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Literaturforum: Kritik / -fähigkeit


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Forum > Literaturgeschichte & -theorie > Kritik / -fähigkeit
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 Thema: Kritik / -fähigkeit
LX.C
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Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 09.11.2008 um 11:33 Uhr

[Quote]Wenn du Quintilius etwas vortrugst, sagte er wohl: "verbessere bitte dies hier und dies." Behauptetest du, du könntest besser nicht machen, was du zwei- oder dreimal vergeblich versucht hättest, so hieß er dich, es zu vernichten und die schlecht gedrechselten Verse zurück auf den Amboß zu legen. Wenn du den Fehler lieber verteidigen als ihn auszumerzen wolltest, verschwendete er weiter kein Wort und keine fruchtlose Mühe, damit du dich und das Deine nur ruhig liebtest, allein und ohne Rivalen.[/Quote]

Quelle: Horaz: Die Dichtkunst, Reclam jun., Stuttgart 2008, S. 33.


.
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Gast873
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1. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 09.11.2008 um 14:55 Uhr

die "ars poetica" zu lesen, empfehle ich schon seit langem .-)

siehe u.a. hier:

http://www.versalia.de/forum/beitrag.php?board=v_forum&thread=2389

(antwort 27) hab ich das alles dort zur ästhetik geschrieben? LOL habs fast schon wieder vergessen.

gruß,
hyperion

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LX.C
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2. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.11.2008 um 18:30 Uhr

Na ja, das ist ja keine Leseempfehlung, sondern Anregung, Kritikfähigkeit zu überdenken.
Andererseits bleibt wieder die Frage offen, wieweit man sich reinreden lassen soll. Schließlich gibt es keinen Quintilius mehr und eine Normpoetik ist auch nicht mehr bindend.


.
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LX.C
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3. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.11.2008 um 18:40 Uhr

Nichtsdestotrotz stimmt auch folgendes nachdenklich.

[Quote]Nicht jeder Richter durchschaut eine schlecht komponierte Dichtung […] Laß ich deshalb mich gehen und schreibe nach Willkür? Oder soll ich glauben, daß alle meine Fehler erkennen, und nur darauf achten, ja nicht die Grenze zu überschreiten, in der ich noch Nachsicht erhoffen kann? Dann habe ich Tadel vermieden, aber nicht Lob mir verdient.[/Quote]

Quelle: Horaz: Die Dichtkunst, Reclam jun., Stuttgart 2008, S. 21.


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Der_Stieg
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4. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.11.2008 um 20:13 Uhr

Zitat:

Andererseits bleibt wieder die Frage offen, wieweit man sich reinreden lassen soll. Schließlich gibt es keinen Quintilius mehr ...

Das waren meine Gedanken beim Lesen des Erstbeitrags.

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LX.C
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5. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 10.11.2008 um 22:06 Uhr

Und was schließt du daraus? Gar keine Kritik annehmen?


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Der_Stieg
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6. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 11.11.2008 um 19:41 Uhr

Oh, doch, ich halte sehr viel von Kritik, es sei denn, man zieht den Elfenbeinturm vor (wenn es einer für sich so entscheidet, verurteile ich das allerdings auch nicht; jeder wie er will/kann; für mich ist der Elfenbeinturm nix). Kritik ist deshalb wichtig, weil man in seiner eigenen Kunst oftmals zu Betriebsblindheit neigt, so allein im eigenen Oberstübchen. Ein Augenmerk von außen kann einen da entwicklungsmäßig in neue, ungeahnte, fruchtbare Richtungen bringen.

Allerdings sollte man in der Lage sein, die Kritik wiederum kritisch zu analysieren. Hat mir jemand wirklich Konstruktives mitzuteilen, will jemand nur polemisieren etc.

So in etwa. Man kann nur lernen.

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LX.C
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7. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 11.11.2008 um 20:11 Uhr

Ja, jeder muss wohl seinen Quintilius finden, und das aber auch nur unter der Voraussetzung des demokratischen Konsens.


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Der_Stieg
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8. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 11.11.2008 um 20:28 Uhr

Zitat:

Ja, jeder muss wohl seinen Quintilius finden ...

Das ja; oder ein paar davon, spartenspezifisch.

Zitat:

... und das aber auch nur unter der Voraussetzung des demokratischen Konsens.

Das verstehe ich nicht. Wenn mir ein Kritiker was zu einem meiner Texte schreibt, muss das erst noch mehrheitlich abgesegnet werden oder wie? Steh aufm Schlauch, hilf ma eben.

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LX.C
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9. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 11.11.2008 um 22:14 Uhr

Gar nicht mal spartenspezifisch. Aber wenn’s ums Eingemachte geht, benötigt man schon jemanden, der versteht, was man mit seinem Werk will. Das ist, denke ich, die Grundlage einer konstruktiven Kritik.
Demokratischer Konsens soll dann bedeuten, dass die Meinung des Kritikers (oder Lektors) nicht bindend ist, sondern als Vorschlag angesehen wird, der nach sorgfältiger Abwägung zwischen Argumenten des Kritikers (oder Lektors) und der Intention des Autors angenommen oder verworfen werden kann.


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