raimund-fellner
Mitglied
 70 Forenbeiträge seit dem 13.11.2011

|
| Eröffnungsbeitrag |
Abgeschickt am: 03.08.2012 um 17:04 Uhr |
Die Gottesliebe und die Liebe zum Idol
Gott zu lieben heißt die Liebe zu lieben, wenn Gott die
Liebe ist. Die Liebe wird aber inexistent, wenn der liebende
Mensch kein Objekt seiner Liebe hat in einem anderen
Menschen. So wird die Liebe und damit Gott als solches
erfahren in der Liebe zu den Mitmenschen, in der Liebe zum
Fegfeuerliebchen und in der Liebe zum Idol. Die Liebe und
damit Gott als solches werden geliebt wegen der Wohltaten,
die sie ausmachen. Das sind die schönen guten und angenehmen
Gefühle, die in der Liebe leben.
Die vollkommensten, schönsten und angenehmsten Gefühle sind
die erotischen Gefühle unvergänglicher und ewig fließender
Lust, wie sie nur der Eros zum Idol hat. Somit kann Gott nur
schauen, wer sich solcher Liebe bewusst ist. Den
"Himmel" kann nur erleben, wer sich eines Idols
als Objekt seines Eros bewusst ist. Dieses Objekt des Idols
wird innerlich gefühlt als Shakti. Ohne Eron, einer
Liebesbeziehung reziproker Korrelation der Liebenden, ist
keine himmlische Glückseligkeit möglich, denn sonst wäre sie
möglich ohne die vollkommene Liebe, die Gott ist. Sonst wäre
ein "Himmel" ohne Gott möglich.
Wer von solcher Liebe zum Idol nichts wissen will, will von
Gott nichts wissen. Wer sie leugnet, leugnet Gott. Wer sie
nicht erfahren will, wählt die Ferne von Gott und damit die
Hölle. Wer den Eros nicht erkennt, erkennt Gott nicht,
obgleich er ihn erahnt, solange er seine Mitmenschen liebt
in Philia und Agape. Wer sagen muss, er habe kein Idol, was
heißt, er habe keine Maid absolut geliebt in seinem Leben,
hat vergeblich gelebt. Vielleicht werden solche Leute
wiedergeboren, um erneut die Chance zu haben, ein Idol zu
lieben.
Raimund Fellner
|