Biographien Rezensionen Diskutieren im versalia-Forum Das versalia.de-Rundschreiben abonnieren Service für Netzmeister Lesen im Archiv klassischer Werke Ihre kostenlose Netzbibliothek

 



Save Ukraine!
Save Ukraine!


Amnesty International

Love all Animals

 
Ein Stadthaus zieht um
Autor: Frank Raymond Gideon Klotzbach · Rubrik:
Fabeln

Ein Stadthaus zieht um

Die Stadt war alt nach dem Maßstab der Menschen und es gab viele alte Häuser und Schlösser. Doch in diesen Häusern und Schlössern wohnten keine Märchen mehr, die Sagen waren schon lange weg gezogen. Die Menschen hatten ihre Stadt herunter kommen lassen. Um zu zeigen, dass sie gute Menschen sind beschlossen sie ein Märchenhaus zu bauen. Auch fehlte ihnen und Kraft, der mystische Zauber verlorener Magie. Mit dem Bau dieses Märchenhauses versuchte sie ihre Träume und Wünsche zurück zuholen. In der Hoffnung wieder Elfen, Feen, Zwerge, Einhörner, Waldzauberer und Nachttraumelben zu sehen suchten sie einen geeigneten Platz für das Märchenhaus.
Da sie aber nicht viel Geld für Märchen ausgeben wollen, bauten sie das Märchenhaus, in einem abgelegenen Teil der Stadt. Zwischen Tankstellen, großen Strassen und Geschäften. Es ist dort laut, die Luft schlecht, fern der Menschen bauten sie das Märchenhaus. Die Märchen die darin wohnten konnten ihre Fenster und Türen nicht öffnen, diese Umgebung machte ihnen Angst. Die Menschen waren hektisch, liefen kreuz und quer durch die Stadt, Strassen zerschnitten die Natur und so zerrissen kamen sich die Bewohner vor. Sie verstanden nicht warum man ihnen ein Haus gebaut hatte und sie nicht beachtete, nicht an ihre Kräfte glaubte. Und sie sahen der Menschen die kamen um ihr Haus zu sehen sich aber nicht für die Bewohner interessierten, sie verstanden diese Welt überhaupt nicht mehr. Sie wollten dieser Welt ihre Träume zurück geben, ihnen den Zauber des Lebens in die Herzen legen, ihnen die Magie der Liebe wieder in die Seele pflanzen. Man hatte sie aus aller Welt in dieses Haus gebracht, die Welt hatte sie verloren hatte sie in ein Haus gesperrt. Die Menschen glaubten an das Haus, das konnten sie sehen, an die Macht der Träume glaubten die Menschen nicht wirklich, den sie konnten sie nicht sehen und wenn sie einen Traum sahen konnten sie ihn nicht verstehen. Auch kamen sie nicht zu den Hütern der verborgenen Welt um sie zu fragen.
Das Haus war alles was die Menschen wollten, die Bewohner geduldet. Die Menschen wollten nur beweisen das sie es in der Hand hatten Träume zu verwirklichen, in Stein gegossen als Symbol ihrer Macht und Stärke, das sie jedem zeigen können und sagen: „Seht her wir sind die Herren aller Dinge in dieser Welt“.
So führten die Bewohner des Märchenhaus ein Leben das ihnen langsam die Macht und Stärke raubte, ihre Kräfte nahmen ab wurden von Tag zu Tag geringer. Die Märchen bemerkten die Ausweglosigkeit ihrer Situation, nur sie konnten sich nicht wehren. Sie hatten sich fangen lassen, sie waren gekommen um Gutes zu bringen hatten den Versprechen der Menschen geglaubt, die ihnen gesagt hatten das sie gebraucht würden.
Sie hatten ihnen vertraut und nicht gemerkt, dass man sie nur geholt hatte um ihnen ihre Macht zu stehlen.
Ein Sternenelb der oft in die Stadt kam um sie besuchen erzählten sie von ihren Leid. Der Stenenelb fühlte ihre Schmerzen, es waren auch seine Schmerzen und er versprachen ihnen zu helfen. Er dachte nach was er tun könnte um den Märchen zu helfen, ihre Schmerzen zu heilen, doch er war allein in dieser Welt und wusste nicht wer ihm dabei helfen könnte. So grübelte er lange vor sich hin und verzweifelte fast dabei, sein Schmerz wuchs von Tag zu Tag. Eines Tages ging er durch die Nacht und weinte seinen ganzen Schmerz, sein ganzes Leid heraus. Der Mond hörte sah das Leid des Sternenelben, er kannte ihn schon seit Urzeiten diesen Sternenelb, sie hatten sich aus den Augen verloren vor langer Zeit. Doch der Mond erkannte ihn und er legte seine Arme um den Sternenelb und tröstete ihn. Sie unterhielten sich die ganze Nacht bis es für den Mond Zeit wurde zu gehen. Er versprach dem Sternenelb wieder zukommen und ihm zu helfen.
Als sie sich wieder trafen sagte der Mond zum Sternenelb: „Ich habe mit der Sonne und den Gestirnen gesprochen, sie werden dir helfen, wir alle helfen dir, denn wir sind die Mütter und Väter aller Träume, wir sind ihre Kraft und Stärke und du Sternenelb bist ein Teil von uns. So hast du einen Wunsch und wir werden ihn erfüllen“. Der Sternenelb dachte nach und sprach zu dem Mond: „ Ich kenne einen alten Wald dort wäre der richtige Platz für das Haus der Märchen, hier können sie leben und ihre Macht kann sich wieder voll entfalten, den Menschen kann wieder geholfen werden“.
Der Mond sagte das es so in Erfüllung gehen wird und das sie sich morgen Nacht an der Stelle treffen werden die der Sternenelb ausgesucht hatte. In der Nacht am nächsten Tag trafen sich beide an der Stelle die der Sternenelb ausgesucht hatte. Der Sternelb und der Mond umarmten sich ganz fest um ihre Kräfte und Stärke zu vereinen, mit dieser Macht beider, der Magie und dem Zauber ihrer Träume, träumten sie das Märchenhaus aus der Stadt an die Stelle im Wald der Unendlichen Magie. Die Magie die niemals stirbt, die Macht der Liebe.
Das Märchenhaus wuchs langsam in dem Wald bis es in seiner vollen Schönheit den Ort, die neue Heimat ausfüllte. Silberner Glanz erfüllte den Wald, zarte Glocken spielten das Lied der alten Mythen und Sagen, der Wald erstrahlte im Licht der Weisheit. Fenster und Türen des Märchenhaus öffneten sich wie Münder die seit langem verschlossen waren und sie atmeten die Luft der Freiheit ein und riefen: „Sternenelb wir danken dir, wir lieben dich, denn du hast immer an uns geglaubt, nie gezweifelt“. Du und der Mond ihr könnt bei uns wohnen wann immer ihr wollt, ihr habt einen Platz bei uns für immer.
Die Märchen strömten aus dem Haus und besuchten die Welt, um den Menschen die Träume zu bringen die diese verloren hatten. Sie brachten das Licht zurück, den Zauber und die Magie ohne die die Welt nicht leben kann.
Nach einiger Zeit war das Haus leer, alle waren gegangen. Der Sternenelb war traurig, jetzt wo alle weg waren, ein leeres Haus aber sie wusste das alle Märchen zurück kommen und in der Zwischenzeit würde sie mit dem Mond im Märchenhaus wohnen. Der Mond sagte: „ Du hast ihnen die Freiheit gegeben Sternenelb und du bist der Hüter des Hauses aller Märchen dieser Welt und sie kehren immer zurück, denn du bist ihre Heimat sie haben nur diese eine“. So zogen der Sternenelb und der Mond in das Haus und gaben ihm den Glanz zurück das es verloren hatte. Das alle Märchen das Licht sehen konnten und wussten, wo ihre Heimat ist, ein Leuchtturm um ihnen den Weg zu weisen, ein Signal der Hoffnung das alle Märchen hier eine Wohnung haben und keines sich einsam fühlen muss, denn ihr Haus ist behütet und Zauber und Magie für immer bewahrt.

Gideon


Einstell-Datum: 2004-02-25

Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die Meinung seines Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von versalia.de übereinstimmen.

Bewertung: 333 (3 Stimmen)

 

Kommentare


Zu diesem Objekt sind noch keine Kommentare vorhanden.

Um einen Kommentar zu diesem Text schreiben zu können, loggen Sie sich bitte ein!

Noch kein Mitglied bei versalia?



Vorheriger Text zurück zur Artikelübersicht Nächster Text


Lesen Sie andere Texte unserer Autoren:
Das verlassene Dorf ... · Treiben im Strom der Zeit · Alguzu Geta. ·

Weitere Texte aus folgenden Kategorien wählen:
Anekdoten · Aphorismen · Erotik · Erzählungen · Experimente · Fabeln · Humor & Satire · Kolumne · Kurzgeschichten · Lyrik · Phantastik · Philosophie · Pressemitteilungen · Reiseberichte · Sonstiges · Übersetzungen ·

Aus unseren Buchrezensionen


SewastopolMalyschkin, Alexander:
Sewastopol
Da ist ein Held, und er wird sich wie in der Mehrzahl aller Romane als ein problematischer erweisen, Schelechow sein Name, Seemann unter Waffen seine Profession. Sozialisiert wurde der junge Kerl im spät-zaristischen Russland, in einer Junkerschule im bei Petersburg gelegenen Oranienbaum erhielt er die Offiziersweihe. Das ganze Leben [...]

-> Rezension lesen


 Geständnis einer MaskeMishima, Yukio:
Geständnis einer Maske
Wie fühlt sich ein bunter Vogel, den der graue Strom der Gleichen ausspuckt, so oft er in ihm auch untergehen will, um nicht er selbst sein zu müssen? Mit welchen Tricks versucht ein solcher Vogel, vor den anderen wie die anderen zu sein? Nachahmung, Tarnfarbe, Masken. Der japanische Schriftsteller Yukio Mishima (1925–1970) zeigt in [...]

-> Rezension lesen


Anmelden
Benutzername

Passwort

Eingeloggt bleiben

Neu registrieren?
Passwort vergessen?


Neues aus dem Forum


Gedichte von Georg Trakl

Verweise
> Unser Buchladen
> Lyrikband seelengruende
> Neue Gedichte: fahnenrost
> Kunstportal xarto.com
> Suchmaschine z3ro.net



005 Micro Button 3  88x31 / SBS

Das Fliegende Spaghettimonster

netzbibliothek | Anti-Literatur | Buchladen | Topliste | FAQ | Impressum | Rechtliches | Partnerseiten | Seite empfehlen | Schlesien | RSS

Systementwurf und -programmierung von zerovision.de

© 2001-2017 by Arne-Wigand Baganz

v_v3.31 erstellte diese Seite in 0.015678 sek.