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Literaturforum: Die Kunst, Recht zu behalten


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 Thema: Die Kunst, Recht zu behalten
LX.C
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Das ist LX.C

     
50. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 26.05.2007 um 18:32 Uhr

[Quote]Daß du allzu gewissenhaft bist mit Wortwahl und Satzbau, mein Lucilius, will ich nicht: ich kenne wichtigere Dinge, um die du dich kümmern kannst. Frage was du schreiben kannst, nicht, wie; und eben das nicht, damit du schreibst, sondern nachdenkst, damit du deine Gedanken dir zu eigen machst und sie gleichsam siegelst. Wessen Redeweise immer du für besorgt und gefeilt hältst, bei dem ist auch die Seele – sollst du wissen – ebenso von Belanglosigkeit in Anspruch genommen. Ein bedeutender Mensch formuliert entspannter und selbstsicherer; was immer er sagt, es enthält mehr Selbstvertrauen als Sorgfalt. […] Die Sprache ist das Kleid der Seele; wenn sie wohlfrisiert, geschminkt und künstlich hergerichtet ist, zeigt sie, dass auch die Seele ihrer nicht sicher ist und etwas gebrochenes an sich hat […] Daher wird die Philosophie für dich durch das förderlich sein, was meine ich, das Beste von allem ist: niemals wirst du Reue über dich selbst empfinden. Zu diesem fest gegründeten Glück, das kein Sturm erschüttern kann, werden dir nicht verhelfen sorgsam formulierte Worte und eine sanft dahinfließende Redeweise: sie mögen daherkommen, wie sie wollen, wenn nur die harmonische Verfassung der Seele Beatand hat, wenn sie nur groß und erhaben über Meinungen bleibt und sie wegen eben der Dinge, die anderen mißfallen, mit sich selbst einverstanden ist […]

Seneca: Ad Lucilium eoistolae. An Lucilius Briefe über Ethik, Hg. von M. Rosenbach, Darmstadt 1980, 115,1-2 und 18.
[/Quote]


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