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Hat Herr Fiesemir Fauch nicht nur Firma, hat er auch Frau,
zänkische, auf das es ihm nicht zu gut gehe, hier auf Erden.
Hat Frau von Herr Fiesemir Fauch gesprochen, dass ein
Autochen wäre nicht schlecht, so zum Einkaufen und um zu
zeigen den Leuten und besonders den Nachbarn, dass man es
gebraucht hätte zu etwas auf dieser Welt. "Nu",
fragt Herr Fiesemir Fauch seine liebende Gattin, "Nu,
wie klein sollte den sein das Autochen?" Weiber sind
schlau, und Frau von Herr Fiesemir Fauch ist schlau ganz
besonders und sagt "Nu, grad so groß wie deine Liebe.
Nu ja, was werd ich schon wollen viel. Will ich nur ganz
kleine Autochen, sagen wir ein Benzchen 500, die S Klasse.
Das ist wenig, für Frau, die dich liebt und geschenkt hat
dir die besten Jahre ihres Lebens."
Hat Herr Fiesemir Fauch Firma, kleine, was abwirft
beträchtlich Gewinn jedes Jahr. Hat Herr Fiesemir Fauch
gesessen und gerechnet und gestöhnt ganze Tage lang und
musste sehen, dass Gewinn nicht reicht für kleines Autochen,
wie immer er es mag drehen und wenden.
Ist er gegangen mit Gesicht, ganz zerknautschtes, zu den
Verband für die Unternehmer und die haben ihm gesagt:
"Musst du restrukturieren, outsourcen, Core Competences
fixieren und machen deinen Laden profitabler". Ist
geworden Herr Fiesemir Fauch ganz schwummrig in seine kleine
Köpfchen. Kann kein Mensch nicht mehr verstehen in seinen
eigenen Verband von die Unternehmer was geredet wird, ohne
Wörterbuch, englisches. Hat dumm geguckt Herr Fiesemir Fauch
mit sein dämliches Gesicht, bis man ihm erklärt auf gutes
Deutsch, das Herr Fiesemir Fauch muss auspressen seine
Angestellten wie Zitronen und soll arbeiten lassen in
Ausland, wo Leute krepieren vor Hunger auf der Straße.
Hat geschmissen Herr Fiesemir Fauch alle seine Bauzeichner
auf die Straße und gehalten viel schöne Reden, von
Verantwortung und harte Schule des Lebens, um zu gucken in
die Gesichter, die dämlichen, von seine alten Bauzeichner.
Hat Herr Fiesemir Fauch dann arbeiten lassen in
Aserbaidschan. Musste hinschicken jeden Monat ein paar alte
trockene Dattelnüsse und hat bekommen zurück Riesensack voll
1A technische Zeichnungen. Hat geklingelt Kasse recht
ordentlich und gemacht Gewinn, oder wie man jetzt sagt auf
neuem Deutsch Profit.
Hat sich gezogen an Herr Fiesemir Fauch ältestes Hemd und
Schuhe, alte, von seine Konfirmation und hat gehalten mit
kläglichem Gesicht klägliche Rede vor all seine
Angestellten. Das Lage ist ernst und Zeiten sind hart und
Konkurrenz ist drückend und dass alle müssen lernen zu
verzichten und was man nennt den Gürtel schnallen enger.
Firma kann geben keine Zuschuss mehr auf Frühstücksmarmelade
und auch nicht Betriebsrente. Dafür kann geben Herr Fiesemir
Fauch Botschaft, frohe, dass kann behalten jeder seine
Arbeit und darf arbeiten sogar noch zwei Stunden länger
jeden Tag und auch das Wochenende, für ganz genau dasselbe
Geld wie bisher.
So ist gekommen Herr Fiesemir Fauch zu neuem Benz und
bisschen Geld obendrauf in seine Tasche, seine pralle, nur
durch Schnallen enger von den Gürteln, von fremde Leute.
Ist stolz seine Frau und sieht, dass man es hat zu was
gebracht in der Welt. Ist man gemeinsam gefahren zur Kirche,
vorbei an all den Gaffern und Nachbarn, den neidischen, und
hat gezwitschert lustig wie ein Zeisig lauter fromme Lieder
Gott zu Ehren. Konnte man lauschen ergriffen Predigt von
Herrn Pfarrer über lauter gutes Leben im Paradies und über
Teilen aller Gaben mit dem Nächsten. Gutes Leben in Paradies
ist feine Sache, denk Herr Fiesemir Fauch, aber teilen mit
Nächsten ist dummes Geschnatter von Pfarrern, die nicht
können lesen richtig, aus Buch, heiligem. Soll man Gott, den
Herren, den grundgütigen, nicht reinziehen in Geschäfte, die
ihn angehen gar nichts. Ist auch viel zu anstrengend für
freundlichen Herren dort oben, alt und gebrechlich.
Denn Herr Fiesemir Fauch ist frommer Herr und lässt nichts
kommen auf Gott, den Herren und Gottesdienstbesuch an jedem
Sonntag. Denn ein Mensch ist mehr, als die Summe seiner
Kapitalien, denkt Herr Fiesemir Fauch. Ein Mensch muss haben
auch eine unsterbliche Seele und ein gutes Gewissen, rein
wie ein frisches Betttuch. Und wer kann besser vergeben, die
kleinen Sünden, die irdischen, wie Gott, der Herr und sein
Bodenpersonal, um zu retten die Seele vor dem Fegefeuer und
schlimmeren Strafen.
Und so ist sicher, Herr Fiesemir Fauch, dass er wird kommen
in dem Himmel und das es ihm gehen wird dort oben auch aufs
Allerbeste und das er wird fahren mit einem himmlischen Benz
von einer Wolke zu der anderen.
Einstell-Datum: 2004-04-13
Hinweis:
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