- versalia.de
-- Ausschreibungen
--- Würth-Literaturpreis

Gast873 - 26.11.2006 um 22:53 Uhr

http://www.poetik-dozentur.de

Am Freitag wurde in der Poetik-Vorlesung, der ich beiwohnen durfte, das Motto des folgenden Literaturpreises von Peter Esterhazy ausgesucht und bekanntgegeben.

Es lautet: "Kuttelkompromiß" (mit scharfem ß, weil der aus Ungarn stammende Autor so gerne Scharfes mag!)
Viel Spaß!

Gruß
Hyperion




bodhi - 28.11.2006 um 21:09 Uhr

http://www.tagesspiegel.de/kultur/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/30.04.2004/1096880.asp#art

Eine Weile runterscrollen, dann findet man zum "Kuttelkompromiss" einen Artikel des Autors aus dem Jahr 2004.




Gast873 - 28.11.2006 um 21:46 Uhr

Da ist ein hochinteressanter Artikel von dir reingestellt/verlinkt worden bohdi. Danke dafür.

Bei einer Lesung mit Peter Prange vor ein paar Tagen, wo ich auch zufällig zugegen war, wurde folgender europäischer Witz von ihm persönlich mündlich erzählt:

1 .Fage: Wie sieht der europäische Himmel aus?

Antwort:
Der Organisator ist ein Schweizer, der Polizist ist ein Engländer-Bobby, der Koch ist ein Franzose, der Arbeiter ist ein Deutscher und der Liebhaber ist ein Italiener.

Soweit, so gut.

2. Frage: Wie sieht die europäische Hölle aus?

Antwort:
Der Organisator ist ein Italiener!, der Polizist ist ein Deutscher (oh man, ist das böse, nach dem Motto wir würden alle vergasen ;-)), der Arbeiter ist ein Franzose, der Koch ist ein Engländer und der Liebhaber ist ein Schweizer. LOL

Das war der Witz, den jeder in Europa irgendwie versteht.

Gruß
Hyperion




bodhi - 28.11.2006 um 21:50 Uhr

Himmel und Hölle lassen sich nicht regional/national eingrenzen.

Ich fürchte, ich hätte nicht lachen können.




Gast873 - 28.11.2006 um 21:55 Uhr

Na ja, es ging ja auch primär um Pranges Buch, das zum Thema europäische "Werte" hat. Der Saal in Tübingen bebte und lachte, vielleicht zu abderitisch, aber dennoch hatte er den Applaus auf seiner Seite.



Hannah - 22.02.2007 um 10:53 Uhr

Leider habe ich bisher nirgendwo - außer in besagtem Artikel von Péter Esterházy - einen Hinweis darauf gefunden, in welchem Zusammenhang die Griechen das Wort "Kuttelkompromiss" denn nun tatsächlich benutzt haben.

Kann mir dazu jemand einen Tipp geben?

Grüße
Hannah




Kroni - 22.02.2007 um 13:25 Uhr

Ich weiß zwar nicht, wie die ollen Griechen es damit gehalten haben - aber ich habe eine Selbsterfahrung dazu anzubieten:

Im heissen Sommer 2003 unternahm ich mit meiner schwäbischstämmigen Frau (vulgo: meinem Spätzle) einen längeren Ausflug in ihre Heimat. Neben anderen lebensgefährlichen Unternehmungen erklärte ich mich todesmutig bereit, auch einmal Kutteln zu essen, die im Lande Lothar Späth´s nicht dem Hundefutter, sondern den Delikatessen zugerechnet werden. Der im Lande gebliebene Bruder meiner Frau empfahl uns ein entsprechendes Restaurant - ging aber (höchst verdächtig !) selbst nicht mit, Familiäres vorschützend, als ob der eigene Schwager nicht auch Familje sei.

Mir mit 2, 3 der sogen. Viertele Mut angetrunken habend verlangte ich also schließlich die Speisekarte, und dort fand ich meinen höchstpersönlichen Kuttelkompromiss bereits fix und essfertig vor:

Kutteln provencale - in einer tomatig-sämigen Herpes de Provence-Sauce mit Oliven und Knoblauch. Sie mundeten vorzüglich ! Ich würde es jederzeit wieder tun !

Diesen Kuttelkompromiss zur lührischen Kompression hiermit freigebend grüsst mit hocherhobenem linken Arm, die nervige Hand zur Faust geballt (und darin eine Kohletablette verbergend)

Kroni




URL: https://www.versalia.de/forum/beitrag.php?board=v_forum&thread=2451
© 2001-2021 by Arne-Wigand Baganz // versalia.de