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Literaturforum: Die Ghandoya-Triologie von Dieter Ebels


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Forum > Rezensionen II > Die Ghandoya-Triologie von Dieter Ebels
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 Thema: Die Ghandoya-Triologie von Dieter Ebels
Rolf
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19 Forenbeiträge
seit dem 30.03.2011

     
Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 06.02.2015 um 18:21 Uhr

"Das Geheimnis von Ghandoya"
"Die Kreaturen von Ghandoya"
"Der Wächter von Ghandoya"
So lauten die Titel der Ghandoya-Trilogie von Dieter Ebels. Der Autor erschuf damit einen mehr als lesenswerten Jugend-Fantasy-Roman.

Handlung:
Als die Familie Bollenter in ein altes Haus mit einem riesigen Garten zieht, möchte der 17jährige Thorsten im zugewucherten Teil des Gartens ein Biotop anlegen. Während Thorsten mit den Ausgrabungsarbeiten beschäftigt ist, gesellen sich seine 16jährige Cousine Kristin und ihre Freundin Karina zu ihm. Die drei Jugendlichen stoßen auf ein unbekanntes Gewölbe, in dem sie ein Skelett, ein paar uralte Bücher und ein geheimnisvolles Amulett vorfinden. Die Geschichten, die ihnen die Bücher offenbaren, sind fantastisch. Demnach sind sie auf die sterblichen Überreste der Zauberin Ledja, ihren Zaubersprüchen und ein Amulett gestoßen, mit dem man in das sagenumwobene Land Ghandoya reisen kann. Sie erfahren von einem unermesslichen Schatz, den die Zauberin in diesem Land deponiert hat. Ihnen gelingt es, den richtigen Zauberspruch für diese Reise ausfindig zu machen und so finden die drei sich bald in Ghandoya wieder, einem geheimnisvollen Land, welches fremdartiger nicht sein kann. Hier beginnt für sie das allergrößte Abenteuer ihres Lebens. Auf der spannenden Suche nach Ledjas Schatz treffen sie auf fremde Völker und bizarre Lebewesen. Nach einem Besuch im Dorf der Katas, schließt sich ein junger Kata namens Muino ihnen an. Bald schon wird die Reise durch Gandohya zu einem wahren Horrortrip und sie stellen fest, dass eine Rückkehr unmöglich erscheint. Auch wenn viele der Völker, auf die sie treffen, friedlicher Natur sind, so gibt es immer wieder gefährliche Kreaturen, die ihnen nach dem Leben trachten. Nicht nur einmal können sie dem sicher geglaubten Tod entkommen. Als sie schließlich nach nervenaufreibenden Strapazen den Ort erreichen, an dem Ledjas Schatz versteckt ist, treffen sie auf den grausamen und unerbittlichen Wächter des Schatzes.
Dieses Fantasy–Abenteuer stürzt den Leser von einem Extrem ins andere und lässt ihm immer wieder den Atem stocken. Die Handlung ist fesselnd niedergeschrieben und die aufwühlende Dramatik geht unter die Haut.
Zusätzliche Lebendigkeit gewinnt die Geschichte durch die differenten Charaktere der jugendlichen Hauptfiguren. Da gibt es Thorsten, genannt Bolle, der durch seine Judokenntnisse unfreiwillig zum Helden wird. Die hübsche Kristin, genannt Krissi, ist das ängstlichste Mitglied dieser Gruppe. Ihre Freundin Karina, genannt Nietzi, fällt nicht nur wegen ihrer Kurzhaarfrisur und der Vorliebe, nur Latzhosen zu tragen auf, sondern auch durch ihr burschikoses Verhalten. Muino, der junge Kata, will einfach nur ein berühmter Held werden.
Die historischen Rückblicke auf die Zeitepoche der Inquisition, in der die Zauberin Ledja lebte, sind hervorragend recherchiert.
Diese Geschichte führt in eine Fabelwelt, in der auch der kleine Hobbit von J.J.R. Tolkien gelebt haben könnte. Die nervenaufreibende Dramatik hingegen passt in die Erlebniswelt eines Indiana Jones.

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