten–Erzählen und die gemeinsame Arbeit von
„Menschen mit Möglichkeiten“ im Vordergrund. Die Hörer
spricht die Direktheit der dargestellten Konflikte an, auch
die Ungeschütztheit, mit der berichtet wird, sowie eine
gewisse Dringlichkeit des Tons. Es ging darum zuzuhören und
eine Medienerfahrung zu machen. Ich ermunterte die Bewohner
dazu, Geschichten zu erzählen. Zu erzählen mit dem
natürlichen Charme, der ihnen angeboren ist. Hier wurde
nicht geschönt, vertuscht, verheimlicht, hier konnte man
Fehler machen.
HAGEDORN: Fakten und Fiktion kommen einander immer ins
Gehege. Rimbauds Verdikt, nach dem Ich ein anderer ist, wird
mittlerweile wie eine Binsenweisheit zitiert. Die Maske
hinter der Maske ist stets eine neue Möglichkeitsform des
Ich, nicht das Produkt einer wie auch immer gearteten
Wirklichkeit. Doch die Verlockung ist ungebrochen, den Autor
hinter der Maske seiner Figuren zu identifizieren. Wie löst
du das?
WEIGONI: Spielerisch. "Der Mensch ist nur da ganz
Mensch, wo er spielt.“, postulierte Schiller. Platon hatte
Spiel genannt, was keinen nennenswerten Nutzen oder Schaden
mit sich bringt. Ich lege die Betonung beim Hörspiel auf das
Wort ‚Spiel’. Wie bei jedem Spiel gibt es Regeln. Und bei
jedem neuen Stück muß man auch die Regeln neu erfinden.
HAGEDORN: „Wenn es Videoclips gibt, muß auch die Literatur
auf die veränderten medialen Verhältnisse reagieren.“ hast
du kackfrech vor Jahren proklamiert.
WEIGONI: Es sind kurze Ausrisse. In diesem Bereich bin ich
Praktiker und sehe mich zu theoretischen Äußerungen nicht in
der Lage, da Reflexion und Kontrolle in der Praxis
stattfinden, also der Wirklichkeit der
Produktionsbedingungen und der sich stetig verändernden
Technik standhalten müssen. Früher haben die Künstler
Manifeste geschrieben. Nun leben wir im 21. Jahrhundert.
Wenn du nichts dagegen hast, würde ich gerne eine Passage
aus dem Arbeitspapier von Top 100 zitieren...
HAGEDORN: Habe ich bereits in MetaPhon paraphrasiert. Kommt
einfach auf den Punkt.
WEIGONI: Zwischen der Leere des Zen-Spruchs und dem
hysterischen Rhythmus des Videoclips ist eine Form zu
entdecken, die sich hören lassen kann. Nur so kann
Literatur, will sie auf die veränderten medialen
Verhältnisse und die dadurch erzeugten Wirklichkeiten
reagieren, einen innovativen Input erhalten und letztlich
eine weitere Existenzberechtigung. Mit der Digitalisierung
beginnt das Zeitalter des LiteraturClips.
HAGEDORN: Andy Warhol hat aus Kunst Mode gemacht. Er machte
Kunst banal und damit zu einer der Mode unterworfenen Ware.
Also wird seine Vorhersage ernst: Jeder wird in Zukunft für
15 Minuten berühmt.
WEIGONI: Wenn etwas von den größenwahnsinnigsten Projekten
der gescheiterten Moderne lernen kann, dann, daß Kunst die
Suche nach der außergewöhnlichen Form ist. Das hätte
wahrscheinlich selbst der böse Prophet des Trivialen so
gesehen. Mit dem von mir geliebten rheinischen Humor ist Top
100 eine ironische Antwort auf unsere Hitparadenkultur. Wo
auf überkommene Formen verzichtet wird, müssen neue
Logistiken ausprobiert werden. Hier mit Kurzhörspielen, die
in maximal einer Minute erzählt werden und den
Fragmentarismus der Zeit widerspiegeln.
HAGEDORN: Die Gästeliste deiner CD ist beeindruckend. Wie
bist du an die ganzen Leute gekommen?
WEIGONI: Es sind fast alle alte Kollegen von mir, die aus
einem trockenen Konzept ein Kunstwerk gemacht haben.
Poetische Momente von Der Plan treffen auf industriellen
Lärm, die Licks von Phillip Boa auf lyrische Momente des
Komponisten Karl-Heinz Blomann, Grooves von Scoredreth auf
das Gebrummel des Rezitators Christof Wackernagel. Ginka
Steinwachs spielt Geige...
HAGEDORN: ...die du am Mac mit einem Soundprogramm noch
verfremdet hast...
WEIGONI: So ähnlich sind auch andere Clips entstanden!
Gefragt war bei Top 100 also die Idee pur, ohne chemische
Zusätze. Insgesamt 99 Bagatellen warten auf ihre Umsetzung,
um dann durch den Hörer neu umgesetzt zu werden. Wenn man
die Taste Random oder Shuffle drückt, setzt der
Zufallsgenerator im CD-Player das digitale Hörspiel
zusammen.
HAGEDORN: Den Titel Nummer 100.
WEIGONI: Exakt! Bei der Uraufführung im Kulturbahnhof Eller
habe ich die Zeit ausgewürfelt, die Augen sagten: 7 Minuten.
HAGEDORN: Du machst dir einen Spaß daraus, die Aufnahmen als
mp3 bei dem vom DeutschlandRadio betriebenen http://www.blogspiel.de einzustellen.
WEIGONI: Und es ist interessant, wie sich eine jüngere
Generation von Hörspielern damit auseinandersetzt. Das
Hörspiel für den i-pod wird sich meiner Einschätzung nach
durchsetzen.
HAGEDORN: Das hält dich nicht davon ab, an einer neuen CD zu
arbeiten, die sich im Titel frecherweise nach einer
Literaturgattung benennt.
WEIGONI: Als Madonna eine CD mit dem Titel „Music“
herausgebracht hat, habe ich mit Täger in einer Sektlaune
rumgeflaxt, daß wir die nächste CD „Gedichte“ nennen
sollten. Dabei ist es geblieben. Hörbücher sind die
herausgestreckte Zunge des Medienzeitalters!
HAGEDORN: Bedanke mich!
WEIGONI: Bis dahin.
Links:
* Siehe auch das Porträt: Der Musiker und Produzent Tom
Täger aus Bad Mülheim
http://www.vordenker.de/weigoni/mpaed.htm
http://www.hoerspiel-labor.de
Die CDs sind erhältlich über: info@tonstudio-an-der-ruhr.de
IP: geloggt Ich bin ein Amateur, weil in dem Wort Amateur das Wort Amour steckt.
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Matze
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Abgeschickt am: 14.05.2007 um 12:54 Uhr |
MetaPhon V ab dem 21. Mai 2007
»Unbehaust«
mit Jo Chang – Bibiana Heimes
Regie: Johanna Schmidt
Komposition: Tom Täger
Produktion: Tonstudio an der Ruhr
Master: daniel@taeger–music.de
Exil und Sprachheimat. In ihren poetopathologischen
Aufzeichnungen kämpft die Patientin Jo Chang gegen das
Vergessen, das Verlassen–Werden, die Gesellschaft, Gott, und
den Tod. Ihr ist das Leben entglitten. Sie versucht es auf
dem Papier mit Kanjis wieder zu ordnen. Versucht das, was
wir alle tun, dem Leben, wenn es schon keinen Sinn hat,
wenigstens eine erzählerische Ordnung zu geben. Die
seelischen Grenzüberschreitungen, die das lyrische Monodram
thematisiert, vollzieht es formal in der Aufhebung der
Gattungsgrenzen nach. Es wird ganz ohne Psychologie erzählt,
eher als Status quo eines Experiments. Jo Chang ist auf der
Suche nach ihrem Ursprung und findet Einzelteile einer
versprengten Existenz.
Die Papier-Komposition zum Monodram »Unbehaust« handelt vom
unermüdlichen Tägerschen Forschergeist, von der ewigen Suche
nach unverbrauchten Ausdrucksformen. Tom Täger hat versucht,
die Form des Monodrams, die Gedanken der Hauptfigur auf
musikalische Verhältnisse zu übertragen und generiert mit
seiner Komposition zu »Unbehaust« eine subtile Kongruenz von
Wort–Ton–Bezügen. Die Anlage der Papier–Collage ist schlicht
und raffiniert zugleich. Tempomäßig und im Grundcharakter
stiftet sie eine Bogenform. In den Zeitdauern ist sie
ansteigend, die dynamisch intensivste Stelle steht etwa in
der Mitte. Die Komposition ist durchgeformt. Das Tonmaterial
kombiniert mit Papiergeräuschen und Komplementärakkorden,
wird stringend ausgeführt. Ein Zug des Schweifenden, des
locker Gelösten ist diesem Hörstück eigen, das von Bibiana
Heimes als Sprecherin gestaltet wird. Ihre gezackte
Rezitation ist rasch als Parodie auf Rene Polesch Vokalstil
zu verstehen. Sie gilt als Verrückte – oder mimt zumindest
eine exaltiert Abgehobene. In ihren poetopathologischen
Aufzeichnungen kämpft Bibiana Heimes als Patientin Jo Chang
gegen das Vergessen, das Verlassenwerden, die Gesellschaft,
Gott, und den Tod. Die seelischen Grenzüberschreitungen, die
das lyrisches Monodram thematisiert, vollzieht es formal in
der Aufhebung der Gattungsgrenzen nach. Es wird ganz ohne
Psychologie erzählt, eher als Status quo eines Experiments.
Sie ist auf der Suche nach ihrem Ursprung und findet
Einzelteile einer versprengten Existenz. Das Langgedicht
handelt nicht nur von großer Not, es ist auch selbst in Not.
Mit schlankem Federstrich zeigt die asiatische Emigrantin
die Neurosen und die Zerstörtheit der westlichen Warenwelt
auf. Sie scheint mit den Worten zu schweben: eine
Sprechmusikerin.
Tom Täger gilt zu Recht als Hörspielkomponist. Er braucht
zur Darstellung seiner Klang–Farben– Vorstellungen die
Vielfalt der Instrumentalpalette. Seine Kompositionen sind
nicht bloße «Begleitung», sondern strukturell und
diskpositiv ebenso gewichtig wie die Sprecherstimmen. Der
Mülheimer hat im Terrain der Musik stets die schwierigen,
scheinbar unbegehbaren Routen oberhalb der Baumgrenze
gewählt. Man glaubt beim Hören schrundiges Felsgestein unter
den Füßen zu spüren. Erkaltete Lavaboasen und schwarzes
Geröll, scharfkantige Krater und gähnende Erdspalten; er
assoziiert Reliefstrukturen mit dem Rumoren des Papiers,
fauchende Fumarolen mit tonlosen Anblasgeräuschen. Tägers
Musik hat keinen illustrativen Charakter. Seine
Klanglandschaften in »Unbehaust« sind abstrakt und trotzdem
von eindringlicher Bildhaftigkeit.
Unter dem Stichwort Monolog (griechisch: monologos,
"allein redend", "mit sich redend")
findet sich im Nachschlagewerk folgende Anmerkung: "In
der antiken Tradition gewann der Monolog vor allem mit dem
Zurücktreten des Chors an Bedeutung." Dauert das
Zurücktreten des Chors im 21. Jahrhundert noch an?
Eine Hörprobe von »Unbehaust«. findet sich ab dem 21. Mai
unter: http://www.hoerspiel-labor.de
Die Künstlerbücher »Unbehaust«, »Faszikel« und »Idole« sind
erhältlich über die Werkstattgalerie Der Bogen, Tel. 02932
2457
Mehr Infos unter: Mehr Informationn unter: http://www.kultura-extra.de/literatur/literatur/rezensionen/
Kuenstlerbuch_Idole_Weigoni_Hieronymus_2007.php
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Matze
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Abgeschickt am: 06.06.2007 um 17:06 Uhr |
MetaPhon VI mit »Reality Radio, eine Radio-Satire« ab 18.
Juni 2007 auf hoerspiel-labor.de
Das Unternehmen Halmackenreuther präsentiert
»®eality–®adio–®emix«
Eine Radio-Satire von Mario Giordano, Ingrid Schlüter,
Marina Rother & A.J. Weigoni
Radio Schauerland hat seinen großen Tag. Im Rahmen einer
Live–Sendung, die nicht zufällig an die Oscar–Verleihung
erinnert, werden die Preise für die besten journalistischen
Radiobeträge vergeben. Fünf goldene Mikrophone gilt es zu
verteilen als Preis für die jeweils Jahresbesten eines
Genres. Nachdem Hansi Schwaiger den Hörern den sexuellen
Gebrauchswert seiner Kollegin nachdrücklich geschildert hat,
wird der erste Preisträger vorgeführt:
„Hautnah“ heißt die Live–Reportage, die Ingrid Schlüter
geschrieben hat. Ein Lebensmüder steht auf einer Brücke und
droht sich hinunterzustürzen. Live dabei ist Wahnfried Doll
mit seinen Hörern, Mutter und Frau des Todeskandidaten sind
per Telefonschaltung auch dabei – und immer mehr Hörer. Die
Sendung gerät zum Volksfest. Der Lebensmüde wird mit dem
Radiomikrofon gerettet.
Beschäftigen sich die anderen Beiträge weitgehend mit der
Außenansicht des Mediums Lokalfunk beschäftigt, so wendet
sich „Die Parkuhr“ von A.J. Weigoni mehr dem Innenleben der
Sender zu. Ist die Zeit auch viel zu knapp für solide
journalistische Arbeit, für böse Intrigen reicht sie
allemal. Der rührige Reporter bekommt als vermeintlicher
Parkuhrdieb zwei Jahre Knast, den Preis bekommt der Chef.
Wieder in der Rahmenhandlung, die Mario Giordano schrieb,
kündigen Hansi und Evelyn den nächsten Preisträger an: „Der
Totenbegleiter“. Marina Rother hat das Studiogespräch
getextet. Hildegard Kleinschmidt hat den Bestatter Alois
Rehbein ins Studio eingeladen. Der dynamische Unternehmer
reißt rasch die Sendung an sich. Leidenschaftlich trägt er
sein Konzept vor: ein rauschendes Fest statt Trauer,
Inszenierung statt Leben.
„Bericht mit O–Ton“ stammt ebenfalls von A. J. Weigoni. Die
Lokalfunkjournalistin Cordula Klümper, immer auf der Suche
nach einer Story, verwertet sich diesmal selbst, und
berichtet aus dem Kreissaal von der Geburt ihres Kindes. Sie
hat keine Hemmungen bei der Selbstausbeutung. Solche
tabulosen Leute braucht das Medium, das ist schon ein
„Goldenes Mikrofon“ wert.
Eine Hörprobe von »®eality–®adio–®emix« findet sich ab dem
18. Juni unter: http://www.hoerspiel-labor.de
Die Aufnahme ist in HiFi-Stereo-Qualität erhältlich über: info@tonstudio-an-der-ruhr.de
IP: geloggt Ich bin ein Amateur, weil in dem Wort Amateur das Wort Amour steckt.
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Matze
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Abgeschickt am: 12.07.2007 um 10:55 Uhr |
MetaPhon VII ab dem 16. Juli 2007 mit »The last pop-songs«
Kompositionen von K.H. Bomann, Frank Michaelis, Tom Täger,
Scoredreth
mit Marion Haberstroh, Andy Schulz u.a.
Vera leitet sich vom Wortstamm: Wahrheit ab. Vera strange
tapes sind ästhetische Erwiderungen zu Rap, Reggae und
Karneval. Unter "the last pop-songs" formieren
sich Kurzhörspiele die sich tanzen lassen zu einem luziden
Klanggewitter. A. J. Weigoni und Frank Michaelis betreiben
mit der Literatur eine multimediale Hörspielerei zwischen
Performance, Theater und Lesung, und setzen Elemente der
Minimalmusik ebenso ein, wie die des Jazz.
Eine Hörprobe von »The last pop-songs« findet sich ab dem ab
dem 16. Juli 2007 unter: http://www.hoerspiel-labor.de
Die Aufnahme ist in HiFi-Stereo-Qualität erhältlich über: info@tonstudio-an-der-ruhr.de
IP: geloggt Ich bin ein Amateur, weil in dem Wort Amateur das Wort Amour steckt.
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Matze
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Abgeschickt am: 15.07.2007 um 11:03 Uhr |
Pop am Rhein: Popliteraturgeschichte(n) 1965 - 2007
Viel wurde in den letzten Jahren über Popliteratur geredet
und geschrieben. Ein weithin unbeachteter Aspekt ist dabei,
dass maßgebliche Impulse für die Entstehung einer
Popliteratur vom Rheinland ausgingen. Ganz am Anfang
standen die Autoren und Übersetzer Rolf Dieter Brinkmann und
Ralf-Rainer Rygulla, die ab Mitte der 1960er Jahre in Köln
lebten und von hier aus der amerikanischen Beat- und
Untergrund-Literatur deutschlandweite Aufmerksamkeit
verschafften. Einige der einschlägigen Publikationen
erschienen schon damals im Kölner Verlag Kiepenheuer &
Witsch, der es auch in den Jahrzehnten immer wieder
erfolgreich verstand, Literatur unter dem Siegel des Pop zu
vermarkten.
In den 80er Jahren wurde Düsseldorf mit seiner lebendigen
NDW-Szene zum Spielplatz für Akteure wie Peter Glaser,
Niklas Stiller und Hubert Winkels.
Anfang der 90er Jahre waren auch – inzwischen arrivierte -
Autoren wie Marcel Beyer und Norbert Hummelt vom Pop-Virus
angesteckt, im Umkreis des Kölner KRASH-Verlags entwickelten
sich neue Spoken-Word-Literaturformen, 1993 wurde mit der 1.
Deutschen Literaturmeisterschaft „Dichter in den Ring!“ im
Kölner Rhenania der erste Poetry Slam auf deutschem Boden
überhaupt veranstaltet. Diese Literaturwettbewerbe
grassierten in der Folge auch in anderen Städten, besonders
lange (nämlich bis in die heutige) tobt im Düsseldorfer ZAKK
die „Poesieschlacht“. Zudem ist spätestens seit Mitte der
90er-Jahre in den Clubs der rheinischen Großstädte eine
lebendige Live-Literatur-Szene am Werke, die so in dieser
Dichte nur noch in den Millionenstädten Hamburg und Berlin
zu finden ist.
Die Ausstellung will diese popliterarischen Szenen zwischen
Over- und Underground mit Objekten, Plakaten, Flyern, Fotos,
Audio- und Videoclips nachvollziehen - ein Zeitpanorama
durch das Vergrößerungsglas der regionalen Perspektive, die
eine erhebliche größere Tiefenschärfe bei der Betrachtung
der Phänomene zulässt.
Gerade deshalb wird hier der Begriff „Popliteratur“ nicht
vorbehaltlos übernommen, sondern er wird durch die Vielfalt
der präsentierten Positionen aufgebrochen und
problematisiert.
Die Ausstellung zeigt u.a. Exponate von und über: Yola
Berbesz, Marcel Beyer, Rolf Dieter Brinkmann, Hansjürgen
Bulkovski, Campino, Karin Dreier, Frank Fenstermacher,
Fehlfarben, Peter Glaser, Richard Gleim, Pamela Granderath,
Peter Hein, Hadayatullah Hübsch, Norbert Hummelt,
Kiepenheuer & Witsch, Ferdinand Kriwet, Stan Lafleur, Pietro
Pellini, Dietmar Pokoyski, Ralf-Rainer Rygulla, Xao
Seffcheque, Niklas Stiller, Tom Toys, A.J. Weigoni, Gunda
Wienke, Christof Wolff, Harald Sack Ziegler.
17.09. bis 04.11.2007 - Heinrich-Heine-Institut
Pop am Rhein: Popliteraturgeschichte(n) 1965 - 2007
Texte, Schriften, Bilder, LAUT!Dichtung
Eröffnung: 16.09.07, 11 Uhr mit Schlammpeitziger
(Elektronik)
Heinrich-Heine-Institut, Bilker Str. 12-14, 40213
Düsseldorf, Öffnungszeiten: Di – So 11-17h
Führungen für Schulklassen möglich.
Weitere Termine:
9.10.2007, 20 Uhr: Lesung mit Guy Helminger, Musik vom
Kölner Multi-Toy-Instrumentalisten Harald Sack Ziegler
31.10.2007, 20 Uhr: Lesung mit Peter Glaser, elektronische
Musik mit dem Duo Marcus Schmickler (Computer) und Thomas
Lehn (Analog Synthesizer)
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