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-- Lyrik
--- Der zaghafte Frühlingsregen

Nannophilius - 21.03.2005 um 17:29 Uhr

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Endlich höre ich zaghaften Frühlingsregen an mein Fester pochen,
Der noch unschlüssigen Winter mit Ausdauer, inständig überredet,
Berge, Wälder, Auen, Täler, Seen, Weiher, Bäche, Flüsse, Meere
Doch erwachen zu lassen aus monatelanger, verzauberter Starre.

Auf dass der Lenz sie in schillernden Schöpfungsfarben ankleidet:
In Grasgrün, Veilchenviolett, Forsythiengelb, Lilienweiß, Rosenrot.
Ihnen zurückgibt wohlklingend wahrnehmbare Stimmen vom Gott:
Rascheln, Brausen, Zwitschern, Pfeifen, Trällern, Flüstern, Hauchen.

Seoul, den 22. März 2005
Hungki Park alias Nannophilius




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