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Das Huhn
Autor: S. Steinebach · Rubrik:
Lyrik

Es war einmal ein dummes Huhn,
das wollte etwas Neues tun
So lief es flugs zum Hahn im Hof
und sagte: "Federn, die sind doof."

Es ging zum Bauern in die Stube
und grub sich selber eine Grube.
Der Bauer schwups das Huhn gerupft.
Jetzt läuft es nackt, aber getupft.

Die Hühner auf dem Hof, die lachen.
Der Hahn spricht: Was sind das für Sachen?
Das dumme Huhn friert still im Wind.
Wie grausam doch die andern sind.

Und die Moral von der Geschicht:
So unnütz sind die Federn nicht.
Nur Tupfen auf der Haut, der nackten,
schaffen oft ungenehme Fakten.

Schau, was mit Herz und Hirn geschieht,
wenn man nur noch die Liebe sieht.
Nur einmal blind zuviel vertraut,
schon stehst du da mit Gänsehaut.

S. Steinebach 2008


Einstell-Datum: 2009-07-09

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