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Trunken, trunken ...


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Autor
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Thema: Trunken, trunken ...
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Wolkenduft
Mitglied
 60 Forenbeiträge seit dem 10.11.2009

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| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 09.07.2012 um 11:07 Uhr |
Trunken, trunken bin ich von deiner Nähe. Wenn ich dich
nicht sehe, fange ich an zu schwitzen, ich spüre, wie es
unter meinen Achseln feucht wird und mein Herz schlägt, viel
zu schnell schlägt in meiner Brust, die doch einfach nur von
diesem Kleid bedeckt und schön anzusehn sein soll. Ich gehe
auf dich zu und wanke, stöckerne Schuhe, doch einziger Halt,
auf diesem ebenen Weg zu dir, wie ein seidener Bach, der
unter meinen Füßen weggezogen zu werden droht, bitte geh
nicht weg. Ich stehe in deiner Nähe und mein Herz schlägt
wie ein verängstigter Vogel, ich muss mich erstmal
beruhigen, sehe mich doch deinem Blick entgegen, bin dir
präsent und weiß, es liegt ein langer Abend vor uns. Es soll
dauern, bis wir uns zu zweit an uns herantrauen, zu intim
die Begegnungen, die hinter uns liegen und die uns
aneinander bringen, ohne dass wir zu ihnen zurücksehen
müssen, zu zerbrechlich unsere Welt aus Blicken und
Berührungen, Worten und schmunzelnden Lippen, ironischen
Blicken und zärtlichen Gesten. Sanft, sanft ist doch unser
Spinnennetz, in das zu hüllen wir immer ein wenig Zeit
brauchen, Zeit und Vertrauen, in den Halt dieses Netzes zu
finden, wiederzufinden, nein, neu anzunehmen, denn dass es
hält, das wissen wir beide.
Es zieht mich zu dir hin und ich möchte meinen Blick gar
nicht mehr von deinen Augen abwenden, deinen schönen,
schönen Augen, deren Farbe unbeschreiblich hoffnungsfroh ist
und deren Blick so klar und wach und lieb und weich durch
sie hindurch mich anfunkelt, blitzt oder zärtlich anblickt,
und du schaust zurück, schaust einfach zurück und ich denke,
wir ertrinken beide, beide in dem Blick des anderen, und du
hebst deinen Arm zu mir, schiebst dich näher zu mir hin,
legst deine warme, warme Hand auf meine Schulter, berührst
meine nackte Haut und meine Seele mit dem Blick deiner
Augen, der Berührung deiner Hand, und den Worten, die Bände
sprechen und die ich durstig mit all meinen Sinnen trinke,
meinen Augen, meiner Haut und meinen Ohren: „Es ist schön,
dich zu sehen“. Und du lächelst dabei und ich meine, dass
deine Gefühle sich hinter der Schranke der Vernunft so weit
stauen, überrumpeln, überborden, dass ich froh bin, dass
deine Augen sich verengen, weil die kleinen Lachfältchen um
sie herum sich ausbreiten, weil ich mich sonst zurückhalten
müsste, mich dir um den Hals zu werfen und ganz, ganz fest
zu drücken, weil ich genauso empfinde wie du, und die Augen
zukneifen müsste, um das ganze, ganze, ganze Herzschlagen
und deinen warmen Körper und deinen Geruch, deinen
unglaublichen einzigartigen Geruch in mich aufzusaugen und
das Glück, dass du da bist, auszuhalten und ich hätte Angst,
würde ich mich zurückhalten , vor Sehnsucht nach deiner Nähe
zu zerspringen.
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Wolkenduft
Mitglied
 60 Forenbeiträge seit dem 10.11.2009

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| 1. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 09.07.2012 um 15:52 Uhr |
Hallo zusammen,
ich freue mich über Kommentare :-)
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raimund-fellner
Mitglied
 70 Forenbeiträge seit dem 13.11.2011

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| 2. Antwort - Permalink - |
Abgeschickt am: 19.01.2013 um 19:05 Uhr |
Liebe Wolkenduft,
ich meine, der Text beruht insoweit auf Erfahrung, dass es
den geliebten Mann gibt. Doch meine ich, die dargestellte
Idylle ist wohl aus der Phantasie entstanden. Mir kommt das
Begebnis ein wenig zu überzeichnet vor. Auch endet es da, wo
die Phantasie nicht mehr weiter weiß, weil halt derartige
Idyllen wohl dem "Himmel" angehören und was
himmlische Freuden und Lust anbetrifft, sehnen wir uns alle
nach unbestimmter Wonne, von der wir uns keine Vorstellung
machen können. Darum reißt der Text wohl ab.
Ich selbst bin trotz promiskuitiver Vita Neoromantiker und
glaube an die eine ewige romantische Liebe. Siehe meine
Website: http://www.raimund-fellner.de
Freundlicher Gruß
Raimund Fellner
Raimund Fellner
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