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-- Lyrik
--- Ruhige Kammer

poetry - 03.06.2007 um 12:30 Uhr


Vom Anfang im Kristall,
bis zum Ende der Zeit
gehüllt...erscheint
das Leben wie ein Spiel
aus Echo und dessen
Geschrei
Reichlich die Blätter,
überzogen mit
philosophierten Staub,
ruhen, wie die unüberhörbare Stille
in nordischem
Winterwald, auf
dem Holztisch unserer
ruhigen Kammer,
wo nur ein Kerzlein brennt
Solange, bis ihr Wachs,
letztesmal zu Boden fällt




mala - 03.06.2007 um 13:49 Uhr

Diese Nachricht wurde von mala um 13:52:25 am 03.06.2007 editiert


Hallo poetry,
ich find mich nicht zurecht, daher puzzle ich mal; ich will Dir ja erklären, warum:

Vom Anfang im Kristall,
bis zum Ende der Zeit
gehüllt...------- versteh ich gar nicht. Im Kristall gehüllt? (Grammatik?) Welcher Kristall? Ende der Zeit? Gibt es ein Ende der Zeit? Zeit überhaupt? Ist Zeit nicht ein bloßes Konstrukt?

erscheint
das Leben wie ein Spiel
aus Echo und dessen
Geschrei
Reichlich die Blätter,
überzogen mit
philosophierten Staub,
ruhen, wie die unüberhörbare Stille
in nordischem
Winterwald,----- ´philosophierteM´ Staub meinst Du doch, oder nicht? Wie Du das Leben als ein Spiel in Verbindung bringst mit scheeepulvrig bedeckten Blättern und Echo und Geschrei... das weiß ich auch nicht. Gut, bei Echo und Geschrei kann ich an Echo und Narziss denken, aber (?) Geschrei, Echo und unüberhörbare Stille--- wie geht das zusammen?

auf
dem Holztisch unserer
ruhigen Kammer,
wo nur ein Kerzlein brennt
Solange, bis ihr Wachs,
letztesmal zu Boden fällt

---- hier hab´ ich wieder grammatikalische Bedenken: nur ein Kerzlein brennt.... ihr Wachs (?)
Ein Kerzlein - das Kerzlein - sein Wachs! Oder?
--- bis ihr Wachs letztesmal zu Boden fällt(?)
--- wäre nicht ´ein letztes Mal´ besser?
Vielleicht bin ich auch momentan irgendwie ´zu´ für das Gedicht, naja, es erschließt sich mir jedenfalls nicht. Eine trübe Stimmung scheint es vermitteln zu wollen, soweit empfange ich es. Sonst leider nicht..
Grüße
Mala




poetry - 03.06.2007 um 20:26 Uhr

Bis zum Ende der Zeit
und Anfangs in Kristall
gehüllt
Das Leben erscheint
wie das Spiel
aus Echo und dem
Geschrei
Reichlich sind Blätter
überzogen mit
philosophiertem Staub,
Sie liegen im Kämmerlein
unserer Träume
Sie liegen still, wie im Winterwald,
auf dem Holztisch der Gedanken
Wo nur ein Kerzlein brennt
und draußen
weiße Wölfe lachen
Schnee wie Nadeln
Bis das Wachs,
zum letzten Mal
auf kalten Boden fällt




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