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Wie alles sich zum Ganzen webt
Autor: Karin E. J. Kolland · Rubrik:
Erzählungen

Wie alles sich zum Ganzen webt

Als der erste Hauch der Morgenröte, mit seinem sanften Strahl, die hoch aufragenden Gebirgsgrate streifte, drehte sich die dunkle Nacht, eingebettet in die tiefen Täler und in die Geborgenheit der sattgrünen Wälder, noch einmal schlaftrunken zur Seite, und schmiegte sich genüsslich in den weichen moosigen Almboden. Doch Ostara, die ewig junge Göttin des neu anbrechenden Weltenmorgens, schlich bereits auf nackten Sohlen, durch den Farn. Mit einem zarten Gähnen richtete sie sich auf, die Arme in dankbarer Erwartung dem Firmament entgegenstreckend, ihren Körper genüsslich dehnend, so dass all die freudvolle, prickelnde Lebendigkeit in ihren Adern erwachte. Der Zauber des täglich neu Geborenwerdens strahlte durch alle ihre Poren, und lag mit knisternder hoffnungsvoller Spannung in der Luft. Da ihre Fingerspitzen ins reine Blau des Himmels griffen, und kein Wölkchen fühlbar war, war ihr an diesem Morgen ein besonderer Genuss gestattet. Mit liebevoller Anmut neigte sie sich über die schroffen Grate, die mit Gleichmut ihren satten, leidenschaftlichen Morgenkuss empfingen. Wild flammte das goldene Rot auf, und die nackten Felsenspitzen umgrenzten einer Krone gleich, funkelnd wie ein kostbares Kleinod, das Hochgebirgstal.
Der Jäger, der in dunkler Nacht bis zu diesem von schroffen Felsen umgrenztem Hochplateau emporgestiegen war, lauschte geschützt in seinem Schirm sitzend - ein aus Ästen gebauter Verschlag - schon seit geraumer Weile den Balzrufen, der im ersten Dämmerschein einfallenden Pirkhähne. Ihm war das an diesem Tag doch besonders prickelnde Erwachen nicht entgangen und er vorfolgte fasziniert, mit pochendem Herzen, dies Schauspiel der Natur.
"Eine goldene Krone, besetzt mit funkelnden Edelsteinen schenkt uns dieser Morgen", murmelte er vor sich hin, "als ob wir Menschen dies verdienten." Und er fühlte Freude durch seine Adern fließen, wurde ihm doch bewusst, wenn auch im Tal noch alle ahnungslos schliefen, er war da! Er durfte sehen! Er hatte die Berührung der Göttin empfangen.
Bald jedoch wurde er vom inneren Hören und Ahnen abgelenkt, und seine Aufmerksamkeit wurde von einem Hirschen gefangen genommen, der das edle Haupt, mit dem weit ausragenden Geweih, stolz erhoben und aufmerksam lauschend hinter einem Felsblocken zwischen den Latschen hervorkam. Das Gestein nahm dem Jäger die Sicht auf das Schmaltier mit seinem jungen Kalb, das vertauensvoll dem Hirschen folgte. Der Jäger nahm den Hirschen mit seinem Fernglas ins Visier, beobachtete genau eine jede seiner Bewegungen, und da drehte sich der König des Waldes in des Jägers Richtung. Die Muskeln angespannt und jeden Moment zur Flucht bereit, verharrte er gänzlich regungslos. Dann jedoch mag er wohl gefühlt haben, dass er ja nur bestaunt wurde und keine Gefahr drohte. Gelassen senkte er sein Haupt und zupfte ein wenig Almgras, das er genussvoll zwischen den Kiefern zermalmte, und spähte über seinen Rücken. Auf dies Zeichen seiner Gelassenheit, wagte sich nun auch das Muttertier mit seinem Jungen hinter dem Felsen hervor.
Dem Jäger war die friedlich äsende Familie des Waldes heilig, und so verharrte er geduldig, noch andere Tiere beobachtend, wohl eine gute Stunde in seinem Verschlag aus. Dann jedoch waren ihm die Beine so steif geworden, und er war froh, dass ein leichter Wind aufkam, und er sich vorsichtig mit dessen Strömung ins Tal aufmachen konnte, ohne dabei die Tiere zu erschrecken.
Frohen Schrittes holte er weit aus, und seine Gedanken an ein ausgiebiges Frühstück, eilten dem Duft von Kaffee entgegen, den seine Frau im Forsthaus wohl bald für ihn aufbrühte. Da sah er plötzlich auf dem schmalen Forststeig eine fremde Frau ihm entgegenkommen. Erstaunt und wenig begeistert hielt er inne. Er mochte es gar nicht, wenn immer wieder Touristen die Ruhe des Waldes störten.
"Grüß Gott." Die Fremde war nun auf selber Höhe und wollte an ihm vorbei.
"Guten Morgen! Wo wollen Sie denn hin?" Mit diesen Worten die weniger als eine Frage und wohl eher nach einer Drohung klangen, versperrte er ihr breitbeinig den Weg.
Heiter lachte ihm die Fremde in sein finsteres Gesicht. "Da hinüber", sagte sie leichthin und wies mit der Hand nach Westen.
Da sie nicht mehr sagte, und ihn nur anlachte, konnte der Jäger seine grimmige Miene nicht bewahren, und ihrem offenen Blick ausgesetzt, senkte er fast ein wenig Verlegen die Augen und wusste nicht recht, was er sagen sollte.
"Aha... so ist das", murmelte er wage und gab ihr widerwillig den Weg frei.
"Danke, und noch einen schönen Tag", sagte sie, und geschmeidig huschte sie an ihm vorbei.
"Aber wissen Sie schon, dass das ein privates Forstgebiet ist!" rief er ihr nach, und seiner Stimme war sein Groll anzumerken.
Da drehte sich die Fremde nochmals zu ihm um, und mit ruhiger besonnener Stimme sagte sie: "Meinen Sie wirklich, dass ein Mensch ein Stück Erde und die Tiere und Pflanzen besitzen kann?"
"Die Leut' haben einfach kein Gefühl und keine Achtung mehr vor der Natur, deshalb mag ich es nicht, wenn sie im Wald herumlaufen und alles aufscheuchen." Der Jäger war froh, sein Verhalten rechtfertigen zu können.
"Ja, ich kann das schon verstehen", gab die Frau zurück, "aber bitte machen Sie sich keine Sorgen. Ich werde achtsam sein."
Sie tauschten noch einmal Grußworte aus, und beide gingen weiter. Die fremde Frau strebte dem schmalen Passübergang zu, der unterhalb des Hochplateaus verlief, von dem er talwärts strebte. Ein paar hundert Meter hinter der Stelle, wo sie sich begegnet waren, kreuzten sich die schmalen Pfade.
Dem Jäger ging die fremde Frau nicht recht aus dem Sinn, und er fragte sich, woher sie in aller Früh kommen mochte.
"Hast du den Balken aufgemacht, Heidi", fragte er deshalb seine Frau, als er am Frühstückstisch Platz nahm.
"Nein, hätte ich sollen?", fragte sie erstaunt zurück.
"Nein, nein", gab er zur Antwort, und langte nach Butter und Käse, "mir ist nur eine Frau begegnet, ziemlich weit oben schon."
"Wird halt eine Berggeherin sein" sagte seine Frau.
"Na ja schon", sagte der Jäger, und schob sich einen Bissen Brot in den Mund. "Aber es ist komisch. Wenn kein Auto hineingefahren ist, müsste sie ja wo geschlafen haben, und die Breitlahn-Hütte ist zu."
"Vielleicht eine Fee? War sie schön?" neckte ihn seine Frau.
"Ah, geh! Hör auf", entgegnete er brummig, "ich frag' mich bloß. Man weiß ja nicht. Womöglich verlauft sie sich und wir können sie dann suchen und heruntertransportieren. Das wäre ja nicht das erste Mal!"
"Hat sie eine ordentliche Bergausrüstung angehabt?"
"Hose, Anorak und feste Schuhe hat sie schon angehabt. Aber ob sie einen Rucksack gehabt hat, könnte ich jetzt nicht einmal sagen", überlegte er nachdenklich.
"Magst du noch eine Tasse Kaffee?" fragend hielt ihm seine Frau die Kanne entgegen, da er bejahte, goss sie das heiße Getränk in seine Tasse, und setzte sich neben ihn auf die Küchenbank. Mit begeisterten Worten, begann der Jäger seiner Frau vom wunderbaren Naturschauspiel zu erzählen, das dieser Morgen ihm beschert hatte.
Im Laufe des Tages musste der Jäger noch ein paar Mal an die fremde Frau denken. Die Zeit jedoch tropfte mit ihrem Takt unaufhörlich in das eintönige Glas, das der Alltag ihr entgegenhielt, und bald hatte der Jäger sowohl die fremde Frau, als auch den Morgen vergessen, da die Göttin Ostara auf die auserwählten Gebirgsgrate, mit einem leidenschaftlichen Morgenkuss, die goldene Krone der Vorsehung herniedersenkte.


***


Leichten Schrittes ging die Fremde über den weichen Almboden. Die Sonne stand schon weit im Westen, als der Pfad an den sie sich hielt, zusehends steiniger und auch steiler wurde, und sich in krummen Windungen abwärtsschlängelnd, zwischen den ersten Bäumen, bald jedoch in einen dichten Hochwald mit starkem Unterholz verlief. Hohe Farne, Steine und Geröll hatten den Weg versperrt. So musste sich die Frau durch das Dickicht kämpfen, kam aber bald auf eine Lichtung, die den Blick auf einen wunderschönen Talkessel freigab, in dessen Mitte ein See in den Strahlen der Abendsonne schlummerte. Friedlich eingebettet in das auch hier noch gewaltige Bergmassiv, lag ihr ein Hochtal zu Füßen, dass mit seinem unberührten Zauber das Herz der Fremden zu berühren schien.
Ein kleines Eichhörnchen, das unweit auf der Astgabel einer nahen Lerche saß, beobachtete mit Staunen, wie die Fremde mit ihren Händen ein geheimnisvolles Zeichen in die Luft stellte, das sich langsam niedersenkte, über das ganze Tal. Lange stand die Frau einfach reglos da, mit leicht erhobenen Händen.
Währenddessen, saß unten am Ufer des Bergsees eine junge Frau, und schaute mit traurigen Augen in die stille Tiefe des Wassers. Eine geraume Weile später, trat die Fremde unten im Tal zwischen den Bäumen hervor, und langsam näherte sie sich dem Ufer. Die Frau am Ufer bemerkte die Fremde erst, als diese bereits im Begriff war, sich neben ihr ins Gras zu setzen. Erschrocken fuhr sie auf.
"Verzeih, bitte", sagte die Fremde, "ich wollte dich nicht erschrecken."
Die beiden Frauen tauschten Grußworte aus, und begannen miteinander zu plaudern. Schon vom ersten Augenblick an verband beide eine innige Vertrautheit.
"Mein Name ist Serles", sagte die junge Frau am Ufer.
"Das ist aber ein schöner Name", entgegnete die Fremde, "wer hat dir diesen Namen gegeben?"
"Ich habe ihn von einem Berg. Und wer bist du?" gespannt blickte die Jüngere in das Gesicht der fremden Frau.
"Ja, wer bin ich? Das ist wohl eine Frage, die wir uns immer wieder stellen sollten", antwortete diese. "Hast du dir diese Frage auch schon gestellt?"
"Doch, das habe ich wohl", erklärte die Jüngere und ein Schatten huschte über ihr Gesicht. "Ich glaube, ich bin die Hüterin dieses Berges",
sagte sie und wies mit der Hand nach hinten auf das Bergmassiv.
"Das ist aber schön." Die Fremde legte behutsam eine Hand auf die Schulter der Jüngeren und meinte dann mit sanfter Stimme: "Die Hüterin des Berges scheint aber traurig zu sein?"
"Ja, ich bin traurig, sehr traurig sogar. Denn ich weiß nicht was ich tun soll", entgegnete Serles.
"Bitte, wenn du magst, erzähle mir dein Problem", bat die Fremde, und rückte noch ein Stück näher heran.
Da begann die junge Frau mit den schönen blonden Haaren zu erzählen. Sie erzählte, wie sie bereits vor einigen Jahren zu diesem Berg und diesem besonderen Tal hergeführt wurde. Wie ihre Liebe zu diesem Flecken Erde mehr und mehr Wurzeln schlug, und dass sie seit einer Weile hier auch wohne, und ein kleines Seminarhaus mit ihren Freunden betreibe. Sie erzählte von ihrem tiefen Kontakt, den sie für die Erdmutter empfand, die sie die schwarze Madonna nannte, und breitete vor der Fremden ihre Sorgen darüber aus, dass es in naher Zukunft kaum noch ein Stück vom Menschen unausgebeuteter Erde geben werde.
"Doch wenn kein Stückchen heile Erde mehr da ist, wo sollen die Menschen dann noch Frieden finden?" Tränen des Schmerzes und der Erregung liefen über ihre Wangen. "Der Mensch hat verlernt im Einklang mit den Kräften der Natur zu leben. Und wenn der Mensch die Natur zerstört, dann zerstört er ja auch sich selbst."
Die Fremde hatte aufmerksam zugehört. Besänftigend strich sie über den Rücken der Jüngeren.
"Und nun soll das Tal hier mit dem Seminarhaus, das ja für alle Menschen offen steht, verkauft und vermarktet werden." Fuhr die Jüngere mit ihrer traurigen Erzählung fort. "Große Baumaschinen werden kommen, und tiefe Wunden in die Erde reißen. Der Gebirgsbach wird seine Freiheit verlieren, und der See seine Reinheit. Viele seltene Gräser, Almblumen und Schmetterlinge werden verschwinden. Das Raunen der Natur wird im Lärm untergehen, bald wird es nicht mehr möglich sein, einen Raum der Stille zu betreten und ihrer Weisung lauschen zu können. Der Berg wird leiden und eines Tages wird er sich rächen, und die Menschen werden wieder nicht verstehen, warum das Unheil über sie kommt."
Das neugierige Eichhörnchen, das wohl der fremden Frau gefolgt war, sprang noch näher heran. Sicherlich wollte es jedes Wort verstehen können. Zärtlich einladend blickten beide Frauen zu ihm hin, als sie es bemerkten.
Serles erzählte noch weiter, und als sie endete, trug ein leichter Abendwind die Schwingung ihrer letzten Worte über den See. Auch die Sonne hatte sich bereits über den Bergrücken geneigt, und ihr glitzerndes Spiel über dem Wasser beendet.
Schweigend saßen nun beide Frauen am stillen Wasser.
Da kramte die Fremde in ihrer Hosentasche und holte schließlich eine Perlenkette hervor, die sie zärtlich zwischen ihren Fingern durchgleiten ließ und dann, immer noch schweigend, der Jüngeren hinreichte.
Da erkannte Serles, dass die Kette mit den weißen Perlen ein Rosenkranz war. Mit ergriffener Dankbarkeit und fragendem Blick griff sie danach.
"Ich möchte ihn dir gerne schenken, wenn ich darf", sagte die Fremde.
Stumm vor Staunen und Freude nahm Serles ihn entgegen, ließ die feinen Perlen nun ihrerseits zärtlich durch die Finger gleiten, und scheu fasste sie nach dem kleinen gleichschenkeligen Kreuz, das aus Silber zu sein schien und mit fünf glitzernden Bergkristallstücken besetzt war. Dabei rannen wieder stille Tränen über ihre Wangen und endlich sagte sie mit erstickter Stimme: "Mein Gott, ja, den Schutz der Himmelmutter hat die Erdmutter wohl sehr sehr nötig." Dann wischte sie sich ihre Tränen ab und neigte sich der Fremden zu.
"Ich danke dir. Ich danke dir aus ganzem Herzen, liebe...." und da sie den Namen der Fremden immer noch nicht erfahren hatte, schweifte ihr Blick suchend über deren Gesicht.
"Schwester. Sag einfach Schwester zu mir, liebe Serles."
Und das kleine Eichhörnchen, das immer noch alles beobachtete, sah wie die beiden Frauen sich herzlich umarmten. Erst als die Frauen aufstanden und gemeinsam in die Richtung gingen, wo das alte Haus stand, entschloss es sich, zurück in den Wald zu springen.
Im alten Berghaus angekommen, deckte Serles sogleich den Tisch und lud die Fremde, die sie nun Schwester nannte zum Abendessen ein. Dankend nahm die Frau an und setzte sich an den Tisch.
"Schwester, du bist müde. Du bist wohl schon weit gegangen heute? Gleich nach dem Essen werde ich dir ein Bett herrichten und du wirst dich herrlich ausschlafen." Fürsorglich reichte Serles ihrem Gast von den reichlich aufgetragenen Speisen.
"Ich danke dir sehr für dieses Mahl, doch bleiben kann ich nicht. Ich muss heute noch weiter", entgegnete die Angesprochene.
Die junge Frau hätte all zu gerne gewusst, warum es der Fremden nicht möglich war, auch nur eine Nacht zu bleiben. Da diese aber ihre Fragen nur mit knappen Worten beantwortete, und bald aufstand und sich verabschieden wollte, bot sie ihr an, sie wenigstens mit dem Auto ins Tal hinunterführen zu dürfen. Dieses Angebot nahm die Fremde gerne an.
Als beide Frauen bereits im Auto saßen, sprang die Jüngere noch schnell aus dem Wagen. Die ganze Zeit über hatte sie schon darüber nachgedacht, welch kleines Geschenk sie wohl der Lieben mitgeben könnte, doch es war ihr nichts rechtes in den Sinn gekommen. Doch plötzlich traf sie der Blitz der Erinnerung, und sie stürmte die Stiegen hinauf, bis in eine Kammer unter dem Dach, und kramte unter alten Büchern, Puppen und sonstigem verstaubten Zierrat eine keine geheimnisvoll bemalte Schachtel hervor. Schon sprang sie wieder die Stiegen hinunter, schlug die Haustür mit einem Knall hinter sich zu, und rannte auf das Auto zu.
Erstaunt lächelte die fremde Frau, als Serles ihr mit hochroten Wangen, die alte Schachtel reichte.
"Das ist für dich." Sie startete den Wagen und fuhr los.
Die fremde Frau hielt erst für eine Weile die Schachtel ruhig zwischen ihren Händen, dann begann sie diese genau zu betrachten, und schließlich hob sie den Deckel aus Karton ab. Wundersam bunt bemalte Karten glitten daraus hervor.
"Das sind ganz alte Tarotkarten", platzte Serles heraus. Vor Freude und Aufregung konnte sie es nicht länger für sich behalten: "Stell dir vor, diese Karten sind mir plötzlich eingefallen. Ich habe sie von meiner Großmutter, und wer weiß von wem diese sie hat. Ich glaube sie sind schon sehr alt. Und denk dir, als meine Großmutter sie mir gab, da war ich noch ein junges Mädchen, und sie sagte zu mir, wenn ich jemals ein geheimnisvolles Geschenk bekäme, dann müsse ich diese Karten hergeben. Stell dir das vor!" Die Begeisterung über die geheimnisvolle Erinnerung schwang tief aus ihrer Stimme heraus, und etwas zu schnell lenkte sie den Wagen in eine enge Kurve. Nun war sie für einen Moment zu sehr mit dem Lenken des Autos beschäftigt um weitersprechen zu können.
Schnell aber hatte sie sich selbst und auch das Auto wieder voll im Griff, und mit ruhigerer Stimme erzählte sie der Fremden noch einiges über die Großmutter, und die alten Karten und darüber, dass es auch die Großmutter war, die sie gelehrt hatte den Rosenkranz zu beten.
Die stille Fremde betrachtete die Karten mit großer Aufmerksamkeit, und als sie im Tal ankamen schichtete sie diese wieder behutsam in die alte Schachtel.
"Liebe Serles, ich danke dir aus ganzem Herzen für dies schöne Geschenk. Ich nehme es sehr gerne an", tief lag ihr Blick in den Augen der Jüngeren.
Den beiden Frauen, bereits ganz ein Herz und eine Seele, fiel der Abschied schwer. Sie tauschten noch zärtliche Worte der Dankbarkeit und segenspendende Wünsche aus. Dann löste sich die Fremde sanft aber bestimmt aus der Umarmung, drehte sich um und ging bestimmten Schrittes die Straße entlang. Sie hatte gebeten in der Nähe des Bahnhofs abgesetzt zu werden, und dieser lag nun vor ihr.
Als Serles bereits wieder vor ihrem Berghaus angekommen war, brannte noch immer die Unruhe in ihr. Die Nacht hatte schützend ihre Finger ausgestreckt, und senkte bereits ihre matte Dunkelheit über Berg und See. Die junge Frau wusste, dass sie es im Haus nun unmöglich aushalten konnte, und so lenkte sie ihre Schritte zum See, und setzte sich eben an jene Stelle, wo sie noch vor Stunden mit der fremden und doch so vertrauten Frau gesessen hatte. Sie fühlte in die Taschen ihres Kleides nach den Perlen und dem kleinen Kreuz. Da senkte sich eine ungewöhnliche Stille und Leichtigkeit über sie. Verwunderung, Anspannung und Aufregung verschwanden gleichermaßen, wie Sorge und Traurigkeit. Eine stille Zuversicht war in ihr so lebensfroh pochendes Herz eingekehrt. Mit unter dem Kopf verschränkten Armen legte sie sich zurück ins Gras, und schloss ihre Augen.
Was war das heute nur für ein wundersamer Tag gewesen? Sie war schon früh morgens aufgestanden, und hatte das feurige Flammenspiel der Morgensonne in den Bergen gesehen. Eine Krone auf den Bergspitzen, ein Rosenkranz und alte Tarotkarten. Welch wundersame Zeichen. Ein Omen? Und da kamen ihr wieder längst vergessene Worte ihrer schon lange verstorbenen Großmutter in den Sinn. "Merke dir, mein liebes Kind, was auch immer, und wer auch immer den Fuß in diese irdische Welt setzt, muss unausweichlich diesen Weg gehen." Und sie erinnerte sich, wie die alte Großmutter im schwachen Schein der matten Lampe, mit ihren verrunzelten Händen, auf einen Teil der vor ihr ausgebreiteten wundersam bunten Karten gedeutet hatte. Wie zu einer Straße aneinandergereiht lagen die Bilder auf der dunklen abgegriffenen Tischblatte. "Es ist der heilige Weg der großen Arkana."


***



Unten im Tal in einer kleinen Gastwirtschaft, wunderte sich der Wirt, als zu dieser späten Stunde eine fremde Frau eintrat. Nach einem kurzen Blick rundum, auf die wenigen Gäste, die am Stammtisch eifrig diskutierten, trat sie an den Tresen und reichte dem erstaunten Mann
eine Goldmünze.
"Bitte, könnten Sie mir dafür Geld geben?"
Der Wirt nahm die schwere Münze in die Hand, langte nach seiner Brille und las stockend: "Estados Unidos Mexicanos" Verwundert schüttelte er den Kopf und schob ihr die Münze wieder hin. "Das ist ja mexikanisches Geld. Das müssen Sie auf der Bank einwechseln."
"Sehen Sie", sagte die Fremde, "heute hat keine Bank mehr geöffnet. Ich habe kein anderes Geld dabei. Ich brauche aber dringend Geld für eine Fahrkarte, und am Schalter wollte der Beamte das Goldstück auch nicht annehmen. Er dürfe nicht, sagte er. Doch wie mir scheint, sind Sie hier der Chef?" Sie sah den Wirt fragend an, und fügte hinzu, "bitte helfen sie mir. Ich muss heute noch weiter."
"Wo wollen Sie denn heute noch hin? Ich weiß gar nicht ob heute noch ein Zug fährt", er schüttelte den Kopf.
"Bitte", sagte die Frau nochmals.
Der Wirt kratzte sich verlegen. "Ich würde ihnen ja gerne helfen, aber wer weiß was das wert ist? Vielleicht ist das gar kein Gold, und bei ausländischem Geld kenne ich mich nicht aus."
"Es ist Gold", sagte die Frau, "und sehen Sie, es hat den Adler eingraviert, der die Schlange frisst. Der Adler ist doch auch das Wappentier ihres Landes, oder? Er ist der Hüter der Neutralität."
Da wurde der Wirt noch unsicherer, wovon redete die Fremde da? Und so trat er ein paar Schritte zurück, öffnete eine Tür, und schrie nach seiner Frau. Sogleich erschien eine rundliche Frau in der Tür, die wohl etwas älter zu sein schien, als ihr Mann.
"Bitte erzählen Sie das alles meiner Frau", sagte der Wirt zur Fremden hingewandt, "ich kenne mich da wirklich nicht aus."
Die Frau wiederholte ihre Worte, und gab der Wirtin das Goldstück in die Hand. Diese hörte mit wachsender Unruhe zu und betrachtete aufmerksam die Münze. "Wissen Sie", sagte sie schließlich, "ich weiß nicht wovon sie eigentlich sprechen. Aber das mit dem Adler hat eine komische Bewandtnis. Wir hatten in der Schule einen alten Lehrer, und sie müssen wissen, ich bin auf der anderen Seite der Berge aufgewachsen. Die Landeshymne dort, die handelt von den Bergen, wo der Adler noch haust, und der alte Lehrer hatte uns gedrillt damit. Er meinte wir würden gar nicht ahnen, wie wichtig das sei für uns. Und nun kommen Sie mit dem Wappenvogel auf dem Goldstück daher. Und der frisst auch noch, die Schlange, was unserer ja nicht tut." Kopfschüttelnd runzelte die Wirtin die Stirn, hob den Blick und starrte stumm in das Gesicht der Fremden.
"Wann geht denn ihr Zug?" fragte sie schließlich.
"Um 23 Uhr 20, hat der Bahnbeamte gesagt", antwortete die Fremde.
Mit einem Blick auf ihre Armbanduhr meinte die Wirtin, "da haben Sie noch eine gute Stunde Zeit. Was wollen Sie denn trinken? Sie müssen mir da nämlich mehr erzählen." Und zu ihrem Mann gewandt, rief sieh, "du Hubert, das ist wirklich interessant. Geh schenk uns etwas zum Trinken ein."
Die Wirtin lud die Fremde ein, an einem Tisch etwas abseits der Gäste Platz zu nehmen. Und zum zweiten Mal an diesem Abend, lauschte diese einer mit Begeisterung wiedererwachten Erinnerung.
"Wissen Sie, der Lehrer hatte viel mitgemacht. Er war in beiden Weltkriegen und beide Male verwundet worden. Einmal wurde er gefangengenommen in Russland, und das zweite mal von den Amerikanern. Er hat uns viele wundersame Geschichten erzählt, die ich mir nicht alle gemerkt habe. Doch eines weiß ich noch ganz genau. Er hat erzählt, dass er beide Male den Krieg nur überlebte wegen dem Wappenvogel. Das erste Mal, im ersten Weltkrieg, da ist er noch ein recht junger Mann gewesen, wie er schwer verwundet wurde. Russische Bauersleute haben ihn im Schnee gefunden, und in ihre Hütte getragen. Er hatte schweres Fieber und war dem Tode nah, da hatte die Bauerin gesagt, sie könne ihn heilen, aber sie müsse ihm Schutzzeichen in die Arme tätowieren. Als es ihm dann bereits besser gegangen sei, habe er erst gesehen, dass er auf einem Arm nun einen Adler mit ausgebreiteten Schwingen trug, und auf dem anderen eine Schlange. Er hat uns schon auch darüber erzählt, dass ihm die alten Leute irgendwelche geheimnisvollen Sachen erzählt haben, aber daran kann ich mich jetzt nicht mehr erinnern. Nur soviel, gesund ist er geworden, und die Gefangenschaft hat er überlebt." Immer noch kopfschüttelnd drehte die Wirtin das Goldstück in ihren Fingern. "Ja, und im zweiten Weltkrieg haben ihn die Amerikaner gefangengenommen, auch schwer verwundet. Da war ein Lagerarzt gewesen, so ein Lateinamerikaner, oder vielleicht sogar ein Mexikaner, so genau weiß ich das nicht mehr, der hat aus Pflanzenwurzeln Selbst so eine Medizin gebraut, und damit hat er ihn geheilt. Sie seien dann Freunde geworden, hat uns der Lehrer erzählt, und der Arzt hat ihm viel altes Wissen anvertraut. Der Adler und die Schlange haben dabei eine große Rolle gespielt."
Sie seufzte tief auf. "Wissen Sie, als Kind passt man leider nicht genau auf. Es ist wohl nur so eine Ahnung, die mir da hängen geblieben ist. Aber wo Sie das so mit der Neutralität sagen, da kann ich das irgendwie verstehen. Die Schlange hat ja schon Adam und Eva zum Bösen verführt. Und wenn der Adler darüber wacht, dass das in einem Land nicht geschieht, ist das sicher sehr wichtig, meine Sie nicht auch?", nachdenklich strich sie sich eine Strähne mit grauen Haaren aus dem Gesicht.
"Doch, ich glaube ich kann Sie gut verstehen", sagte die Fremde.
"Wirklich?", glücklich lächelte die Wirtin ihr zu. Dann auf einmal schien ihr etwas einzufallen und ganz aufgeregt sagte sie, "bitte warten Sie ein bisschen. Ich muss schnell etwas holen."
Als sie zurückkam hatte sie einen vergilbten Zettel in der Hand. "Bitte schön, das ist ein Gedicht, das hat uns auch der Lehrer gegeben. Vielleicht können Sie etwas damit anfangen. Nun will ich aber sehen, wie viel Geld ich ihnen dafür geben kann. Mein Gott, wer weiß was das Goldstück wert ist?" Fragend lag ihr Blick auf der fremden Frau.
Da diese nichts sagte, eilte sie zur Schublade, wo die Geldtasche lag. Schnell nahm sie alle Geldscheine heraus, und reichte sie der Frau mit einem ängstlichen Blick hinüber zu ihrem Mann, der aber mit den Gästen beschäftigt war, und ihnen keine Beachtung schenkte.
Einiges später als die Frau sich bereits von den Wirtsleuten verabschiedet hatte und gegangen war, griff der Wirt nach der Geldtasche, da ein anderer Gast zahlen wollte, und als er sie aufmachte starrte er entsetzt in die leeren Geldfächer. "Ja bist du ganz wahnsinnig geworden!", schrie er zur Tür hinaus nach seiner Frau, "sag bloß, du hast der Fremden das ganze Geld gegeben? Das waren ja ein paar Tausender und etliche Hunderter und Zwanziger!"
Ruhig trat die Frau in die Tür und sagte: "Ja, das Geld habe ich ihr gegeben!"
"Ja Kruzifix das geht doch nicht! Das Weib hat dir wohl alles abgeluchst?", schrie er rot vor Zorn.
"Nein, sie hat mir nichts abgeluchst", sagte die Frau, "ich habe es ihr gerne gegeben."
"Ja glaubst du die Goldmünze ist so viel wert? Wer weiß was der Bankmann morgen sagen wird?"
"Gar nichts wird er sagen", entgegnete die Frau ihrem Mann, "ich werde mir nämlich die Goldmünze einfassen lassen und als Schutzsymbol tragen, als Amulett! Und du wirst mir eine schöne Goldkette dazu kaufen."
Verdutzt schaute der Mann seine Frau an. So selbstbewusst hatte sie noch nie zu ihm gesprochen.
"Ja, du hast schon richtig gehört", sagte sie. "Kannst mir ruhig eine schöne Kette kaufen. Von selbst wärst du wohl nie auf die Idee gekommen, mir einmal ein Schmuckstück zu schenken. Oder? Da musste wohl das Goldstück ins Haus getragen werden!"
Da sagte der Wirt kein Wort mehr. Nachdenklich starrte er zur Tür. Doch zum nächsten Hochzeitstag schenkte er seiner Frau tatsächlich eine schwere Goldkette für ihr Amulett.

In dieser Nacht ratterte ein Personenzug langsam durch das Land. Die fremde Frau saß alleine in einem Abteil. Sie fasste nach den bunten Karten und betrachtete sie nachdenklich. Dann faltete sie den Zettel der Wirtin auseinander und las:

Wie alles sich zum Ganzen webt....

"Oh glücklich, wer noch hoffen kann
Aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen!
Was man nicht weiß, das eben brauchte man,
Und was man weiß, kann man nicht brauchen.
Doch lass uns dieser Stunde schönes Gut
Durch solchen Trübsinn nicht verkümmern!
Betrachte, wie in Abendsonne Glut
Die grünumgebnen Hütten schimmern.
Sie rückt und weicht, der Tag ist überlebt,
Dort eilt sie hin und fördert neues Leben.
O dass kein Flügel mich vom Boden hebt,
Ihr nach und immer nach zu streben!
Ich säh im ewigen Abendstrahl
Die stille Welt zu meinen Füßen,
Entzündet alle Höhn, beruhigt jedes Tal,
Den Silberbach in goldne Ströme fließen.
Nicht hemmte dann den göttergleichen Lauf
Der wilde Berg mit allen seinen Schluchten;
Schon tut das Meer sich mit erwärmten Buchten
Vor den erstaunten Augen auf.
Doch scheint die Göttin endlich wegzusinken;
Allein der neue Trieb erwacht,
Ich eile fort, ihr ewges Licht zu trinken,
Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht,
Den Himmel über mir, und unter mir die Wellen.
Ein schöner Traum, indessen sie entweicht.
Ach! zu des Geistes Flügel wird so leicht
Kein körperlicher Flügel sich gesellen.
Doch ist es jedem eingeboren,
Dass sein Gefühl hinauf und vorwärts dringt,
Wenn über uns, im blauen Raum verloren,
Ihr schmetternd Lied die Lerche singt;
Wenn über schroffen Fichtenhöhen
Der Adler ausgebreitet schwebt,
Und über Flächen, über Seen
Der Kranich nach der Heimat strebt.

Johann Wolfgang von Goethe

***

Am nächsten Morgen als der Jäger seinen Rock anzog, um wieder in den Wald zu gehen, fühlen er etwas in seiner Rocktasche. Eine kleine Schachtel. Er zog sie erstaunt heraus und betrachtete mit noch größerem Staunen die bunten Karten.
„Heidi“, rief er, schau dir das an,
„das muss die Fremde mir zugesteckt haben!“
„Ach, das sind doch tatsächlich Tarotkarten“, antwortete seine Frau und betrachtete die Karten aufmerksam. „Meine Großmutter hat damit die Zukunft gedeutet. Wie interessant ...“ Der Jäger schüttelte bedenklich den Kopf. Die Sache war ihm etwas unheimlich und so zog er es vor, schnell voranzuschreiten in den Wald hinaus zu seinen Tieren und Bäumen.

Hoch oben am Berg erwachte Serles an diesem Morgen so frisch und froh, wie schon lange nicht mehr. Sie zog ihr schönstes Kleid an. Heute wollte sie ins Dorf hinunter, mitten unter die Menschen gehen.

Und als am frühen Morgen der Personenzug in seine Endstation einfuhr stiegen nur wenige Menschen aus, Pendler, die der alte Schaffner alle kannte.
Wo ist denn die fremde Frau? Überlegte er suchenden Blickes. Er hatte sie nirgends aussteigen sehen. So durchschritt er alle Wagons. Doch das einzige was er fand, war ein Blatt Papier mit einem Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe. Eigenartig dachte der Schaffner und nahm das Papier an sich. Erst vor wenigen Tagen hatte seine Frau daheim gejammert, dass sie wenigstens etwas von der großen weiten Welt noch mitbekommen würde. „Einmal ins Theater gehen oder wenigsten einen Gedichtband könntest du mir schenken“, hatte sie gefordert.
„Gedichtband!“, hatte er verärgert gemurrt, „ich kenn doch keinen Dichter!“
Nun, den Zettel mit dem Gedicht konnte er ihr bringen, das war wenigsten etwas.
Und zur selben Zeit zog einer der Pendel, Vater vieler Kinder, seine Brieftasche aus dem Hosensack um eine Straßenbahnkarte zu lösen. Da erblickte er einige Schillingscheine, Tausender, Hunterter, Fünfziger und Zwanziger. Verwirrt blätterte und zählte er die Scheine immer wieder , eine beträchtliche Summe - er wusste doch, dass er am Morgen sich von seiner Frau einen Zwanziger erbitten musste, da er kein Geld mehr hatte, nachdem der Schikurs für die Kinder zu bezahlen war. Na soetwas, wo kam der Segen bloß her? Das war eine Frage, die ihn noch lange beschäftigen sollte.
Ja, wie alles sich zum Ganzen webt, das ist und bleibt ein Geheimnis.


Einstell-Datum: 2003-09-11

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Der dritte Band bringt eine neue Person ins Spiel: Kari Selb... Und einleitend ist ein Essay von Michel Foucault vorangestellt: „Weibliches Töten ist ein Schritt aus der weiblichen Sprachlosigkeit. Es heißt nichts anderes als: Ich spreche. Jetzt spreche ich.“ Obwohl die Handlung sich auf eine Untersuchung der Patientin [...]

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