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Autor
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Thema: Georg-Büchner-Preis 2009
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LX.C
Mitglied
    1770 Forenbeiträge seit dem 07.01.2005

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| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 28.05.2009 um 23:46 Uhr |
Der österreichische Schriftsteller Walter Kappacher erhält
von der der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung den
Georg-Büchner-Preis. Verliehen wird die Auszeichnung am 31.
Oktober 2009 in Darmstadt:
Zitat:
Seine leise, musikalische Prosa voll melancholischer
Unerbittlichkeit – stets traurig, nie trostlos – klärt uns
über uns selbst auf. Dieser poetische Realist unserer Tage,
der bei vollkommener Gegenwärtigkeit an die große
Erzähltradition anknüpft, erzeugt einen "Sog der
Stille".
Walter Kappacher wurde am 24. Oktober 1938 in Salzburg
geboren. Seit 1978 arbeitet er als freier Schriftsteller.
Sein Gesamtwerk ist beachtlich und galt doch lange als wenig
beachtet. 2008 erhielt er die Ehrendoktorwürde der
Universität Salzburg.
http://www.deutscheakademie.de/aktuell2.html
http://www.walter-kappacher.at/
IP: geloggt .
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Matze
Mitglied
  414 Forenbeiträge seit dem 09.04.2006

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| 1. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 29.05.2009 um 18:57 Uhr |
Diese Nachricht wurde von Matze um 18:57:45 am 29.05.2009
editiert
Gibt es eigentlich eine Liste, auf der erst alle Gebißträger
abgehakt werden?
IP: geloggt Ich bin ein Amateur, weil in dem Wort Amateur das Wort Amour steckt.
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LX.C
Mitglied
    1770 Forenbeiträge seit dem 07.01.2005

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| 2. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 29.05.2009 um 22:01 Uhr |
Wieso fragst du? Rechnest du dir dann Chancen aus?
IP: geloggt .
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Matze
Mitglied
  414 Forenbeiträge seit dem 09.04.2006

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| 3. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 30.05.2009 um 00:25 Uhr |
Zitat:
Wieso fragst du? Rechnest du dir dann Chancen aus?
Dann hätte ich wahrscheinlich etwas falsch gemacht:)
IP: geloggt Ich bin ein Amateur, weil in dem Wort Amateur das Wort Amour steckt.
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LX.C
Mitglied
    1770 Forenbeiträge seit dem 07.01.2005

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| 4. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 30.05.2009 um 12:47 Uhr |
Hast du denn schon mal einen Roman von Kappacher gelesen?
IP: geloggt .
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Matze
Mitglied
  414 Forenbeiträge seit dem 09.04.2006

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| 5. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 30.05.2009 um 15:51 Uhr |
Touristomania oder Die Fiktion vom aufrechten Gang. Was für
ein Schmarren!
IP: geloggt Ich bin ein Amateur, weil in dem Wort Amateur das Wort Amour steckt.
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LX.C
Mitglied
    1770 Forenbeiträge seit dem 07.01.2005

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| 6. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 03.06.2009 um 13:38 Uhr |
Gut, dann wirst du deine subjektiven Gründe haben.
Was die Verleihung der Preise an die überwiegend ältere
Dichtergeneration betrifft, so könntest du das für die von
dir hofierte jüngere Autorenschaft vielleicht insofern als
positiv betrachten, dass die Entgegennahme eines
renommierten Preises auch immer eine nachhaltige
Grenzüberschreitung des literarischen Feldes bedeutet, die
mit dem symbolischen Tod der Kreativität einhergehen kann.
Mit Dürrenmatt gesprochen: "Ein Schriftsteller, den
unserer Gesellschaft an ihren Busen drückt, ist für alle
Zeiten korrumpiert."
Die eigentliche Auszeichnung jüngerer Autoren ist doch die
Approbation, sprich, die Akzeptanz ihrer Texte durch
Lesepublikum und Veröffentlichungsmöglichkeiten. Kann es
eine wichtigere Form der Anerkennung geben?
Soll meinetwegen die Literaturpreisverleihung als Höhepunkt
eines Schaffens dem Lebensalter vorbehalten sein, zumindest
die der großen Preise. Ich persönlich finde, dass nichts
dagegen spricht.
IP: geloggt .
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Hyperion
Mitglied
    1456 Forenbeiträge seit dem 22.06.2006

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| 7. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 03.06.2009 um 14:55 Uhr |
Diese Nachricht wurde von Hyperion um 15:19:05 am 03.06.2009
editiert
ich stimme matzes doxastischen versuchen prinzipell nie und
in keiner weise zu, auch diesmal möchte ich dies nicht tun.
leider ist der gemeinsame kritikpunkt aber der, dass so ein
preis immer mit relativ viel geld verbunden ist und ein
junges, armes dichterleben enorm auffrischen und retten
könnte, wo es am dringendsten nötig wäre, denn kunst ist
kunst und hat nichts mit alter zu tun.
zweitens hätte novalis demnach (nicht des benötigten geldes,
sondern des alters wegen) nie eine auszeichnung verliehen
bekommen können, weil er etwa zu jung war?
drittens bekommen immer wieder die gleichen leute die
gleichen preise wie trophäensammler die gleichen trophäen,
was einem geistlosen fetisch nahe kommt und somit die
sinnstiftende funktion einer besonderen auszeichnung
verliert.
viertens ist das dürrenmatt-zitat auch als eine art schmerz
des kleinen mannes zu verstehen, eine art pöbel-antimoral
würde nietzsche sagen, um sich gegen die starken und
überlegenen durch die zurecht geschusterte ironie behaupten
zu können. leider.
grüße,
das bescheidene barett
IP: geloggt
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Kenon
Mitglied
  680 Forenbeiträge seit dem 02.07.2001

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| 8. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 03.06.2009 um 17:34 Uhr |
Zitat:
Kann es eine wichtigere Form der Anerkennung geben?
Der Kampf um Anerkennung ist irgendwie so ein Idiotenspiel,
an dem fast alle Künstler beteiligt sind. Von wem wollen
denn diese Künstler Anerkennung? Doch auch nur von Idioten.
Lieber frei werden.
IP: geloggt
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LX.C
Mitglied
    1770 Forenbeiträge seit dem 07.01.2005

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| 9. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 03.06.2009 um 20:48 Uhr |
Ich habe nicht gesagt, dass ein junger Autor keinen Preis
bekommen darf, lieber Tibor, sondern lediglich eine
Position für die ältere Generation ergriffen. Natürlich
hätte ich meinen letzten Satz durchaus erweitern können,
mit dem Anhang: außer das Preisgeld. Da aber der arme Poet
als durchaus gängiger Topos für außergewöhnliche
künstlerische Leistungen gilt, ich glaube sogar bei
Nietzsche, bin ich mir gar nicht so sicher, ob das nötig
gewesen wäre.
Kappacher wäre dem Lebenslauf nach ganz ein Autor in Matzes
Sinne gewesen, ihn jetzt als Gebissträger ausgrenzen zu
wollen, nur weil er zu späten Ehren kommt, ist in meinen
Augen nach wie vor unsinnige Opposition.
Anerkennung beginnt mit der Zustimmung zu einem Werk, in
diesem Sinne wären wir alle Idioten.
Wer frei davon sein will, muss Tagebuch schreiben, dieser
Tenor herrschte hier vor Jahren, vermutlich auch von dir,
Kenon. Doch was wäre eine Welt ohne Kunst, eine Welt, in der
jeder nur für die Schublade schreibt. Sie wäre ärmer als
jeder arme Poet.
IP: geloggt .
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