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Literaturforum: Der menschliche Wille


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 Autor
 Thema: Der menschliche Wille
LX.C
Mitglied

1770 Forenbeiträge
seit dem 07.01.2005

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Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 08.07.2007 um 17:23 Uhr

"Aufgeben ist keine Option", sprachs, kämpfte und gab auf.


.
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DataBoo
Mitglied

554 Forenbeiträge
seit dem 11.04.2007

Das ist DataBoo

     
1. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 09.07.2007 um 00:10 Uhr

...und nur wer aufgibt verliert; aber was gibt es zu gewinnen? Gewinn/Nutzenfaktor, eine tägliche Auseinandersetzung. Ziele, Wege, Umwege, Fehler, wollen-nicht wollen...Ich weiß meistens was ich will, nur selten ist es klar, logisch und transparent, für andere Menschen unklar, logisch und transparent, für mich kaum auszumachen was andere von mir wollen.Tapetengeflüster, singsang der Besinnung, ich könnt was schreiben,. immer weiter, hier alles zukleistern bis keiner mehr gucken kann vor lauter Worte. Niemand würde sich die Mühe machen eine Worttapete zu lesen, alles für die Katz! Ich könnte wenn ich wollte, aber will ich das?

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Franklin Bekker
Mitglied

98 Forenbeiträge
seit dem 09.01.2005

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2. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 09.07.2007 um 21:17 Uhr

Diese Nachricht wurde von Franklin Bekker um 21:19:37 am 09.07.2007 editiert

"Lieber will noch der Mensch das Nichts wollen, als nicht wollen." Frei nach F. Nietzsche in "Zur Genealogie der Moral".

Vor allen Dingen will man auch von anderen, dass sie wollen. Es ist eine kategorische Forderung, die wir an Andere und an uns selbst stellen. "Wisse, was dich bewegt und sage ja dazu!", so klingt es für mich.

Ich habe vor Kurzem versucht den Begriff "Willen zur Macht" bei Nietzsche nachzuvollziehen. Wollte ich das auf den Punkt bringen, sähe es so aus: "In „Von der Selbst-Ueberwindung“ wird der Gedanke des Willen-zur-Macht weiter voran getrieben. Zarathustra beruft sich hier auf „das Leben selber“(Za II). Er geht von der Veränderlichkeit der Dinge aus, spricht vom „Fluss des Werdens“(Za II) und das Leben präsentiert sich ihm als das, „was sich immer selber überwinden muss.“(Za II), was also darin besteht, sich ständig zu verändern. Dieses Werden kann nicht mehr teleologisch verstanden werden, als ein Werden in dem bereits festgelegt ist, was geworden sein wird, denn „[...] alle Zwecke, alle Nützlichkeiten sind nur Anzeichen davon, dass ein Wille zur Macht über etwas weniger Mächtiges Herr geworden ist [...]“ (GM II). Das Gewordene wird begriffen als geworden durch den Willen-zur-Macht und wird somit erst nachträglich als der „Willens-Causalität“ (JGB 36) unterworfen interpretiert. Auf diese Weise wird zufällig Gewordenem ein Sinn beigefügt. Der Willen-zur-Macht dient der Erklärung relativ stabiler Zustände ebenso wie der Erklärung ständiger Veränderungen. Gerade ein beständig wirkender Wille führt zur Veränderung, indem er „seinem eigenen Gesetze [...] Richter und Rächer und Opfer [wird]“(Za II). Willen-zur-Macht heißt, dass etwas nicht davor zurück schreckt sich selbst genauso anders-zu-wollen, wie alles andere. Damit ist das Tabu der Selbstbezüglichkeit gebrochen und das teleologische Prinzip der Selbsterhaltung verabschiedet."


P.S. Es tut mir leid, dass ich euch ständig mit Nietzsche komme. Ich habe nur das Gefühl, dass seine Texte derartige Diskussionen, die schnell beginnen sich formleer ins inhaltsschwere aufzuschaukeln, etwas produktives bewirken können.


Komm schon, gieß mich in Bronze!
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annahome
Mitglied

720 Forenbeiträge
seit dem 19.06.2007

Das ist annahome

     
3. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 09.07.2007 um 22:10 Uhr

Zitat:

Es tut mir leid, dass ich euch ständig mit Nietzsche komme.

mein segen hast du.
nietzsche - bedingt - auch (ist ja schon lange tot, der lüstling)
gruß
annahome


statt kulturarmut - mut zur stadtkultur
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DataBoo
Mitglied

554 Forenbeiträge
seit dem 11.04.2007

Das ist DataBoo

     
4. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.07.2007 um 22:05 Uhr

Diese Nachricht wurde von DataBoo um 22:10:06 am 12.07.2007 editiert

Diese Nachricht wurde von DataBoo um 22:08:45 am 12.07.2007 editiert

Ich will Geld, ich will Liebe, ich will Sex, ich will Drogen, ich will Kunst, ich will Nietzsche lesen im Sommer, ich will mir auch einen Bart wachsen lassen, ich will soooo viel und noch viel mehr! Ich will die Sportschau, barfuß durch den Amazonas, Dollar wefen in Las Vegas, mit Vollgas auf der Autobahn, sie b****** beim Fahren, ich schmeck den Schnee im Sommer, ich will unsterblich sein, ich will Familie, hundert Kinder, ich will eine Segeljacht und die Reise um die Welt, ich will Imobilien haben, ein Haus, zwei Häuser, Schlösser, Burgen, ich will die Köchin vögeln, die geile Sau, auch die Nonne leg ich über´s Knie, ich will sündigen, ich will weinen, Schmerz erfahren, mich krümmen vor Ekel, Selbstekel, ich will mich wegbeamen, aber es geht nicht, ich will die Zeit anhalten, aber es geht nicht, ich will meine Freunde wieder haben, ich will immer lachen können, aber es geht nicht, ich will soooo viel, aber es geht nicht...zu kurz mein kleines Menschenleben...
....drum lass uns nun einen heben!

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Herr Aldi
Mitglied

106 Forenbeiträge
seit dem 21.05.2005

Das ist Herr Aldi

     
5. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 12.07.2007 um 22:44 Uhr

Fang mit dem Bart an - ohne Bart ist ein Mann nicht richtig angezogen.


Wie entwürdigt man den Tod am besten? Indem man den Willen hinterlässt, im Sarg auf den Bauch gelegt zu werden. (Wolfgang Hildesheimer)
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annahome
Mitglied

720 Forenbeiträge
seit dem 19.06.2007

Das ist annahome

     
6. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.07.2007 um 20:07 Uhr

Zitat:

ich will mir auch einen Bart wachsen lassen,
ich auch. aber wie ...?


statt kulturarmut - mut zur stadtkultur
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Der_Geist
Mitglied

952 Forenbeiträge
seit dem 25.02.2007

Das ist Der_Geist

     
7. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.07.2007 um 20:13 Uhr

Zitat:

ich auch. aber wie ...?

Frag mal die Radfahrer: Testosterondoping?

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annahome
Mitglied

720 Forenbeiträge
seit dem 19.06.2007

Das ist annahome

     
8. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 13.07.2007 um 20:25 Uhr

mit der ollen tretmühle?
du bist mir einer !!


statt kulturarmut - mut zur stadtkultur
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DataBoo
Mitglied

554 Forenbeiträge
seit dem 11.04.2007

Das ist DataBoo

     
9. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 19.07.2007 um 10:29 Uhr


-Klick-

Ich will Kaffee am Morgen, ich will auch die Zigarette, zum Teufel mit diesen Verboten! Ich will ein Auto ohne Steuern, ich will keinen Solidarzuschlag mehr zahlen, ich will Rente, ich will leben ohne Krankheit, ich will keinen täglich- Krieg- gib- uns- heute-Frühstück, ich will mit Kindern über die Zukunft sprechen...aber ich trau mich nicht.
Ich will Luxus ohne zu bezahlen, ich will immer Urlaub haben, ich will mit bloßen Händen Lachse fangen in Kanada, ich will tauchen mit den Haien. Ich wil mich nicht entscheiden müssen, ich will daran nicht leiden müssen, ich will keinen Käfig haben, möchte frei sein, wollt Ihr das auch?

Rauschen

-Klick-

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