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Literaturforum: Ehe für alle?


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Forum > Politik & Gesellschaft > Ehe für alle?
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 Thema: Ehe für alle?
ArnoAbendschoen
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Eröffnungsbeitrag Abgeschickt am: 27.06.2017 um 18:29 Uhr

Das nimmt nun seinen vorhersehbaren Verlauf. Ich könnte daher einfach dazu schweigen. Indessen: Bei einem, der oft über Homosexuelle und Homosexuelles geschrieben und publiziert hat, würde das leicht nach stillschweigendem Einverständnis aussehen. Und davon kann keine Rede sein, durchaus nicht. Also um mich zu distanzieren, um ein für alle Mal klarzustellen, dass ich diesem Zeitgeist so fern wie möglich stehe, die folgenden Punkte:

Ich lebe selbst in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Sie verschafft mir bereits jede mögliche materiell-rechtliche Gleichstellung. Dass es sich nicht um das Rechtsinstitut der Ehe handelt, bedeutet für mich gerade nicht Diskriminierung. Vielmehr sehe ich darin die Anerkennung, die Berücksichtigung meiner besonderen Lebensumstände. Ich bin aufgrund meiner sexuellen Orientierung eine besonders enge Beziehung zu einem Menschen gleichen Geschlechts eingegangen. Was ich nicht will: eine Ehe führen, meine Beziehung an einem Lebensmodell messen lassen, das auf einer wesentlich anderen Grundlage entsteht.

Gesellschaftlich halte ich die Propagierung der Ehe auch für Lesben und Schwule für pseudoprogressiv, im inneren Kern sogar tief konservativ. Radikal progressiv war es vor Jahrzehnten, die Abschaffung der Ehe zu fordern, zumindest aber deren Privilegien. Das hat sich in der öffentlichen Debatte umgekehrt. In einer Zeit, in der die Ehe selbst dramatisch an Bedeutung verloren hat, die Anpassung einer Minderheitskultur an ein traditionell gewachsenes Modell zu fordern, ist mehr als konservativ – es ist restaurativ. Damit passt es hervorragend in die Gegenwart und ist zugleich, indem es sich progressiv geriert, pure Heuchelei.

Die noch fehlenden Adoptionsmöglichkeiten betreffen nur einen verschwindend geringen Bruchteil derjenigen, für die jetzt die Ehe nicht nur geöffnet, sondern tatsächlich Leitbild werden soll. Dieses Problem ließe sich, wenn man denn wollte, gesetzlich auch anders lösen. Indessen: Die Fürsprecher könnten sich dann längst nicht auf die angeblichen Interessen so vieler wie jetzt berufen, und das heißt: nicht nach so vielen Stimmen fischen. Politisch geht es in Wahrheit nicht um die Vollendung von Emanzipation, wie dem Stimmvieh suggeriert wird, es geht um Stimmenanteile, Parlamentssitze, Ministersessel.

Die Art und Weise, wie die Kampagne jetzt geführt wird, das offenkundige Starren auf Wahlprognosen, das Geschachere um Koalitionsoptionen im Herbst, ein parlamentarischer Prozess in größter Hast kurz vor der Wahl, nur um ans Ziel zu kommen, die Profilierungssucht längst abgehalfterter Politgrößen von gestern – all das zeigt, wie sehr Demokratie bei uns auf den Hund gekommen ist.

Und die Medien, das öffentliche Echo überhaupt? Es ordnet jede Kritik automatisch als vorgestrig, reaktionär ein. Da könnte einer insgesamt sogar links von allem stehen, er würde jetzt dennoch als rechts identifiziert. Wieder einmal ein Beispiel für die totalitären Züge, die den öffentlichen Diskurs bei uns neuerdings charakterisieren.


"Die Flüchtlingskrise ist noch nicht zu Ende." Robin Alexander in "Die Getriebenen"
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Kenon
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1. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 27.06.2017 um 20:41 Uhr

Wenn zwei sich lieben und gemeinsam durch das Leben gehen wollen: Warum sollte es dann nicht Ehe heißen dürfen, warum sollte es "eingetragene Lebenspartnerschaft" heißen (interessant übrigens das Seitenlayout, wenn man den Begriff googelt)? Ehe. Ein kurzes und schönes Wort. E. H. E. Kein kompliziertes mit vielen Silben, das benutzen zu müssen auch eine Art der Diskriminierung ist.

Wie das jetzt in Deutschland zustande kommt, ist mir egal. Die Merkel hat das Thema jahrelang blockiert, Deutschland wurde in dieser Hinsicht von einem konservativen Land wie Portugal, kürzlich auch von Taiwan (Implementierung bis 2019) überholt, jetzt plötzlich hatte sie ein "einschneidendes Erlebnis". Aha. Das bringt ihr bei mir keine Sympathiepunkte, hilft ihr aber vielleicht, ein paar Konkurrenzparteien im Wahlkampf einen herausstechenden Programmpunkt zu nehmen.

Was die Medien betrifft: In der FAZ gibt es eine kritische Glosse "Ehe für keinen". Den Link spare ich mir.

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ArnoAbendschoen
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2. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 27.06.2017 um 22:06 Uhr

Eine rein sprachliche Begründung (Wort Ehe ist kürzer, klingt besser) finde ich etwas mager, Kenon. Tatsächlich ist die absehbare Gesetzesänderung 1. in der Sache überflüssig (Adoptionsrecht ließe sich auch isoliert reformieren) und 2. ist damit eine in meinen Augen fatale symbolische Wirkung verbunden. Ein herkömmliches Lebensmodell soll einem sich neu entwickelnden als Leitbild dienen. Daran ist nichts Fortschrittliches.

Irgendein materiell-rechtlicher Fortschritt tritt mit erneuter Gesetzesänderung für die große Mehrheit der Betroffenen überhaupt nicht ein. Dass es darum auch nicht geht, zeigt sich schon daran, dass in der Debatte das weitere Schicksal der bereits bestehenden Partnerschaften gar nicht diskutiert wird. Hier hat eine kleine Schicht von Berufsschwulen bestimmt, was als modern, nicht konservativ zu gelten hat. Die großen Leitmedien kauen es wieder und fertig ist die öffentliche Meinung. (Danke für den FAZ-Tipp, lese ich im Anschluss.)

Kann sein, dass an der Basis das Meinungsbild viel differenzierter ist. Im Tagesspiegel fanden sich gerade einige Leserkommentare von Schwulen, die sich diese Art, mit ihren Interessen umzugehen, ausdrücklich verbitten.

Interessant sind auch die Zahlen und werden es erst recht in Zukunft sein. Es gibt nach gut 15 Jahren nur einige Zehntausend Partnerschaften, obwohl die realen mindestens Hunderttausende umfassen. Glaubt einer im Ernst, das Ehe-Brimborium würde diese Zahlen steigern? Die meisten Betroffenen schätze ich als nüchtern, seriös ein - und abgeneigt, sich selbst in Zukunft für eine Karikatur herzugeben.

Wer ist denn bisher wann und aus welchen Gründen zum Standesamt gegangen? Überwiegend reifere Semester, die wechselseitig für Alter und Tod vorsorgen wollten. Die materielle Ausgestaltung des Erbrechts usw. zugunsten der Ehe zwingt einen ja fast dazu. Aus eigener Erfahrung sage ich dir: Bei dieser Motivation ist eine Beurkundung beim Notar (in Bayern so geregelt) der Sache viel angemessener. Wir z.B. sahen uns mit einer Zeremonie konfrontiert, die uns ziemlich befremdete. Und die Standesbeamtin war halb so alt wie wir und versah uns mit Ratschlägen fürs Leben, die eher wir ihr hätten geben können. Lächerlich bis zur Peinlichkeit.

Freundlichen Gruß
Arno Abendschön


"Die Flüchtlingskrise ist noch nicht zu Ende." Robin Alexander in "Die Getriebenen"
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Kenon
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3. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 27.06.2017 um 22:52 Uhr

Da es ein sehr persönliches Thema ist, ist für mich jede persönliche Begründung ok, also akzeptiere ich auch Deine, selbst wenn ich nicht so viel damit anfangen kann. Mit rechtlichen, religiösen, biologischen und ähnlichen pseudo-sachlichen Begründungen habe ich größere Schwierigkeiten, bei ihnen geht es immer nur darum, etwas als unumstößliches Gesetz darzustellen, das sich doch nur Menschen ausgedacht haben.

Ich hatte mich tatsächlich gefragt, ob Du den Punkt mit der sprachlichen Begründung angreifen wirst. Für mich ist er vollkommen gültig, ich habe eine besondere Beziehung zur Sprache. Es ist eben nicht nur ein Wort, Worte bezeichnen und prägen unsere geistige Wirklichkeit. Ich finde "eingetragene Lebenspartnerschaft" bürokratisch, gefühlsfremd und - wie ich oben bereits schrieb - letztlich diskriminierend. Das ist wie "Du willst auch ein Eis? Na gut, Du kannst es haben. Ein Eis fast wie das, welches ich esse, aber es nennt sich kalte Wasser-Milch-Sahne-Süßspeise".

Anekdote nebenbei:

Eine "Hochzeitsfeier" in Bayern, zwei Frauen lassen ihre Lebenspartnerschaft eintragen und feiern mit ihren Verwandten und Freunden in einer urigen ländlichen Wirtschaft. Die Bedienung tapft ins Fettnäpfchen. Sie hat lange Zeit auf die Bräutigame gewartet und das ganze für eine Doppelhochzeit gehalten. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und fragt die Hochzeitsgäste, wo denn die Bräutigame seien. Die Antwort lässt sie ihre Frage peinlich erscheinen und einen roten Kopf bekommen. Halb so wild.

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Itzikuo_Peng
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4. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 28.06.2017 um 07:35 Uhr

Diese Nachricht wurde von Itzikuo_Peng um 07:36:56 am 28.06.2017 editiert

Zitat:

Wer ist denn bisher wann und aus welchen Gründen zum Standesamt gegangen? Überwiegend reifere Semester, die wechselseitig für Alter und Tod vorsorgen wollten. Die materielle Ausgestaltung des Erbrechts usw. zugunsten der Ehe zwingt einen ja fast dazu.
Ja, oder wegen der Krankenversicherung (Familienversicherung). Da wäre der Hebel anzusetzen in puncto gleiches Recht oder Nicht-Recht für alle.

Allerdings ist heiraten auch irgendwie geil. Bin zum 2ten Mal verheiratet. :) So schön verbindlich, schön staatlich veraktet, herrlich vom Sozialstatus her - ober-lol - naja. Umfangreiches Thema, vor allem natürlich wegen der eigentlich nicht zu akzeptierenden Nachteile von Nicht-Verheirateten, zB eben bei Krankenversicherung usw. usf.

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ArnoAbendschoen
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5. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 28.06.2017 um 10:07 Uhr

Danke, Itzikuo_Peng, für deine Meinungsäußerung. Du gibst mir ein Stichwort: Versorgungsvorteile (Versicherung usw.). Das wird ja der ganze politische Schwindel deutlich: Dieselben politischen Kräfte, die jetzt die Karte Gleichberechtigung ziehen, plädieren andererseits für den Abbau der mit dem Ehestand verbundenen Privilegien (z.B. beitragsfreie Familienversicherung des Ehepartners).

Die gesamte jetzige Debatte hat wenig reale Substanz und dient nur der Profilierung in parteipolitischen Machtspielen. Ist die Mehrheit hierzulande wirklich so blöd, sich diese auch noch als Modernisierung verkaufen zu lassen?


"Die Flüchtlingskrise ist noch nicht zu Ende." Robin Alexander in "Die Getriebenen"
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Itzikuo_Peng
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6. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 28.06.2017 um 16:00 Uhr

Diese Nachricht wurde von Itzikuo_Peng um 16:03:57 am 28.06.2017 editiert

Zitat:

Dieselben politischen Kräfte, die jetzt die Karte Gleichberechtigung ziehen, plädieren andererseits für den Abbau der mit dem Ehestand verbundenen Privilegien (z.B. beitragsfreie Familienversicherung des Ehepartners).
Genau. Was hat das by the way noch mit Liebe zu tun ... Meine Erfahrungen mit Erwartungshaltung Staat, Finanzamt, Rentenversicherung @ Ehe + 1 Erstwohnsitz erspare ich mir hier, sonst wird´s zu fachspezifisch (passte aber ins Thema von Recht und Nicht-Recht für alle). Danke jedenfalls an den Bundesrat (ausnahmsweise mal) für ein Schriftstück (das ich zitieren kann), dass Eheleute nicht mehr mit demselben Erst-Wohnsitz gemeldet sein müssen, wenn die Umstände eben nicht so sind, dass dies ginge. (Wie gesagt, den Passus klammere ich hier aus, da zu weitschweifig.)

Zitat:

Die gesamte jetzige Debatte hat wenig reale Substanz und dient nur der Profilierung in parteipolitischen Machtspielen. Ist die Mehrheit hierzulande wirklich so blöd, sich diese auch noch als Modernisierung verkaufen zu lassen?
Ja klar: Macht, sonst nix, an der Macht bleiben wollen, an die Macht kommen. So kurz vor einer politischen Wahl sollte man eh niemandem so richtig alles glauben. Und dann: immer dieselben Themen. Steuer hier 2 % rauf, da 3 % runter. Rentenbeiträge für alle - oder doch besser nicht? Rentenbeiträge 1 % rauf oder runter. KiTa-Platz für jeden (den nicht jeder bekommt), es kann ja geklagt werden. Alles kurz vor der Wahl. Nichts wirklich Neues, Innovatives. Den Finger mit Spucke befeuchtet und mal eben in den Wind gehalten: wenn es windet, war das Thema richtig. Wenn nicht, müssen wir es ändern, bevor wir nicht gewinnen. Hauen und Stechen, jeder gegen jeden, Dingsbums greift Bumsdings an, Bumsdings schlägt zurück ... A wirft B vor, B wirft C vor, D ist beleidigt und wechselt die Partei ... kein schöner Stil, lächerlich, manchmal degoutant. Ich spreche ja den Politikern nicht per se ab, dass sie hart arbeiten; was sie verdienen, ist mir auch egal. Aber Stil und Geist sehe ich nirgends nicht bei keiner Partei. Wahlbeteiligung: 30 %. Das wäre mal eine "Abstrafung" für das Kasperletheater ... doch dann, natürlich nicht unberechtigt, heißt es gleich wieder, wer nicht wählt, unterstützt das Böse, Himmel, Angst, nee lieber doch eine etablierte Partei wählen ... eigentlich will ich die ja alle gar nicht wählen ... Ja, so sieht´s aus. Mal so kurz aus dem Ärmel.

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ArnoAbendschoen
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7. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 17.07.2017 um 14:19 Uhr

Scherzhafte Frage: Ist in diesem Zusammenhang schon mal einem aufgefallen, dass in Richard Wagners "Rheingold" die Götter über eine Regenbogenbrücke nach Walhall gelangen, ausgerechnet über eine Regenbogenbrücke?!

Und jetzt ernsthaft: Man prüfe bitte anhand einer Weltkarte, wo die gleichgeschlechtliche Ehe bisher eingeführt wurde. Es sind fast ausschließlich Staaten auf dem amerikanischen Kontinent sowie in West- und Nordeuropa. Es gibt sie nirgendwo in Asien und auch nicht in Afrika - ausgenommen Südafrika - oder in Osteuropa. Mit Afrika und Asien sind es gerade die Regionen, in denen heute schon vier Fünftel der Menschen leben und deren Anteil in Zukunft noch weiter zunehmen wird. Werden diese Regionen den veränderten westlichen Ehebegriff sich zu eigen machen? Damit ist nicht zu rechnen, vielmehr zeigt die Homo-Ehe einen ohnehin bestehenden tiefen kulturellen Graben zwischen der Mehrheit der Menschen und einer relativ kleinen Minderheit auf. Ihre gesetzliche Einführung in westlichen Ländern vertieft diesen Graben nur noch weiter.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich die eingetragene Lebenspartnerschaft genau an der Bruchlinie dieser beiden diametral entgegengesetzten Ehekulturen etabliert hatte, z.B in Deutschland und einigen seiner Nachbarländer und auch in Australien. Die Lebenspartnerschaft hätte zumindest die Chance für einen interkulturellen Dialog geboten, z.B. mit Ostasien. Die konfuzianisch geprägte Zivilisation ist ja traditionell nicht an sich schwulenfeindlich, sondern von Pragmatismus geprägt.

Wie viel Jubel jetzt bei uns über die Einführung der Homo-Ehe auch in Malta! Man muss sich nur vor Augen halten, dass die Bevölkerungszunahme in den Staaten ohne Homo-Ehe in nur drei Tagen der Gesamtbevölkerungszahl von Malta entspricht, dann bekommt man einen Blick für die Größenordnungen.

Wir Westler sind nicht mehr die Herren der Welt, wir setzen nicht mehr allein die Standards einer zukünftigen Zivilisation. Wir sind darauf angewiesen, für unsere Werte zu werben. Werben wir also für die Homo-Ehe in Indien, in China oder in Nigeria. Viel Freude dabei.

Zurück zum Regenbogen und seiner Symbolik. In der germanischen Mythologie wird die Regenbogenbrücke im Verlauf des Weltuntergangs zerstört. Im deutschen Bauernkrieg von 1525 flatterte die Regenbogenfahne vorneweg. Beides kein gutes Omen.

Loge, der Halbgott aus "Rheingold", hat das Schlusswort: "Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich wähnen." (vierter und letzter Auftritt gegen Ende).


"Die Flüchtlingskrise ist noch nicht zu Ende." Robin Alexander in "Die Getriebenen"
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ArnoAbendschoen
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8. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 18.08.2017 um 00:26 Uhr

Zwischenbilanz:

Zum Beispiel Essen, zitiert aus derwesten.de:

"Mitte August lässt sich aus den nackten Zahlen Ernüchterung herauslesen. Stand jetzt wollen gerade einmal 20 gleichgeschlechtliche Paare in Essen heiraten. Davon sind 14 Anträge auf eine Umwandlung der eingetragenen Lebenspartnerschaft zu einer Ehe und sechs standesamtliche Hochzeiten." (Verstümmmelter 2. Satz so im Original.)

Und:

"1294 eingetragene Lebenspartnerschaften gibt es in Essen. Ist da die Zahl von 20 Paaren, die das neue Gesetz auch in Anspruch nehmen, nicht erschreckend niedrig?"

An der dienstwilligen Stadt Essen kann es nicht gelegen haben:

"Dennoch habe man bereits vorher allen gleichgeschlechtlichen Paaren die Möglichkeit gegeben, sich informell zu melden. Als die Computersoftware dann aktualisiert war, konnten die Termine vergeben werden."

Aber der Verbandsfunktionär Ulrich tröstet sich:

"Dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass in einem Jahr fast alle eingetragenen Partnerschaften zu Ehen umgewandelt worden sind."

Und ich sage Herrn Ulrich: Das wird ein Rohrkrepierer.


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