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Literaturforum: Harmlose Wunden


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Forum > Lyrik > Harmlose Wunden
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 Thema: Harmlose Wunden
almebo
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seit dem 08.11.2007

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10. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 02.02.2008 um 12:23 Uhr

Diese Nachricht wurde von almebo um 12:30:59 am 02.02.2008 editiert

Zitat:

Ausreichend verständlich ausgedrückt, almebo.
Gut gebrüllt, Löwe

Unter so vielen Literaturwissenschaftlern zu sein, muss man sich doch mal in`s Zeug legen, um mit undefinierbarem Quatsch
wenigstens einmal "Aufmerksamkeit"
auf sich zu lenken.

Aus berufenem Munde mich "verstanden"
zu haben, liebe Arjuna macht mich stolz!!!!


Lieber ein eckiges Etwas, als ein rundes Nichts
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medium
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8 Forenbeiträge
seit dem 31.01.2008

     
11. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 02.02.2008 um 13:16 Uhr

Vielen Dank erstmal für die Aufmerksamkeit. Vieles habe ich mir zu Herzen genommen. Ich denke darüber nach aus dem Text ein Gedicht in Reimform zu machen oder vielleicht zu einer Kurzgeschichte, was leichter fallen sollte, auszubauen.
Das war erstmal ein Konzept, dass noch nicht richtig verpackt zu sein scheint. Wahrscheinlich war ich zu voreilig damit, den Text hier schon zu veröffentlichen..


Ich habe den Eindruck, Du weißt nicht recht, wohin Du mit Deinem Text überhaupt willst. Du stellst Dir verschiedene Situationen vor, wie Du erklärst, aber was, meinst Du, hält den Text zusammen?

Nun, was den Text zusammenhalten soll, habe ich versucht in der Interpretation zu erläutern.
In beiden Teilen soll zunächst ein Bild hervorgerufen werden, im ersten Teil der Boxkampf, im zweiten der Jäger.
Dann wird in beiden Teilen jeweils beschrieben wie die Realität aussieht, im ersten Teil wird ja beschrieben, dass der Schüler dem Gelächter nicht ausweichen kann, im zweiten wie sehr er darunter leidet.
Die beiden Bilder sollen dies jeweils bestärken und ein gewisses Gefühl auslösen.
Die Bedeutung ist einfach, nämlich wie grausam es für einen Menschen sein kann von seinem Umfeld nicht ernst genommen zu werden.


Zunächst mal interessiert mich ob hier ein Lyr -Ich agiert oder Autobiografisches verarbeitet wird.
Das IST wichtig zu wissen, denn es gewinnt damit eine andere Wertigkeit.

Es interessiert mich zu wissen weshalb das wichtig ist. Der Text und die Bedeutung bleiben ja wie sie sind. Ist der Text etwa wertvoller, wenn er nicht autobiografisch ist, weil es von Einfühlungsvermögen und Kreativität des Autors zeugt, wenn es nicht selbst erlebt ist?


Sprachlich sehr schwergängig ... formal wäre eine bessere Strukturierung und Reduktion auf das Wesentliche segensreich.
Insgesamt wirkt der Text zu lang und zu zäh .

Ich sehe das auch so..


Almebo, deine Sprache bin ich leider nicht gewohnt. Du gibst Arjuna recht, dass der Text konzentrierter und auf das Wesentliche reduziert sein sollte und möchtest sagen das dadurch mehr Möglichkeiten für passende Assoziationen entstehen können und der Text mehrere Interpretaionsebenen zulassen würde. Habe ich es so richtig verstanden?


Das ist auch ratsam. Aber nicht nur um zu lernen,
sondern sich selbst im Spiegel zu betrachten um sich zu fragen: Wer bin ich eigentlich ????

Ich kann leider nicht erkennen worauf sich diese Aussage bezieht. Entschuldigung.


selbst eine kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig...
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almebo
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418 Forenbeiträge
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12. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 02.02.2008 um 14:08 Uhr

Diese Nachricht wurde von almebo um 14:12:38 am 02.02.2008 editiert

Zitat:

Vielen Dank erstmal für die Aufmerksamkeit. Vieles habe ich mir zu Herzen genommen. Ich denke darüber nach aus dem Text ein Gedicht in Reimform zu machen oder vielleicht zu einer Kurzgeschichte, was leichter fallen sollte, auszubauen.
Das war erstmal ein Konzept, dass noch nicht richtig verpackt zu sein scheint. Wahrscheinlich war ich zu voreilig damit, den Text hier schon zu veröffentlichen..


Ich habe den Eindruck, Du weißt nicht recht, wohin Du mit Deinem Text überhaupt willst. Du stellst Dir verschiedene Situationen vor, wie Du erklärst, aber was, meinst Du, hält den Text zusammen?

Nun, was den Text zusammenhalten soll, habe ich versucht in der Interpretation zu erläutern.
In beiden Teilen soll zunächst ein Bild hervorgerufen werden, im ersten Teil der Boxkampf, im zweiten der Jäger.
Dann wird in beiden Teilen jeweils beschrieben wie die Realität aussieht, im ersten Teil wird ja beschrieben, dass der Schüler dem Gelächter nicht ausweichen kann, im zweiten wie sehr er darunter leidet.
Die beiden Bilder sollen dies jeweils bestärken und ein gewisses Gefühl auslösen.
Die Bedeutung ist einfach, nämlich wie grausam es für einen Menschen sein kann von seinem Umfeld nicht ernst genommen zu werden.


Zunächst mal interessiert mich ob hier ein Lyr -Ich agiert oder Autobiografisches verarbeitet wird.
Das IST wichtig zu wissen, denn es gewinnt damit eine andere Wertigkeit.

Es interessiert mich zu wissen weshalb das wichtig ist. Der Text und die Bedeutung bleiben ja wie sie sind. Ist der Text etwa wertvoller, wenn er nicht autobiografisch ist, weil es von Einfühlungsvermögen und Kreativität des Autors zeugt, wenn es nicht selbst erlebt ist?


Sprachlich sehr schwergängig ... formal wäre eine bessere Strukturierung und Reduktion auf das Wesentliche segensreich.
Insgesamt wirkt der Text zu lang und zu zäh .

Ich sehe das auch so..


Almebo, deine Sprache bin ich leider nicht gewohnt. Du gibst Arjuna recht, dass der Text konzentrierter und auf das Wesentliche reduziert sein sollte und möchtest sagen das dadurch mehr Möglichkeiten für passende Assoziationen entstehen können und der Text mehrere Interpretaionsebenen zulassen würde. Habe ich es so richtig verstanden?


Das ist auch ratsam. Aber nicht nur um zu lernen,
sondern sich selbst im Spiegel zu betrachten um sich zu fragen: Wer bin ich eigentlich ????

Ich kann leider nicht erkennen worauf sich diese Aussage bezieht. Entschuldigung.

Ja, "junger Freund" Du hast es offenbar nicht
"geschnallt" meinen satirischer Unsinn "richtig" verstanden zu haben. Das ehrt Deine jugendliche Unbefangenheit.
Aber was Dein eigenes "Ich" anbelangt, mit all Deinen - für mich gedanklichen Ungereimtheiten, dieses würde ich allerdings an Deiner Stelle einmal auf den Prüfstand stellen.

MfG
almebo


Lieber ein eckiges Etwas, als ein rundes Nichts
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DataBoo
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Das ist DataBoo

     
13. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 02.02.2008 um 19:42 Uhr

hallo medium,

du fragst nach der wirkung deines textes, nun gut. ungeachtet deiner späteren ausführungen liest sich der text für mich auch aufhorchend. missverständlich.
die trennung von täter und opfer finde ich unscharf.
im ersten teil: ein gepeinigter schüler und dann (im 2. teil) ist gleich von einem jäger und schießen die rede.

*der geliebte sohnemann*
hier schwimmen für mich ebenfalls konturen. täter/opfer lassen sich für mich als leser nicht klar trennen. hier entstehen ungenauigkeiten die mich verwirren. nun ich lass mich auch gern mal verwirren, verstehe mich nicht falsch, aber diese fehlleitung führt nicht zu DEINER textabsicht. das ist schade.

schulprobleme und kaum verständnisvolle ansprechpartner, wenig lösungsalternativen für die last der verletzungen, wut im bauch, ohnmacht...sind alarmzeichen. du kennst die bilder im tv, die artikel in den zeitungen.
die vermutung von baerchen, hinter deinem text mag sich ausweglossigkeit, gepaart mit wut = amok verbergen, halte ich ebenfalls nicht für absurd.

das textende:

*ein kranker Vogel wird nicht fliegen
und solch ein kleben am halben Leben
wird dem ganzen nicht gerecht.*

bestärkt zudem das ungute gefühl. was könnte nun folgen? suizid oder ein totalausfall? oder was weiß ich verdammtnocheinmal...

senibilität ist kein fremdwort und das ist gut so.

dein text hat wirkung, keine frage. und du bestimmst die richtung. ;)

gruß, databoo

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medium
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8 Forenbeiträge
seit dem 31.01.2008

     
14. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 02.02.2008 um 20:58 Uhr

Hallo DataBoo,

vielen Dank für deine ehrliche und ausfürliche Antwort. Ich habe diesen Text veröffentlicht um zu sehen ob er so verstanden werden kann, wie ich es beabsichtigt habe oder aber zu Missverständnissen führt. Leider musste ich feststellen, dass letzteres der Fall ist.
Wie ich bereits im ersten Posting schrieb, reizt es mich in letzter Zeit etwas kreatives zu schreiben. Ich habe mehrere Texte geschrieben, die von verschiedenen Themen handeln. Da ich noch Schüler bin, diese Ausgrenzungen und die scheinbar harmlosen Sticheleien in meinem Umfeld beobachten kann, das Thema auf Grund einiger Schicksalsschläge in den Medien behandelt wird, liegt es doch gar nicht fern, sich mit diesem Thema (literarisch) auseinander zu setzen.

Zu meiner Person, ich wollte hier eigentlich nichts persönliches schreiben, doch unter den Umständen ist es sinnvoll: ich bin voll und ganz integriert, habe Freunde, Hobbies, kann mit meiner Schulleistung ganz zufrieden sein und höre weder Metal noch spiele ich Computerspiele ;-)

Mir war klar, dass das Bild mit dem Jäger in diesem Kontext sehr irritieren kann, allerdings halte ich es für geeignet und bei genauem Hinlesen auch nicht auf einen Amok hindeutend.
Um es genau aufzuklären: Der Jäger soll die Mitschüler darstellen, die Täter, die den unglücklichen Schüler malträtieren. Für sie ist es ja nur ein Spaß und sie sind so ignorant und unempfindlich, dass sie nicht merken in was für eine verzweifelte Lage sie den gepeinigten Schüler bringen. Sie verletzen ihn und (töten?) nehmen ihm sein Selbstwertgefühl. Der Jäger ist ebenfalls unachtsam und schießt einfach drauf los, nur leider trifft er kein Wild sondern einen Menschen.

das textende:

*ein kranker Vogel wird nicht fliegen
und solch ein kleben am halben Leben
wird dem ganzen nicht gerecht.*

bestärkt zudem das ungute gefühl. was könnte nun folgen? suizid oder ein totalausfall? oder was weiß ich verdammtnocheinmal...

Was könnte nun folgen? Das ist ja gerade die Preisfrage, wenn der Schüler dies wüsste, wäre er nicht verzweifelt. Ich kann keine wirkliche Lösung geben, mein Rat wäre nur die Zähne zusammenbeißen, durchhalten und sich erstmal auf andere Dinge, bei denen man nicht von Anderen abhängig ist, zu konzentrieren und das Selbstwertgefühl zu steigern.
Diese Sache ist aber nicht nur ein individuelles Problem, sondern ein gesellschaftliches. Deswegen habe ich diese Zeilen auch geschrieben. Die Politiker und Wissenschaftler tun so, als ob man das Problem durch bestimmte Verbote (Computerspiele, Filme, Waffen) lösen könnte, doch dies wird nichts bringen, denn es packt die Problematik nicht an der Wurzel an.
Die Gesellschaft, jeder einzelne muss sensibilisiert werden und ein neues Menschenbild schaffen. Ich rede von Nächstenliebe und so...
Wie dies möglich ist, weiß ich nicht, doch Literatur ist sicherlich ein wirksamer Weg, was mich veranlasst hat diese Zeilen zu schreiben.....

@almebo: vielleicht könntest du mich für meine jugendliche Unbefangenheit belohnen und mir verständlich machen, was du gemeint hast, denn ich würde deinen satirischen Unsinn gerne verstehen.


selbst eine kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig...
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Arjuna
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485 Forenbeiträge
seit dem 27.02.2007

Das ist Arjuna

     
15. Antwort   - Permalink - Abgeschickt am: 02.02.2008 um 21:07 Uhr

Nimm ´s leicht, medium -ich würde eine Kurzgeschichte angebracht finden.
Die Reimform zwängt ein, und es besteht die Gefahr - so man nicht genug Erfahrung hat - dass dem Reim mehr Aufmerksamkeit zukommt, als er verdient
Wichtiger ist aber der Inhalt.

Ich halte dich für intelligent genug, dein Thema neu zu greifen.
Wünsch dir dafür Glück,
Arjuna


- Ich bin nicht immer meiner Meinung - Paul Valéry
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