Biographien Rezensionen Diskutieren im versalia-Forum Das versalia.de-Rundschreiben abonnieren Service für Netzmeister Lesen im Archiv klassischer Werke Ihre kostenlose Netzbibliothek

 



Save Ukraine!
Save Ukraine!


Love all Animals

Literaturforum: Was macht Lyriker aus?


Aktuelle Zeit: 01.12.2022 - 15:35:18
Hallo Gast, Sie sind nicht eingeloggt!
Suche | Mitglieder | Neu | Statistik

Heute ist der 11. Todestag von Christa Wolf.

Forum > Literaturgeschichte & -theorie > Was macht Lyriker aus?
Seite: 1 2 3 4 5
[ - Beantworten - ] [ - Drucken - ]
 Autor
 Thema: Was macht Lyriker aus?
baerchen
Mitglied

822 Forenbeiträge
seit dem 02.08.2007

Das ist baerchen

Profil Homepage von baerchen besuchen      
40. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 24.01.2008 um 03:45 Uhr

Mooooment: Der Onkel Grönemeyer nutzt seine Stimme als sei es ein Instrument. Das kann man schön finden oder nicht. Mittlerweile finde ich es schön... Vielleicht ist das aber auch nur eine Frage der Gewöhnung.

Was Onkel Rilke betrifft: Der Mann ist gerade mal 51 Jahre alt geworden. Da kann er große Töne spucken mit ´Reisen´ und ´Erfahrungen´.
Ich denke eher, heute ist es umgekehrt: die Menschen reisen zu viel und haben eher ihre eigene Kultur ´all inclusive´.

Und was machen die Camper im australischen Busch? Sie halten sich die Nase zu, während sie Känguruhoden verspeisen. Da bleibt die Erfahrungssammlung doch nun wirklich auf der Strecke.

Nein, ich denke nicht, dass Rilkes Beschreibungen heute noch so recht greifen.


Sorge Dich nicht, wenn Du schreiben kannst. Schreibe, schreibe, schreibe...
Nachricht senden Zitat
Arjuna
Mitglied

485 Forenbeiträge
seit dem 27.02.2007

Das ist Arjuna

Profil      
41. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 24.01.2008 um 10:09 Uhr

Ach baerchen,
klar - jedem das Seine...
Es gibt allerdings auch vieeeeeele, die meiner Meinung sind.

Als Schauspieler war er klasse (Das Boot) - ich hörte, dass er sich wieder in dieser Hinsicht profilieren will.
Dann hör ich ihm auch wieder zu!


- Ich bin nicht immer meiner Meinung - Paul Valéry
Nachricht senden Zitat
almebo
Mitglied

418 Forenbeiträge
seit dem 08.11.2007

Das ist almebo

Profil      
42. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 24.01.2008 um 17:22 Uhr

Diese Nachricht wurde von almebo um 17:41:05 am 24.01.2008 editiert

Diese Nachricht wurde von almebo um 17:29:12 am 24.01.2008 editiert

Zitat:

Mooooment: Der Onkel Grönemeyer nutzt seine Stimme als sei es ein Instrument. Das kann man schön finden oder nicht. Mittlerweile finde ich es schön... Vielleicht ist das aber auch nur eine Frage der Gewöhnung.

Was Onkel Rilke betrifft: Der Mann ist gerade mal 51 Jahre alt geworden. Da kann er große Töne spucken mit ´Reisen´ und ´Erfahrungen´.
Ich denke eher, heute ist es umgekehrt: die Menschen reisen zu viel und haben eher ihre eigene Kultur ´all inclusive´.

Und was machen die Camper im australischen Busch? Sie halten sich die Nase zu, während sie Känguruhoden verspeisen. Da bleibt die Erfahrungssammlung doch nun wirklich auf der Strecke.

Nein, ich denke nicht, dass Rilkes Beschreibungen heute noch so recht greifen.

Nein Baerchen, da muss ich Dir widersprechen.
Ich gehe ja in meiner Meinung nicht immer konform
mit der Arjuna.
Aber heute muss ich ihr beipflichten. Da könnt ich mir auch ne Lederhose anziehen und dabei jodelnd über die Bühne hopsen, Das würd keiner merken!! Gut die besagte Rolle im Boot als
Kriegsberichterstatter mit seinem Angstschweiß aus allen Poren träufelnd.... Heute geht es mir umgekehrt wenn ich den Bochumer sehe.
Aber wie gesagt: Geschmackssache. Und damit lassen wir es bewenden.

Aber sage mir nichts über Rilke!
Den kann der Ingo Appelt auch nicht "imitieren".
Wenn er den "Gröni" parodiert, dann muss ich
mir alles verkneifen.

Aber zu seiner "Ehrenrettung". Über Grönemeyer`s Texte will ich nicht mäkeln.
Nur die "Umsetzung" gefällt mir nicht. Aber wie sollte es er auch bewerkstelligen.? Mit einer
solch fürchterlichen Stimme !


Lieber ein eckiges Etwas, als ein rundes Nichts
Nachricht senden Zitat
baerchen
Mitglied

822 Forenbeiträge
seit dem 02.08.2007

Das ist baerchen

Profil Homepage von baerchen besuchen      
43. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 25.01.2008 um 06:48 Uhr

Dann mögt Ihr den Onkel Grönemeyer eben nicht. Über den Punkt bin ich hinweg. Nun mag ich ihn wieder. Ich halte seine Stimme für ein Jazz-Instrument. Da sind auch nicht alle Töne stimmig. Doch was juckts den Jazz-Freund?

Und was die Kabarettisten betrifft: Für mich haben sich die Reihen so stark gelichtet... Zu viel schlechte Commedy allenthalben.


Sorge Dich nicht, wenn Du schreiben kannst. Schreibe, schreibe, schreibe...
Nachricht senden Zitat
Der_Geist
Mitglied

952 Forenbeiträge
seit dem 25.02.2007

Das ist Der_Geist

Profil      
44. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 25.01.2008 um 21:07 Uhr

Zitat:

@Geist:
mach mal nen neuen Grammatik-Thread auf!

Hab mich zwischenzeitlich für ein Einsickernlassen via Textbombenstreuung entschieden - aber nicht im Netz. Netz ist so anima fragile. Ja. Mein Baby schreit balsamisch nach Papier. Lassen wir ihm sein Plärren without reason.

Gruß an alle Autori. ;)

- Zurück zur Lyrik -

Nachricht senden Zitat
baerchen
Mitglied

822 Forenbeiträge
seit dem 02.08.2007

Das ist baerchen

Profil Homepage von baerchen besuchen      
45. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 26.01.2008 um 02:02 Uhr

Lass uns Dein Baby lesen, Geist.
Hat es schon einen Namen?
Kann man es besuchen?
Ist es rosig oder rostig?
...
:-) b.


Sorge Dich nicht, wenn Du schreiben kannst. Schreibe, schreibe, schreibe...
Nachricht senden Zitat
Arjuna
Mitglied

485 Forenbeiträge
seit dem 27.02.2007

Das ist Arjuna

Profil      
46. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 26.01.2008 um 08:39 Uhr

Wie wär ´s mit Baby red statt Baby blue?


- Ich bin nicht immer meiner Meinung - Paul Valéry
Nachricht senden Zitat
baerchen
Mitglied

822 Forenbeiträge
seit dem 02.08.2007

Das ist baerchen

Profil Homepage von baerchen besuchen      
47. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 26.01.2008 um 18:07 Uhr

Oder dann doch ´Babyblues´?


Sorge Dich nicht, wenn Du schreiben kannst. Schreibe, schreibe, schreibe...
Nachricht senden Zitat
LX.C
Mitglied

1770 Forenbeiträge
seit dem 07.01.2005

Das ist LX.C

Profil Homepage von LX.C besuchen      
48. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 09.11.2008 um 11:24 Uhr

[Quote]Eine Dichtung ist wie ein Gemälde: es gibt solche, die dich, wenn du näher stehst, mehr fesseln, und solche, wenn du weiter entfernt stehst; dieses liebt das Dunkel, dieses will bei Lichte beschaut sein und fürchtet nicht den Scharfsinn des Richters; dieses hat einmal gefallen, doch dieses wird, noch zehnmal betrachtet, gefallen.[/Quote]

Quele: Horaz: Die Dichtkunst, Reclam jun., Stuttgart 2008, S. 27.


.
Nachricht senden Zitat
Matze
Mitglied

719 Forenbeiträge
seit dem 09.04.2006

Das ist Matze

Profil Homepage von Matze besuchen      
49. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 09.11.2008 um 12:35 Uhr

Zitat:

was sind echte lyriker?

Ausgehend von neueren Grammatikmodellen, nach denen nicht das Wort oder das Morphem, sondern der Satz als kleinste kommunikative Einheit der Sprache gilt, muß man von Klopstock und Hölderlin bis in die Gegenwart schauen und lesen, wie sich der poetische Umgang mit Satzstrukturen im Laufe der Zeit gewandelt hat. Poesie ist die Kompositionslehre der Erscheinungsformen des Satzes, um ziemlich souverän auch die seriellen Experimente der Konkreten Poesie und selbst die Lautpoesie als von Satzmodellen abhängige Formen der Dichtung auszuweisen. Den Grad der Avanciertheit bemißt man dabei an der Art und Weise, wie die Texte konventionelle Satzerwartungen unterlaufen und sabotieren. Der subtile Kniff dieser Methode ist, daß über die Konvention auch ein direkter Zeitbezug hergestellt wird. Eine verbißene "Verteidigung der Poesie" liegt mir fern; ich schätze die Flaneure unter den Dichtern. Die Ich–Figuren von Holger Benkel, Francisca Ricinski oder A.J. Weigoni spazieren über Straßen und durch Parks, und dabei widerfährt ihnen allerlei Überraschendes und Ungeheuerliches, das wie beiläufig verdichtet wird. Im Moment einer Geste gestaltet diese Lyriker die Würde des Menschen wie der Kreatur. Zu den Propheten gehören sie nicht. Ihre Dinge bleiben ganz nüchtern die Dinge und sind doch Metaphern. Aus dem Zusammenspiel von alltäglichen Lebenseinzelheiten und wie nebenbei erwähnter Historie entsteht eine Spannung im Text, die über das Gedicht hinausweist, oft sarkastisch, selten pathetisch, immer paradox.

Nachricht senden Zitat
Seite: 1 2 3 4 5
[ - Beantworten - ] [ - Drucken - ]
Forum > Literaturgeschichte & -theorie > Was macht Lyriker aus?


  Ähnliche Beiträge
Gestartet von
Antworten Letzter Beitrag
Nietzsches "Wille zur Macht" auf Wiedervorlage
Kenon
0 06.10.2021 um 20:09 Uhr
von Kenon
Gestank macht krank
avor
2 24.11.2014 um 12:40 Uhr
von avor
Gefährliche Macht der Zunge
LX.C
4 30.01.2012 um 11:47 Uhr
von raimund-fellner
Die Macht der Bilder
Nachrichten
0 21.04.2010 um 19:20 Uhr
von Nachrichten
Schreiben macht arm
Seite: 1 2 3
Kenon
21 29.02.2008 um 10:59 Uhr
von almebo


Sie möchten hier mitdiskutieren? Dann registrieren Sie sich bitte.




Buch-Rezensionen:
Anmelden
Benutzername

Passwort

Eingeloggt bleiben

Neu registrieren?
Passwort vergessen?

Neues aus dem Forum


Gedichte von Georg Trakl

Verweise
> Gedichtband Dunkelstunden
> Neue Gedichte: fahnenrost
> Kunstportal xarto.com
> New Eastern Europe
> Free Tibet
> Naturschutzbund





Das Fliegende Spaghettimonster

Ukraine | Anti-Literatur | Datenschutz | FAQ | Impressum | Rechtliches | Partnerseiten | Seite empfehlen | RSS

Systementwurf und -programmierung von zerovision.de

© 2001-2022 by Arne-Wigand Baganz

v_v3.53 erstellte diese Seite in 0.043855 sek.