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 2 Forenbeiträge seit dem 13.04.2011
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| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 13.04.2011 um 16:18 Uhr |
Gerald Wolf: Glaube mir, mich gibt es nicht
Alexander, genannt Lexus, unterrichtet Philosophie, ärgert
sich mit seinem Chef herum, hat immer noch nicht habilitiert
und dann die Frauen und sein bester Kumpel Sebastian, ein
Neurophysiologe … eine interessante, witzige Geschichte hat
Gerald Wolf gestrickt, um nach der Emeritierung nun das
breite Volk in allem Wissenswerten um Gehirn und Geist zu
unterrichten. Ohne dass der Leser es recht bemerkt, fließen
die Seiten dahin und plötzlich hat er gelernt, dass der als
Insula bezeichnete Bereich im Schläfenlappen des Gehirns an
moralischen Entscheidungen beteiligt ist, der
Sprachphilosoph Wittgenstein einen klaren Schreibstil hatte
und einiges mehr.
Wolfs Figuren arbeiten und forschen im Grenzgebiet zwischen
Mystik und Naturwissenschaft und der Autor schafft es, in
leichter Romanatmosphäre die großen Fragen des Lebens nach
der Trennung von Geist und Gehirn und der Realität Gottes zu
behandeln. Lösungen gibt er nicht, wie es sich für einen
Skeptiker gehört, und regt den Leser an, diese Fragen für
sich selbst zu überdenken. In spritzigen Diskussionen
zwischen den Romanfiguren, die aus verschiedensten
akademischen Fachrichtungen kommen, stellt er mögliche
Positionen dar, und zeigt eine sehr lebendige Leidenschaft
am Disput, wie sie für die‚ Wissenschaft, besonders die
Philosophie, typisch ist; garniert mit einer interessanten,
verstrickten Liebesgeschichte und viel Situationskomik wird
dieses wissenschaftliche Lehrstück zu einem großen
Lesevergnügen.
Das Buch ist im Sichverlag erhältlich.
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