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Der Hinkelkasten/Leseprobe
Autor: Gabriele · Rubrik:
Erzählungen

Was hier niedergeschrieben wurde, beruht auf einer wahren Begebenheit die sich in Essen in den 70 Jahren zugetragen hat.


Die Erzählung handelt von Kindern, die in einem Teil dieser Welt existierten, weit weg von einem sicheren sozialen Umfeld.
Sie wurden genauso wie ich, in einem Distrikt hineingeboren, aus dem wir nicht fliehen konnten. Wir mussten in unserer Kindheit Schreckliches durchleben: Mittelosikeit, Gewalt, Ungust und Feindschaft. Schon als kinder bekamen wir zu spüren, das wir nicht erwünscht waren. Die Macht der Erwachsenen prägte unser Leben. Von Kindesbeinen an lernten wir nur die Schattenseiten des Lebens kennen. Für mich selbst waren diese Jahre meiner Kindheit die Hölle, für andere Kinder in der Straße ein hoffnungsloser Weg. Viele Jahre lebten wir in einer verlorenen Siedlung ohne Zukunft. Unser tägliches Brot bestand aus Desintresse und Herzlosigkeit. Es wurde täglich von den Menschen zubereitet ,von denen wir geliebt werden wollten. Aufmerksamkeit, Liebe und Verständnis hätte keiner von uns Kindern erwarten können. Die Verantwortung für einen Teil dieser Kinder übernahm niemand. Vielen Eltern wurde es mit der Zeit egal, wie die Kinder an ihrer Seite lebten. Die Erwaschsenen spülten ihren Kummer mit Alkohol herunter, während die Kinder tagelang nur vom Brot lebten. Die Eltern vergaßen ihre Kinder unter Einwirkung des Alkohols zu oft. Es waren die Kinder, die die Verantwortung der Erwachsenen auf sich nehmen mussten. Die Eltern sorgten sich nicht um sie. Nein, die Kinder im Alter von sechs bis sechzehn Jahren fühlten sich für ihre Eltern verantwortlich. Kinder, die niemals richtig Kind sein konnten. Sie selbst sorgten für ihre kleineren Geschwister und führten den Haushalt. Die Eltern waren nicht in der Lage dazu. Ihnen war es egal, was aus ihren Kindern einmal wird ,was für Elend und welche große Traurigkeit sie umgab. Wollte es niemand sehen oder begreifen? Viele Kinder mussten Schläge an ihren kleinen Körpern erdulden. Es gab keine Hilfe von außen. Ihre Körper waren mit blauen Flecken gezeichnet. Für die Kinder dieser Straße wurden diese blauen Flecken ihrer Peiniger zu einem Teil ihres Lebens. Viele Kinder schützten ihre Mutter und hassten ihren Vater. Mit jedem Tag gab es eine neue Herausforderung für sie, mit der sie sich quälen mussten.

Diese Geschehnisse dieser Kinder werde ich nun, nach so vielen Jahren erzählen.
So sitze ich nun hier in meiner kleinen Wohnung, die ich zusammen mit meinem drei Jahre alten Sohn bewohne. Mein Sohn liegt in seinem Bett und schläft. Ich sitze am Tisch und überlege wie ich meine ersten Zeilen verfasse. Vor mir auf den Esstisch steht eine alte Schreibmaschiene. Ich hatte schon vor einigen Minuten ein weißes Blatt eingelegt. Es scheint mir irgendwie nicht möglich´, einen Anfang für meine Geschichte zu finden damit ich sie anderen Menschen erzählen kann. Wir haben das Jahr 1992. Es ist Mitte April. Die Wohnung ist bitterkalt und ich friere. Also beschloss ich, mir eine Wolldecke zu holen, die ich mir wärmend um meine Hüfte und Beine legte. So konnte ich ein wenig von der fehlende Wärme in der Wohnung kompensieren. Mein Blick schweift durch das Küchenfenster hinaus in den Hinterhof unseres Wohnhauses. Der Himmel ist Wolkenlos. Die Sonne scheint durch das Fenster mir direkt ins Gesicht. Nach zehn Jahren Berufstätigkeit bin ich nun arbeitslos. Momentan geht es mir finanziell nicht sehr gut . Ich versuche in allen Lebenslagen Geld einzusparen. Meine Wohnung wird von einem Nachtspeicher erwärmt, den ich immer nur auf die zweite Stufe einstelle. Die Kosten, für diese Art der Erwährmung, werden mit der Stromrechnung verrechnet. Aus diesem Grund spare ich jeden Pfennig, den ich übrig habe, damit ich die Rechnung für den Verbrauch der Heizung bezahlen kann. Für mich und meinem Sohn bleibt kaum Geld übrig. Es reicht gerade für Lebensmittel. Einen persöhnlichen Wusch können wir uns nicht erfüllen. Dafür reicht das Geld vorne und hinten nicht. Mein Sohn besucht noch keinen Kindergarten, sodass ich in dieser Zeit arbeiten könnte. Erst vor einigen Wochen habe ich ihn, in der Nähe unserer Wohngegend, in einem Kindergarten angemeldet. Mir wurde vor Ort mitgeteilt, dass im Moment noch kein Platz für meinen Sohn frei wäre und ich frühzeitig informiert werden würde, sobald ein Platz in einer Gruppe frei wird.Vor mir auf den Tisch steht eine Tasse mit kaltem Kaffee. Ich habe ganz vergessen, dass ich ihn mir eingeschenkt hatte. Ich war zu sehr in meinen Erinnerungen versunken. Was bedeutet schon eine Tasse kalten Kaffees gegen das, was mich so sehr beschäftigt. Ich meine das ganze Elend, das uns täglich begleitet. Ständig wird es uns vor Augen gehalten. Sei es durch Selbsterfahrung oder durch Medien, die uns ja immer auf dem Laufenden halten. Ich kenne das Gefühl von Hunger, Angst, Schmerz und Hilflosigkeit nur zu gut, denn ich durfte es zu oft erleben. Was mich aber immer noch sehr traurig macht, ist dass sich mit den Jahren so wenig an der Situation auf dieser Welt geändert hat und die Armut immer weiter Fortschritt hält, anstatt weniger zu werden. Es liegt wohl darann, dass zu viele Menschen einfach wegsehen. Sie nehmen ohne Gegenwehr hin, was das Vaterland von einem verlangt. Das wohl seiner Mitmenschen interssiert niemanden mehr. Nicht einmal unsere Regierung schafft es, Abhilfe zu schaffen, sondern fördert mit immer neunen Sparmaßnahmen das Elend der Menschen. Wen kümmert es also, dass in unsere so gut funktionierenden Gesellschaft Menschen ein unzumutbares Leben führen? Immerhin leben wir ja nach der Bildanschauung. Die Würde des Menschen ist unantasbar, was wohl nicht für jedes Individiuum gesetzlich verankert wurde. Wie viele Menschen immer noch unter den Voraussetzungen existieren, in denen ich viele Jahre leben musste - wer weiß das schon? Sie haben keine Chance auf ein Dasein in einem sozialen und sicheren Umfeld. Sie mussten etweder von Kindesbeinen an ein Leben führen wie ein paar wilde Tiere, oder sie wurden von der Gesellschaft ausgeschlossen, zu dem gemacht, was sie veilleicht heute sind: Menschen ohne Hoffnung und Träume, die alles über sich ergehen lassen. Ich denke an die Kinder, die in sozial schwachen Verhältnissen leben. Sie wurden dort hineingeboren, und es intressiert niemanden, wie groß der Preis ist, den sie dafür zahlen. Kinder, die jeden Tag auf eine warme Mahlzeit hofften. Von Anfang an wurden sie aus unserer Gesellschaft ausgeschlossen, Wie sollten sie denn auch verstehen, das sie nicht gerade ein Teil der Menschen waren, die mit offenen Armen empfangen wurden. Sie hatten nichts und wurden verurteilt, in einer isolierten Welt zu leben. Auch ich war eines dieser Kinder, deren Wünsche, Träume, Hoffnungen und das Recht auf ein schönes Leben versargt wurden.

Das Buch heißt der Hinkelkasten,weil eine junge Frau durch dieses Spiel in eine andere Zeit zurück geführt wird.
es erzählt die wahre Geschichte innehalb dieser Siedlung,derer Bewohner.Jeder einzelne hat seine eigene Geschichte grauenhaft,traurieg,spannent........ab er auch lustig . . Hompage gabriele-markwald.npage.de


Einstell-Datum: 2010-03-17

Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die Meinung seines Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von versalia.de übereinstimmen.

Bewertung: 1 (1 Stimme)

 

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