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Literaturforum: Bescheidener Vorschlag zur Reform des Wahlrechts


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Forum > Sonstiges > Bescheidener Vorschlag zur Reform des Wahlrechts
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 Thema: Bescheidener Vorschlag zur Reform des Wahlrechts
ArnoAbendschoen
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10. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 06.07.2016 um 11:36 Uhr

Danke an die beiden Vorredner fürs Signal, die Diskussion zu beenden. Das ist auch in meinem Sinn angesichts zu erwartender Fruchtlosigkeit bei hohem Zeitaufwand.

Abschließend will ich nur noch auf die Analyse in der "Welt" vom 25.6. hinweisen ("Die Briten haben auch Merkels Alleingänge abgewählt" vom Europa-Korrespondenten der Zeitung Dirk Schümer). Der Schlusssatz dort: "Bevor sie (Merkel) endgültig zur Totengräberin der EU wird, müsste sie sich an David Cameron ein Beispiel nehmen." Nicht nur die englischen Alten haben also ihre Schlüsse aus der Entwicklung gezogen, auch das Haus Springer.

Arno Abendschön


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Itzikuo_Peng
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11. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 06.07.2016 um 11:48 Uhr

Und diese ganzen KOSTEN. Eine Weltregierung nach dem Rotationsprinzip, nicht lange an der Macht wegen der Macht, die verteilt, wie es menschliche Bedürfnisse (Hunger, Durst etc.) erfordern, und KOSTEN gespart ohne Ende, Sesselfurzerposten weg. Illusion Illusion. Die Realität ist, dass rein raus rein raus nicht aufhören wird, solange der Mensch der Mensch ist, der er ist, und der ist er und der wird er bleiben. Betrachten wir also schön weiter, wie sich Staaten zusammenschließen (lokal, wirtschaftlich, politisch etc.), sich wieder trennen, neue Allianzen eingehen, je nachdem, wer gerade mal wieder eine Idee hat und dafür in welcher Form auch immer Gefolgschaft findet.

Bleibt letztendlich für die einzelne arme Laus (wie mich): auf den eigenen Vorteil gucken, um sich die eigene Ecke halbwegs kommod zu gestalten. Traurig aber wahr.


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Itzikuo_Peng
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12. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 06.07.2016 um 13:37 Uhr

Also, ok, keine Zeit - lol -, aber mein Thema (als Versicherungsfuzzi). Arno: Das Schlimme ist ja, im Zusammenhang mit der Altersversorgung, grad mal nur 1 Aspekt: Der Stammtisch sagt: Die Riester-Rente ist Scheiße. Was 2002 eingeführt, um Einschnitte bei der gesetzlichen Rente abzufangen/auszugleichen, taugt nix. Wird voll versteuert im Rentenbezug usw., es gibt ja eine Grundsicherung, du verhungerst nicht in D usw usf. Es kündigen also Leute, die eine (positiv) Irrsinns hohe Förderquote haben (einige Kinder, niedrige Einkommen) ihre Riester-Verträge, weil die Stimmung so ist, dass 1. alles, was den Anschein von "Lebensversicherung" hat, per se nix taugt, 2. vom Staat kommt eh nix Gutes, 3. der Staat wird es schon irgendwie richten. Man hat seinen Tellerrand und muss ja in Urlaub und die neue Mauer am Garten. HABEN WIR ES NICHT GEWUSST? Wir geben 20,- € im Monat für nix aus. Traurig.

Es geht, bezugnehmend auf Deinen Passus Altersversorgung, leider nur mit Zwang, sprich, per Gesetz Abzug vom Gehalt. Vernünftige Gründe sind nicht populär. Die Masse ist ein psychotischer Moloch, nicht alle, aber viele.

Wer macht denn den Pflege-Bahr, bloß, weil er 5,- € im Monat vom Staat kriegt? Die Pflege, das große Thema ...

Mit genervten Grüßen von der Akquise-Front. ;-)


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ArnoAbendschoen
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13. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 06.07.2016 um 17:57 Uhr

Nun, Itzikuo_Peng, im Unterschied zu dir bin ich kein Spezialist und persönlich von Riester nicht berührt. Schlage ich bei Wikipedia nach, fällt mir diese fast schon kilometerlange Liste "Kritik an Konzept und Ergebnis" ins Auge. In der Summe ist das vernichtend. Mein Eindruck außerdem: Die möglichen Monatsbeträge dieser speziellen Privatrente sind Peanuts im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten, die der Mensch im Alter hat. Wenn ich hier in Berlin weniger gut bezahlte jüngere Arbeitnehmer sehe (Verkäufer, Kellner, Friseure), dann frage ich mich oft: Wie werden die im Alter einmal dastehen - und denken sie schon darüber nach?

Mir ging´s auch nicht primär um Riester, sondern generell um private Altersvorsorge via Kapitalstock. Und da haben sich seit 2008 die Aussichten insgesamt sehr stark eingetrübt. Die Verzinsung wurde immer mickriger, tendiert gegen Null, mit Aussicht auf Negativzinsen. Wie soll bei länger anhaltenden Verhältnissen dieser Art jene Vorsorge überhaupt noch funktionieren? Und die Auswirkungen treffen direkt oder indirekt fast alle, nicht nur die Sparwilligen. Die Banken müssen selbst knapsen, erhöhen daher Gebühren und schränken den Service ein. Das Kapital flüchtet sich in Sachanlagen, speziell Immobilien, treibt so Preise und Mieten hoch. Besonders kritisch ist die Lage z.B. für die Versorgungswerke von Selbständigen. Lesetipp dazu: "In der Zinsfalle" im Spiegel 19/2013. Und dann die Stiftungen, die nichts mehr zu verteilen haben ... Na ja, du wirst das ohnehin alles kennen.

Unsere ganze Geldwirtschaft steht inzwischen auf höchst wackligen Füßen. Die unbewältigten Währungs- und Finanzkrisen haben das Potential zu einer weltweiten großen Wirtschaftskrise. Es wurden in den letzten Jahrzehnten Superstrukturen aufgebaut, die nicht wirklich unter Kontrolle sind. Mir macht das große Sorgen.

Noch zu deinem vorausgegangenen Kommentar: Weise gesprochen. Sehe ich auch ungefähr so.

Schönen Nachmittagsgruß
Arno Abendschön


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Itzikuo_Peng
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14. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 21.07.2016 um 16:55 Uhr

Ja, wir sind zwar jetzt von der Ausgangsthematik weg, aber das macht ja nichts. Es ist schlichtweg so, dass, wenn ich @ Alters- oder Pflegevorsorge was machen will und hierzu vom Staat was kriegen will/kann, ich erstmal selbst Geld investieren muss, weil das rein Gesetzliche nicht ausreicht (und es reicht nicht aus). Das sehen eben viele nicht ein.

Grundtenor ist: dann arbeite ich eben bis zum Umfallen, geb mir die Kugel, wenn ich dement werde etc.

Nachbessern an der Riester-Rente et al - aktuelles Thema, überall nachzulesen - heißt: "oben an den grünen Tischen" wissen sie nix vom Bürger am Alltag. Wenn berechtigterweise Fressen Saufen Fernsehen und Wie-komme-ich-über-den-Tag das Thema ist, wenn ich keinen € im Geldbeutel übrig habe, dann mache ich mir nicht Sorgen um Wahlrecht und Alter, dann muss ich nur irgendwie über den Tag kommen.

Die Welt der Regierung in Berlin ist nicht die wirkliche Welt. Spiegel Online usw. ist auch nicht die wirkliche Welt. Ich behaupte, ich kenne die wirkliche Welt jenseits der Sprachformulierfähigkeit, der Konten, des Internets ... Ich kenne durch meinen Beruf und privat Schicksale, mit denen man nicht tauschen möchte.

Alles kein Grund, nicht darüber zu schreiben, schon klar, mach ich ja selbst. Ich wollte es nur mal gesagt haben. :)


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Itzikuo_Peng
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15. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 01.08.2016 um 12:55 Uhr

Genau genommen kann man gar nicht (politisch) wählen, sollte man gar nicht (politisch) wählen; denn was wählt man denn? Man wählt, ob individuell-präferenziell menschlich oder parteilich, ob Fratzen auf Plakaten oder Farben von Fahnen: Erwartungen, kleinere Übel (wirtschaftlich-ängstlich-logisch), Hoffnungen, Versprechungen auf eine Zukunft, die niemand kennt. Niemand kennt die Zukunft, oder? Kann niemand. Das ist mal ein Fakt.

Frage mich gerade, wenn tatsächlich jeder das Bewusstsein hätte, dass man die Zukunft nicht wählen kann, niemand also wählen gehen würde, was dann passierte. Also Wahlbeteiligung 0 %? Ja was käm denn dann? Das wird natürlich nicht passieren, weil immer wieder Einzelne es verstehen werden, Gruppen zu manipulieren, das ist mir auch klar. Aber so für mich denkenswert ist das schon interessant.

Spinne gerade mal so rum. Muss mal weiter spinnen, was wäre, wenn niemand wählte.


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ArnoAbendschoen
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16. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 01.08.2016 um 21:23 Uhr

Geschätzter Vorredner, gibt es die Zukunft überhaupt? Oder ist sie nur eine Fiktion oder Illusion? Jedenfalls ist noch nie einer in der Zukunft gewesen. Was ich damit sagen will: Zwangsläufig können wir uns Zukunft nur als verlängerte oder meinetwegen auch gekrümmt verlängerte Gegenwart vorstellen. Daher die Probleme mit dem Vorhersehen.

Auf den Aspekt Wahlbeteiligung = 0 kann ich heute nicht mehr eingehen (Zeitmangel). Vorübergehend muss ich auch ab morgen im Internet aus persönlichen Gründen viel kürzer treten.

Freundlichen Gruß
Arno Abendschön


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Kenon
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17. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 01.08.2016 um 23:58 Uhr

Gandhi soll gesagt haben:

"The future depends on what we do in the present."

Und sie hängt auch von dem ab, was wir nicht tun.

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Itzikuo_Peng
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18. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 03.08.2016 um 16:18 Uhr

Jap, schon klar. Mein denkerischer Ansatz im letzten Beitrag führte in der aktuellen Realität vermutlich zu nichts anderem, als dass bei Regierungsunfähigkeit, da niemand gewählt wurde, sengende, raubende, mordende Horden durchs Land zögen, die Followers hinterher.

Also besser weiterhin Versprechen auf eine Zukunft wählen, die es nicht gibt. :)


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Itzikuo_Peng
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19. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 08.09.2016 um 17:55 Uhr

@ Arno, aktuelle Info von wegen Riester-Rente:

Schäuble plädiert für Ausbau der Riester-Rente

Nun, die Thematik und Problematik dieser ganzen Versorgungs-Geschichten (Staat gibt was dazu, aber man muss eben selbst auch Geld zahlen) hatten wir ja schon, siehe alles oben.

Ich bin ein Verfechter einer noch zu gründenden Behörde, die ich Überlebensministerium nenne (bin ich wahrscheinlich nicht der erste). Dort laufen all jene Fäden zusammen, die bisher heißen Wohngeldstelle, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Medizinischer Dienst (zur Einstufung im Pflegefall), Frührentenbeantragung (Erwerbsminderung etc.), Winterbrandbeihilfenregulierung, bedingungsloses Grundeinkommen oder wie auch immer.

Aktuell ist das Behördliche für eine arme Sau oder die Angehörigen zu komplex, im Bedarfsfall. OK, es gibt Lebenshilfestellen - SUPER! - Wohlfahrten etc., doch das ist nicht das, was ich meine. Es muss EINE staatliche Anlaufstelle geben für Bedürftige. Nicht Wohngeld über die Wohngeldstelle, ALG II über Jobcenter, dann auch hier Wohngeld und nicht über die Wohngeldstelle, im Pflegefall frage ich bei der Krankenkasse, oder bin ich erwerbsgemindert und noch kein Pflegefall?, dann muss ich mich an die Deutsche Rentenversicherung halten und nicht an die Krankenkasse etc. blabla.

Nein, ich bin auch nicht der Sozialist per se, der sagt, alles müsse staatlich reguliert werden, private Vorsorge ist schon ok. Doch im existenziellen Bedarfsfall ist unser System zu komplex und vielwegig für eine vom Schicksal wie auch immer gebeutelte arme Sau.

Es muss ein Überlebensministerium her. Ein Haus, eine Tür, durch die ich gehen kann, wenn ich meine Beine verloren habe oder meinen Kopf, die Arbeit, die Wohnung usw. Und nicht zum 1. Jobcenter 2. Krankenkasse 3. Rentenversicherung 4. Wohngeldstelle 5. Anwalt 6. Hilfsorganisation 7. Leihbibliothek 8. Parkbank 9. Verein für Nicht-mehr-Durchblicker usw.

Frag Schäuble, und er sagt soundso. Frag Wagenknecht, und sie sagt soundso. Frag Nahles, und sie sagt soundso. Frag Lindner, und er sagt soundso. Alles Lobbyisterei ohne wirkliches Interesse an Veränderung, da grüner Tisch und keine Praxiserfahrung und schon gar keine Fantasie. KEINE FANTASIE!, die alle nicht. Nicht innovativ, basteln rum am Bestehenden, nix Neues nicht nirgends. Frag jeden, und er sagt was anderes. Frag mich, und ich sage Überlebensministerium. Aber mich fragt ja keiner. :)

Hmmm ... Soll ich das jetzt mal nach Berlin mailen? Regierung (at) regierung.de oder so? So Dinger mach ich ja manchmal - lol -. Doch die Erfahrung sagt mir ... lass es, will keiner hören, wir haben nur den nächsten Wahlsieg im Ohr.


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