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Herz und Heimat ...
Autor: Ewald Eden · Rubrik:
Lyrik

De tweede Sömmer . . .

Kloppt de Haarsttied bi di an
de eerst Blööm'n sünd verbleut
faangt dat wäär to wassen an
dat Ooch sükk bannich freud

Gefööl'n lopen dör di dör
du weets nich wat di övergeit
denkst - hoapenlich blods keen Malör
dat mi de Mohr in d' Mengsel schleit

Bottervöägels schwääwen in Drufeln
üm de grode rode Fleeder
de Hund de sitt dorbi to schnuufeln
hiemt in Riemseln Dakkelleeder

Sien Wiefke denkt nu is sowiet
nu hett dat Öller us to foaten
nu kummt de tweede Sömmertied
de eerst hebbt wi all achterloaten

Sükk trotzdem an de Bloomen hööcht
stoaht see ok nich mehr so in Hopen
dat Hundje moi up d' Aarm sükk nööcht
so doon de beid'n noa Huus henlopen

ewald eden


Am alten Hafen

Die Steine grün von Algen
ein Kutter dümpelt still
an Bord noch schemenhaft die Taljen
die Taue drüseln schlaff im Spill

Die Ankerkette aus dem Klüver
hängt rostrot nun seit Jahren schon
kein Käpt’n Rass und kein Hein Stüver
drehen mehr an Rohr und Kron’

Das Fanggeschirr am Ladebaum
reibt quietschend sich im Lüftehauch
der Kessel steht im leeren Raum
und über’m Schornstein fehlt der Rauch

Die Dalben dort am Ankerplatz
geschundene Gestalten
als hüteten sie einen Schatz
als würden sie die Zeit verwalten

ewald eden


Abend auf See. . . .

Ich steh’ an Deck - schau in die Ferne
am Himmel stehen sanfte Sterne
die Sonne tief am Himmelsrand
sie ist ein roter Nebelbrand

Die Mitternacht ist greifbar nah
das Feuer ist noch immer da
des Nordlands Nächte sind wie Träume
der Wellen Kämme rosa Schäume

Die Luft - sie ist wie angefüllt
mit dem was meine Sehnsucht stillt
die Stunden gehen still vorüber
ich bin gebannt - steh’ wie im Fieber

Ich kann den Platz hier nicht verlassen
ich fühl’ die Stille - kann sie fassen
ein Jemand nimmt die Freiheit sich
er steht nur da - doch stört er mich

Seine Gedanken sind zu laut
ich höre wie er um sich schaut
ich spür’ - er kann sie nicht begreifen
die Zeichen - die den Himmel streifen

Ewald Eden

Das verlassene Dorf . . .

Ein Schleier liegt über den Dünen -
vom Meer zieht Nebel grau ins Land,
die Möve fliegt mit großem, kühnen
Bogen über Deich und Strand.

Noch schickt der Turm in hellen Bahnen -
sein Licht zum Horizont hinaus,
der Wellenkämme weiße Fahnen -
seh’n wie Gespensterreiter aus.

Im Hafen - wie gestrandet’ Wale -
die Kutter liegen auf dem Schlick,
die Lampen wie gespenstisch kahle
Augen, mit verlor’nem Blick.

Die Fischerhäuser sind verlassen -
aus Fensterhöhlens Einsamkeit,
sieht man die Zukunft hier verblassen -
Leben hier liegt lang schon weit.

Zehn Alte - deren Weg bald endet -
die sieht man noch - in Dorfes Rund,
die Jungen hat die Welt verblendet -
mit ihrem Machwerk - ganz in bunt.

ewald eden






Einstell-Datum: 2004-02-11

Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die Meinung seines Verfassers wider und muss nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von versalia.de übereinstimmen.

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